Und morgen Mittag bin ich tot
Artikel vom 21.08.2014 | Heimkino->DVD

Und morgen mittag bin ich tot



Rührend und zum sterben komisch


Begleitete Selbsttötung bzw. Sterbehilfe bei Schwerstkranken als Filmthema herzunehmen, ist sicherlich nicht die einfachste Wahl. Und doch suchte sich Frederik Steiner für sein Kinodebüt genau diese Thematik aus und verfilmte das Drehbuch "Mein Tod lebt in Zürich" von Barbara te Kock.

Mediafacts
Und morgen Mittag bin ich tot © Universum Film
© Universum Film
DVD-Cover: Und morgen Mittag bin ich tot
Titel: Und morgen Mittag bin ich tot
Originaltitel: Und morgen Mittag bin ich tot
getestete Version: DVD
Cast: Liv Lisa Fries, Sophie Rogall, Lena Stolze, Bibiana Beglau, Max Hegewald, Johannes Zirner, Minh-Khai Phan-Thi, Kerstin de Ahna
Regie: Frederik Steiner
Studio/Vertrieb: Universum Film
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungstermin: 2014
Produktionsjahr: 2014
Spieldauer: 98 Minuten
Sprache: Deutsch (DD 5.1)
Regioncode: 2
FSK: ab 12 J.

Filmkurzbeschreibung


Lea, 22 Jahre jung und an einer unheilbaren Lungenkrankheit im Endstadium leidend, möchte ihr Leben selber bestimmen - dazu gehört für sie auch die Entscheidung selbst zu bestimmen, wie ihr Ableben aussieht. Elendig Ersticken ist keine Option, meint sie. So macht sie sich auf in die Schweiz um die dort legale Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Von hier informiert sie ihre Mutter Hanna, Schwester Rita und Oma Maria, um ihren nahenden Geburts- und nun gleichzeitig auch Todestag im Kreise ihrere Familie zu verbringen. Auch ihr Ex Heiner macht sich auf den Weg nach Zürich, zudem lernt Lea Moritz kennen. Doch vor Ort nimmt nicht jeder Leas Entscheidung so einfach hin. Ihre Mutter ist nicht bereit, das Leben ihrer Tochter kampflos aufzugeben. Auch Rita und Heiner versuchen, Lea zu einer inneren Umkehr zu bewegen. Doch vergeblich. Während Lea versucht, den richtigen Weg aus dem Leben zu finden, muss ihr Umfeld lernen, mit ihrer unumstößlichen Entscheidung umzugehen.

trailer: Und morgen Mittag binich tot

Das meint onyourscreen.de zum Film


Und morgen Mittag bin ich tot lief tatsächlich nur in wenigen Kinos. Die vordergründig schwermütige und hochemotionale Geschichte erschien den Lichtspielhaus-Betreibern wohl als zu wenig zugfähig. Nun erscheint der durchaus kritische Film bei uns ausschließlich auf DVD. Kritisch? Nun, auch wenn hier nicht offensiv die viel liberalere und menschenwürdigere Einstellung zum Thema bei unseren Schweizer Nachbarn propagiert wird, macht der Film doch sehr deutlich, welche Unternehmungen Betroffene und Angehörige auf sich nehmen müssen, da ein solcher Schritt in Deutschland nicht möglich ist. Doch bei aller thematischen Wichtigkeit und Emotionalität kommt auch der Unterhaltungswert nicht zu kurz ... Leas freches Mundwerk, ihre selbstironische Ader und die Kabeleien mit Moritz entspannen das anrührende Thema doch stark. Und morgen Mittag bin ich tot rührt ebenso zu Tränen wie er einen zum Lachen bringt.
Und dass das so ist, ist vor allem Hauptdarstellerein Liv Lisa Fries zu verdanken, die zurecht mit dem „Nachwuchspreis als beste Darstellerin“ auf dem Bayerischen Filmpreis und mit dem Max Ophüls Preis als „Beste Nachwuchsdarstellerin“ für ihre wirklich beeindruckende Darstellung der todkranken Lea ausgezeichnet wurde.

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Bild links Bild rechts
  • Und morgen Mittag bin ich tot<br>© Universum Film
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Das Onyourscreen.de-Fazit zu Und morgen Mittag bin ich tot


Ein Film über den Wunsch einer jungen Frau ihr Leben bis zum Ende zu bestimmen: Und morgen Mittag bin ich tot. Gefühlvoll, witzig, einfühlsam, humorvoll und anrührend - sicherlich nicht jedermanns Sache, aber sicherlich einer der deutschen Filme, die man gesehen haben sollte, besetzt mit einer Hauptdarstellerin, von der man ganz bestimmt noch so einiges hören und sehen wird.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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