Was nicht passt wird passend gemacht
Artikel vom 05.03.2011 | Heimkino->DVD

WAS NICHT PASST WIRD PASSEND GEMACHT



Brettharte und kultige Bauarbeiterkomödie


Der Film Was nicht passt wird passend gemacht stammt aus dem Jahre 2002 und ist eine deutsche Komödie von Peter Thorwarth. Dieser Film ist die zweite Ruhrpott-Komödie, die in der Stadt Unna gedreht wurde. Zusammen mit den Filmen Bang Boom Bang (1999) und Goldene Zeiten (2006), bildet er die sogenannte Unna-Trilogie. Das Drehbuch zu Was nicht passt wird passend gemacht basiert auf dem gleichnamigen Kurzfilm aus dem Jahre 1997.

Mediafacts
Was nicht passt wird passend gemacht
Cover: Was nicht passt wird passend gemacht
Titel: Was nicht passt wird passend gemacht
Originaltitel: Was nicht passt wird passend gemacht
getestete Version: DVD
Cast: Ralf Richter, Dietmar Bär, Hilmi Sözer, Willi Thomczyk, Peter Thorwarth
Regie: Peter Thorwarth
Produktionsland: Deutschland
Studio/Verleih: Universal/Senator
DVD-Release: 2002
Produktionsjahr: 2002
Spieldauer: 97 Minuten
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache: Deutsch (DD 5.1)
Regioncode: 2
Format: 16:9
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Kurze Filmbeschreibung


Im Zentrum der Handlung stehen Polier Horst und seine Kumpels Kalle und Kümmel, die für die Werner-Wiesenkamp-Bau GmbH in Unna arbeiten. Doch da sich ihr Chef nicht gerade zahlungswillig zeigt, schmieden die drei Kumpels vom Bau einen Plan und überreden Werner Wiesenkamp dazu, einen polnischen Schwarzarbeiter einzustellen, um die schleppend voranschreitende Baustelle an einem Haus voranzutreiben. Mit dem neugewonnen Schwarzarbeiter „Marek“ täuschen sie jedoch einen tragischen Arbeitsunfall vor und lassen sich auf diese Weise ihr Schweigen vom Chef honorieren. Doch der Bauunternehmer ist finanziell angeschlagen und auf der Baustelle ergeben sich ungeahnte Schwierigkeiten. Zudem hat sich auch noch der Bauarchitekt zur Überprüfung des Baus angemeldet. Und die Besitzer des zukünftigen Hauses stehen auch ständig auf der Matte. Ein Glück, dass die drei eingeschworenen Bauarbeiter über hinreichend Improvisationstalent besitzen und Philipp, einen Architektur-Studenten, als Praktikant haben. Auch wenn Philipp hingegen weniger an der Arbeit auf der Baustelle als an Astrid, Horsts Tochter, interessiert ist ...

Kannste tanzen?


Die hochkarätig besetzte Komödie - unter anderem Willi Thomczyk als Polier Horst und Ralf Richter als Kalle (Markenzeichen: gelber Helm und versifftes Unterhemd) sowie Hilmi Sözer als Kümmel - besticht durch authentische Dialoge und gnadenlos amüsanten Pointen im Ruhrpott-Slang: „Watt für'n Arschloch hat'n das Scheißhaus gebaut? Hat der früher Puppenhäuser gebaut? Ich kann doch nich' jedesmal mitte Flex auf's Scheißhaus gehen.“ Der Film lebt von solchen flotten Sprüchen und nicht zuletzt von der absolut wahnwitzigen Story und den typischen Bauarbeiter-Klischées. Tatort-Kommissar Dietmar Bär in der Rolle des Bauunternehmers Werner Wiesenkamp überzeugt ebenfalls und passt perfekt ins Bild: „Kannste tanzen?“ - „Ja!“ - „Dann tanz ab!“
Die Schauspielriege wird unter anderem ergänzt durch Alexandra Maria Lara (als Astrid) und durch die Gastauftritte von Stefan Jürgens (als Architekt) und Herbert Knebel (als Opa). Auch Regisseur Peter Thorwarth in der Rolle des schikanierten Praktikanten Philipp gefällt.

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Der Filmtitel ist allzeit Devise, vor allem bei Horst: „Wo willse damit [mit dem Brett] hin? Nach Taka-Tuka-Land?“ - (Philipp:) „Ich will zur Kreissäge. Das Brett ist viel zu lang!“ - (Horst nimmt das Brett und tritt es mit einem kräftigen Tritt entzwei und hält es Philipp hin.) „Was nicht passt ne, dat wird passend gemacht!“ Wann immer eine „Leiche“ einbetoniert werden muss oder eine Fliegerbombe beim Hausbau stört, beherzigen die Jungs dieses Motto auf ihre ganz eigene sehr charmante Weise.



Onyourscreen.de-Fazit: Nichts für schwache Zwerchfelle


Die äußerst kurzweilige Story gepaart mit den sprachlichen Ruhrpott-Ergüssen machen diese Bauarbeiterkomödie zu einem absolut sehenswerten Filmerlebnis. Bei dem Sprüche-Feuerwerk ist der Lachflash bereits vorprogrammiert. Das Bonusmaterial der DVD mit dem Kurzfilm „Was nicht passt wird passend gemacht“ (Dauer etwa 14 Min.), einem Making Of, entfallenen und ungekürzten Szenen sowie Outtakes und Interviews uvm. kann sich ebenfalls sehen lassen und garantiert abendfüllenden Filmspaß.


© Text: onyourscreen.de / SN


 
 
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