Artikel vom 07.12.2010 | Infos und Gewinnspiele

Und wie sammelst/sortierst du?



Collect them all, but wohin damit?


Nicht nur Rob Gordon alias John Cusack stellt sich im großartigen Film High Fidelity (OYS-Review) die Frage, ob Platten alphabetisch, chronologisch oder gar autobiografisch sortiert werden sollten. Ab einer gewissen Menge an DVDs oder Blu-rays fragt sich das ein Filmsammler auch – und dazu noch, welche Regale man nimmt und ob ihm da Datenbanken beim sortieren helfen können. Wir überlegen hier mal mit euch …

Wie sortieren?


Ab einer gewissen Menge fangen die meisten Sammler an, ihre Schätzchen alphabetisch zu ordnen. Das ist sicherlich der logischste Weg Licht ins Dunkle zu bringen und nicht länger nach einem Film zu suchen als dieser inklusive Vor- und Abspann dauert. Aber selbst bei dieser wohl einfachsten Methode, fragt man sich, wo kommt bspw. 12 Monkeys hin. Ganz nach vorne, ganz nach hinten, oder gar zu “Z”? Und was ist mit Sonderzeichen oder Artikeln wie “Der, Das, The, A”? Film-Datenbanken, die wir später noch behandeln, setzen sie meist an den Anfang – wir favorisieren auch das folgende Schema.

1. 12 Monkeys (Zahl vorne)
2. Der 13te Krieger (Artikel "Der" zählt nicht, also eigentlich "13te Kireger, Der")
3. The 4400 (Artikel "The" zählt nicht, also eigentlich "4400, The")
4. A.I. - Künstliche Intelligenz (Sonderzeichen, hier der "." kommt vor Buchstaben)
5. Ab durch die Hecke
u.s.w.


Genausogut könnte man auch Zahlen ans Ende setzen – wie so vieles ist auch das Geschmacksache. Das “Artikel” keine Rolle bei der Sortierung spielen sollten, versteht sich von selbst. Ansonsten wird Abteilung D und T ganz schnell extrem dominant.
So, was passiert denn nun mit thematisch passenden Filmen? Sprich: Kommt Da Vinci Code – Sakrileg unter “D” und Illuminati unter “I” oder sortieren wir das Sequel hinter den Vorgänger? Batman Begins unter “B” und Dark Knight, The unter “D” oder hintereinander? Wir haben uns für hintereinander entschieden – also eine Mischung zwischen “Alphabetisch und Chronologisch”. Nun kommt hinzu, das sich die meisten Sammler irgendwann versuchen zu spezialisieren – sprich sich auf bestimmte Themen, Serien, Genres oder Editionen zu fokussieren. Nehmen wir beispielsweise denjenigen, der Splatter- und Gorefilme sammelt … ordnet er die alphabetisch zu seinen “normalen” Titeln hinzu, oder schafft er dazu einen eigenen Bereich? Und sind die dann wieder alphabetisch sortiert? Wir machen es so:

1. Normale Filme (die werden wir demnächst zusätzlich nach USA und Europa trennen)
2. Asiatisches und Exotisches (Japan, Hongkong, China, Thailand, Neuseeland usw.)
3. TV (TV-Serien, TV-Mehrteiler, TV-Produktionen, Comedians)
4. Schmuckstücke (Limitierte Stücke, besondere Boxsets, Steelbooks ...)
5. Animiertes (von klassischem Zeichentrick bis zu modernstem Animationsblockbustern)
6. Einige "Editionen" wie bspw. die MGM Gold Edition
7. Zeitschriften-Beilagen (wie bspw. TV Movie, Widescreen usw.)
8. Reihen (wie bspw. "Die grossen deutschen Film-Klassiker" von deAgostini)


In der Regel sind alle eigenen Bereiche wiederum alphabetisch sortiert, es sei denn, die “Reihe” hat eine chronologische Logik (Nummerierung der Reihen o.ä.).

Das alles unterliegt natürlich immer wieder einem Wandel – sortieren und arrangieren kann ja auch Spaß machen. Der Vorteil wenn nicht “alles einfach nur hintereinander steht”, ist, das man nicht bei neu einzuordnenden Filmen alles “aufrücken” muss … das muss man eh oft genug, selbst wenn man einiges an Bereichen angelegt hat.

Wem hab ich noch die DVD geliehen?


Das Zusammenspiel zwischen DVD-Sammlung und recht aktivem Freundeskreis hat Nachteile. In dieser Konstellation fällt der Satz “Kann ich mir den hier mal leihen?” recht häufig. Natürlich traut man seinen Bekannten, aber Kontrolle ist besser: anfangs bemüht man sich einfach dran zu denken, später macht man sich Notizen. Aber spätestens wenn man Film XY nochmal sehen will und ihn komischerweise nicht im Regal findet, fragt man sich, wem man den geliehen hat. Den Notizzettel hat natürlich längst die bessere Hälfte beim Frühjahrsputz entsorgt. Um dem Abhilfe zu schaffen, haben wir ab der 500 Stück-Schallmauer angefangen uns mit dem Thema Datenbank zu beschäftigen. Aber die hilft nicht nur beim Nachhalten von verliehenen Exemplaren, auch der Gang über Flohmärkte oder Börsen wird dank mobiler Abfrage der DVD-DB um einiges erleichtert und man erspart sich den einen oder anderen Fehl- oder Doppelkauf.

Wir haben uns nach langem Suchen für den DVD Profiler von Invelos (Testbericht) entschieden, den es aber leider nur als PC-Version gibt. Die Hoffnung, das die Shareware irgendwann auch auf den Weg auf den Mac findet ist leider nicht sonderlich groß. Aber von allen angebotenen Lösungen, schien uns dieses Programm (zumindest nach dem Update auf die Vollversion) am vielversprechensten – und bisher sind wir immer noch zufrieden. Natürlich gibt es auch andere Lösungen, auch kostenlose, auch rein onlinebasierte. Ein Testbericht zum “Profiler” sowie Alternativen werden demnächst ein Thema sein.

Platz da


Jaja, der liebe Platz. Davon hat man ja eigentlich immer zuwenig. Augenscheinlich bieten sich als preiswerte Aufbewahrungsmethode diverse Regalsystem des bekannten schwedischen Möbelhauses an. Ob die nun Billy, Ivar oder Expedit heißen ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Aber: ideal ist eindeutig anders. Selbst die sinnvollste Variante (Billy) ist sowohl von der Tiefe als auch von der eingeschränkten Anordnung der Regalböden einfach Platzverschwendung. Noch benutzen wir diese, aber momentan eroieren wir eine maßgeschneiderte Lösung. Solange muss es aber noch die skandinavische Variante tun.

Uns würde interessieren wie ihr sammelt? Ähnlich? Völlig anders? Wie bewahrt ihr auf? Schreibts uns.


© Text: onyourscreen.de / AS

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