The Curse of Dracula © Donau Film
© Donau Film
Artikel vom 15.05.2021 | Heimkino->Blu-Ray

The Curse of Dracula



Splatter aus Slowenien


The Curse of Valburga, wie der slowenische Splatter-Spaß eigentlich heißt, ist der zweite Streifen ähnlicher Machart des Regisseur Tomaz Gorkic - Idylle war etwas grob in die Richtung Wrong Turn, ebenso wenig aufwendig gestaltet sich auch die Idee hinter The Curse of Dracula, wie er bei uns - wohl weil Dracula zugkräftiger als Valburga erscheint - heißt. Unsere Erwartungen an die erzählerische Qualität des Films waren aufgrund des Trailers nicht sonderlich hoch, das limitierte Mediabook ( 1500 Exemplare) von "Donau Film" machte uns aber neugierig. Zu Recht?

The Curse of Dracula © Donau Film
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Mediabook "The Curse of Dracula"

Filmkurzbeschreibung


Zwei Brüder brauchen Geld und schmieden einen hinterlistigen Plan: Um ahnungslosen Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen, erfinden sie die Geschichte über ein Spukschloss, in dem der angebliche Geist des Cousins von Graf Dracula sein Unwesen treibt. In einem alten Herrenhaus soll die erfundene Tour stattfinden. Doch statt spannendem Geschichtsunterricht geht es bald ans Eingemachte, denn das alte Haus birgt noch andere blutige Geheimnisse. Als die ersten Besucher grausam ums Leben kommen, werden die Brüder nicht nur mit ihren eigenen Lügen konfrontiert, sondern auch mit einer blutdürstigen Kannibalen-Familie und einem Kreissägeschwingenden Nazi-Zombie.

Jurij Drevensek, Marko Mandic, Tanja Ribic ... ernsthaft, ich denke auch in Slowenien kennt die kein Mensch. Die The Curse of Dracula-Darsteller können nur allesamt Laiendarsteller sein, oder die Schauspielschulen in Slowenien haben einen anderen Anspruch bzw. Focus. Was dieser gesamte unsympathische Haufen da vor sich hin spielt ist grotesk, die deutsche Synchro rettet da wenig - ob es noch schlimmer ist als im Original, können wir mangels Kenntnis der slowenischen Sprache nicht ergründen. Es spielt aber auch keine Rolle, das Ganze drumherum ist sowieso nur Mittel zum Zweck um die eine oder andere Blutorgie abzufeuern. Aber ehrlich - selbst die sind nicht sonderlich aufregend oder gar gut produziert. Sorry, da hatten wir uns mehr versprochen.

The Curse of Dracula © Donau Film
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Unboxing "The Curse of Dracula", Limitiertes und serialisiertes Mediabook

Kommen wir zum erfreulichen Teil des Ganzen: das Mediabook ist echt nett gemacht, auch wenn ein Artwork auf dem Rücken mit zusätzlicher O-Card (o.ä.), die dem unwissenden Kunden die nötigen Informationen vermitteln, noch netter gewesen wäre. Dafür ist die Limitierung allerdings da wo sie (unserer Meinung nach) hingehört, nämlich tatsächlich auf dem Produkt und nicht einem Inlay oder ähnlichem. Das Cover-Artwork ist nice, das Innencover hinter den Trays ist bedruckt, die Inhalte warten auf einer Blu-ray und einer DVD auf den geneigten Gorehound. Mit der Optik fängt man Mäuse, gerade im Horrorsegment. Als Extras haben sich ein Making of, Social-Media-Cips sowie drei Trailer auf die Disks verirrt, das 16-seitige Booklet ist schön gestaltet. Aller Ehren wert ist, wieviel sich Markus Friebe dafür an Text aus dem Kreuz geleitert hat um das ganz informativ zu verpacken. Respekt.

'tschuldigung - so gar nicht unser Film. Durchaus möglich, dass so etwas dem ein oder anderen Spaß macht (es ist ja anscheinend auch ansatzweise komödiantisch gemeint). Durchaus möglich, das die Splattereffekte den Horrorfans da draußen genügen. Durchaus möglich, dass das schick gestaltete, limitierte und serialisierte Mediabook genügend Aufmerksamkeit bekommt, um einen ordentlichen Abverkauf zu generieren. Es ist aber auch durchaus möglich, dass wir uns keinen Film von Tomaz Gorkic mehr anschauen ... 'tschuldigung.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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