Wer - Das Biest in dir © Ascot Elite Home Entertainment
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Artikel vom 13.10.2014 | Heimkino->Blu-Ray

Wer



Das Biest in dir


Nach dem furchtbar schlechten The Devil Inside hat man ja schon ein wenig Respekt davor, einen weiteren Erguss von Regisseur William Brent Bell zu sichten. Doch der Trailer zu Wer - Das Biest in dir machte einen ordentlichen Eindruck, ja gab sogar Hoffnung, dass der klassischen Gruselfigur Werwolf nach der Misshandlung im Twilight-Filmuniversum hier Horror-Gene retransplantiert werden. Die erste Hälfte des Films sprach nicht dafür ...

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A.J. Cock (l.) als Pflichtverteidigerin und ihr Mandant (r., Brian Scott O'Connor)

Mediafacts
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Blu-ray-Cover: Wer
Titel: Wer
Originaltitel: Wer
getestete Version: Blu-ray
Cast: A.J. Cook, Brian Scott O'Connor, Sebastian Roché, Stephanie Lemelin, Vik Sahay, Oaklee Pendergast
Regie: William Brent Bell
Studio/Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Produktionsland: USA
Erscheinungstermin: 2014
Produktionsjahr: 2013
Spieldauer: 93 Minuten
Regioncode: 2
FSK: ab 18 J

Filmkurzbeschreibung


Familientragödie auf einem französischen Campingplatz - während die Mutter bei einem unheimlichen Übergriff schwer verletzt überlebt, werden ihr Mann und ihr Sohn bestialisch getötet. Beide Opfer wurden mehrfach gebissen und regelrecht zerfleischt. Der vermeintliche Täter ist schnell gefunden: Ein riesiger, stark behaarter Mann, der scheinbar geistig zurückgeblieben ist. Obwohl ihn ein dunkles Geheimnis umgibt, will seine Verteidigerin nicht an die Schuld ihres Mandanten glauben. Bei medizinischen Tests gerät er jedoch völlig außer Kontrolle und hinterlässt ein blutiges Schlachtfeld. Erfüllt sich jetzt durch ihn die uralte Familien-Legende von der Rückkehr des Werwolfs?

Das meint onyourscreen.de zum Film


Found Footage und der Horror-Film scheinen seit dem Erfolg von Blair Witch Projekt untrennbar miteinander verwoben zu sein. Auch wenn, wie hier in Wer, ein Mix aus konventionellen Drehmethoden sowie dem üblichen Footage-Material aus Handycams, Nachrichteneinblendungen, Überwachungsvideos und Co. benutzt wird, ist der Grund klar erkennbar: es macht das Ganze günstiger und Effekte lassen sich einfacher verschleiern. Das die Macher eher "Authenzität" und das "andere Erleben für den Zuschauer" als Grund angeben würden, ist verständlich ... und ist bei Wer noch nichtmal von der Hand zu weisen. Der Mix funktioniert und nimmt den Zuseher gefangen, wenn auch anfangs eher ungewöhnlich für einen ausgewiesenen Horrorfilm. Denn bis über die Mitte des Streifens hinaus wähnt man sich eher in einem Krimi. Vorwiegend sieht man der Pflichtverteidigerin (A.J. Cook, bekannt u.a. aus Final Destiantion 2, Criminal Minds, Mothers Day) des vermeintlichen Mörders bei der Arbeit zu. Wenig geschickt ist dabei, dass man zurecht früh vermutet, was es mit dem großen, stark behaarten und mysteriösen Angeklagten auf sich hat. Noch dümmer ist übrigens die hahnebüchende Atom-Lobby-Verschwörung, die völlig sinnlos auf die ansonsten straighte Story aufgepropft wurde.


Doch sobald der Film ins Horrorgenre überschwappt, darf man das alles vergessen. Denn dann ist Werwolf-Zeit, und zwar blutige. Dann hält Wer - Das Biest in dir was der Titel verspricht. Auch wenn vieles geschickt durch die eingesetzte Wackel-Cam und Footage-Fotographie versteckt wird, drehen die Macher hier ordentlich an der Gewaltschraube, zeigen überraschendes, schockieren gekonnt und machen dem Genrefan Spaß, ohne zu eskalieren (wie die Einstufung als FSK 18 ohne Schnittauflagen beweist).

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Wandlung via Überwachungscam

Das meint onyourscreen.de zur Blu-ray


Die Blu-ray muss vom Bild nicht wirklich überzeugen - für das durchaus ansehnliche Shakycam-Gedöns würde auch ein SD-Bild reichen. Der Ton ist ok und auch ordentlich gemischt, man muss nicht ständig zur Fernbedienung greifen um die Lautstärken zu variieren. An Extras hat man Wer ein Featurette, einiges an Interviews, den Originaltrailer, eine Trailershow und einige Kino-Programmhinweise spendiert. Die Wendecover bestückte Amaray steckt in einem zusätzlichen Pappschuber, der allerdings nur das Standardcover dupliziert und kein eigenes Artwork aufweist.

onyourscreenSHOTs

Bild links Bild rechts
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Das Onyourscreen.de-Fazit zu WER - DAS BIEST IN DIR


Die erste Hälfte des Films ist ok, hat einige Logikschwächen und bleibt bis auf ein paar Leichenteile auf dem Untersuchungstisch relativ unblutig. Die zweite Hälfte des Films weiß dagegen auch den Horrorfan zu überzeugen, macht Spaß und zeigt durchaus eine neue Variante des Werwolf-Themas. Das Footage-Material ist geschickt eingesetzt, der Biest-Darsteller Brian Scott O'Connor ist beängstigend und die blutigen Schockmomente wissen zu überzeugen - die aufgesetzten FX allerdings nicht immer: Feuer und Kunstblut lassen wir dann für den nächsten Streifen vorher nochmal üben ...


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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