Artikel vom 29.04.2014 | Heimkino->DVD

ZUGVÖGEL ... einmal nach Inari



Eines der schönsten deutschen Roadmovies endlich wieder erhältlich


Bahnfahrten ins finnische Lappland, genauer gesagt an den Inarisee, vor allem wenn man sie macht um dort einen Wettbewerb mit anderen Bahnstrecken-Kursbuch-Spezialisten zu bestreiten, könnten auf den Zuschauer eines Filmes der genau das zum "Roten Faden" hat, langweilig wirken. Müssen und tun sie aber nicht.

Mediafacts
Cover: Zugvögel ... einmal nach Inari
Titel: Zugvögel ... einmal nach Inari
Originaltitel: Zugvögel ... einmal nach Inari
Getestete Version: DVD
Cast: Joachim Król, Outi Mäenpää, Peter Lohmeyer
Regie: Peter Lichtefeld
Produktionsland: Deutschland
Studio/Verleih: Koch Media GmbH
1. DVD-Release: 2. Mai 2004
Neu-DVD-Release: 2. Mai 2014
Produktionsjahr: 1998
Laufzeit: 84 Minuten
Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
Bild: 16:9 ? 1.77:1
Regioncode: 2
Sprache:Deutsch (Dolby Digital 5.1)
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Zugvögel ... einmal nach Inari ist irgendwie ein Roadmovie. Ein ganz stilles, sich nicht aufdrängendes Roadmovie. Wer hier auch nur den Ansatz schneller Schnitte, coole Dialoge oder gewagte filmische Extravaganzen sucht, wird bitterlich enttäuscht. Wer von einem guten, sehr guten deutschen Film auf ruhige, ja fast beruhigende Art und Weise unterhalten werden will, der ist in Peter Lichtefelds Film von 1998 hervorragend aufgehoben.
Update: Lange "Out of print" beglückt uns Universum Film nun am 2. Mai 2014, exakt 10 Jahre nach der DVD-Erstveröffentlichung (2. Mai 2004) mit einer Neuauflage des wundervollen deutschen Film von 1998.

Film-Kurzbeschreibung


Eigentlich fährt er Bier aus, der passionierte Fahrplanexperte Hannes - dargestellt durch einen hervorragend agierenden Felix Krol. Unwissend verfolgt von dem scharfsinnigen Kommisar Fanck (Toll: Peter Lohmeyer) der ihn aufgrund einiger widriger Zufälle zu Unrecht des Mordes verdächtigt, bricht Hannes - natürlich per Zug - auf nach Inari, um am 1. internationalen Wettbewerb der Kursbuchspezialisten teilzunehmen. Bis er dort ankommt stolpert er in die Arme eines Geldfälscherrings und verliebt sich so ganz nebenbei. So weit, so einfach.


Das meint onyourscreen.de zum Film


Ruhige, fast beruhigende Bilder. Einfacher, übersichtlicher Erzählstrang. Der Film ist deutsch, recht eindeutig, aber andererseits auch wieder nicht. Er ist auf jedenfall fast schon überzogen gelassen, ja beinah langatmig - aber das stilvoll und mit großartig-trockenem Witz, herübergebracht von überragend agierenden Darstellern. Ein dauerhaftes, sich gut anfühlendes Grinsen beim zusschauenden Cineasten zeugt von filmischer Finesse ohne Effekthascherei. Dieses Filmkunstwerk gehört unserer Meinung nach zu den Perlen deutschen Filmschaffens, zumindest in den 90er Jahren.
Fahrkarte lösen, pardon, DVD einlegen und genießen. Viel Spaß.

onyourscreenSHOTs

Bild links Bild rechts
  • Screenshot aus: Zugvgel ... einmal nach Inari<br>
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  • Bild aus Fotogalerie<br>© Screenshot aus: Zugvgel ... einmal nach Inari
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Das meint onyourscreen.de zur DVD


Eigentlich spielt die Qualität der DVD überhaupt keine Rolle. Davon mal abgesehen das die völlig in Ordnung ist. Ein Booklet mit ein paar zusätzlichen Informationen wäre der Qualität des Films angemessen gewesen, auch die Extras sind arg übersichtlich, aber gerade noch in Ordnung. Das momentan (Stand: Oktober 2010) für die DVD - die anscheinend out-of-print zu sein scheint - hohe Preise ab 20 Euro aufwärts verlangt werden, zeugt von der Qualität des Films, nicht der DVD. Update: Wie oben schon erwähnt, erfährt Peter Lichtefelds Leinwanddebüt Zugvögel nun, 10 Jahre nach der Erst- eine Neuveröffentlichung auf DVD

onyourscreen.de-Fazit zu ZUGVÖGEL ... einmal nach Inari


Wer gute Geschichten gut gespielt und gut verfilmt sein eigenen nennen mag, der muss hier zugreifen. Zugvögel ... einmal nach Inari ist ein großes Stück deutsches Kino - übrigens mehrfach ausgezeichnet. Bewegend, komisch und langsam - aber wie sagt die Rückseite der DVD so schön: Der beste Weg im Leben ist nicht immer der schnellste ... stimmt!


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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