Artikel vom 06.12.2010 | Infos und Gewinnspiele

Übersicht: DVD-Verpackungen



Das Drumherum der DVD/Blu-ray ...


Hmmm? Braucht man das? Muss man wirklich wissen, wie die Hüllen heißen, die unsere Filmschätzchen vor Staub, Kratzern und Fingertapsern schützen? Wir finden ja, denn gerade wenn man gebraucht auf der Suche nach irgendwelchen Raritäten ist, tauchen die diversen Bezeichnungen öfters auf und können den Ahnungslosen doch recht schnell irritieren. Also haben wir uns gedacht, das wir ein wenig Übersicht, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, in die Welt der DVD- und Blu-ray-Umhüllungen zu bringen.

Ein Chrystal Clear Keep Case

Keep Cases, Amarays und Co.


Wenn man sich noch an die Videokassetten-Hüllen erinnert und sich die modernen Keep Cases anschaut, sieht man die direkte Verwandschaft. Tatsächlich ist dieses Hüllen-Format ? auch nach einem der (über 40) Hersteller Amaray genannt - der direkte Nachfolger der alten VHS- und Beta-Hüllen. Das Standardmaß des Keep Case ist 135 x 14 X 190mm, es gibt allerdings auch die Slim Cases, die nur eine Dicke von 7 mm aufweisen. In die transparente Aussenummantelung lässt sich ein Cover einstecken, innen ist in der Standardvariante links eine Halterung für ein Booklet und rechts ein Halter/Tray für die DVD als solches - es gibt allerdings viele Sonderformate. Die Kunststoff-Hüllen gibt es in den unterschiedlichsten Farben - am gebräuchlichsten sind die schwarzen und transparenten (Crystal Clear) Varianten. Blu-ray-Hüllen haben bis auf eine etwas geringere Höhe und die einheitliche blaue Farbgebung (die wir persönlich übrigens schauderhaft finden) die gleichen Merkmale.

Um die Optik und Haptik der Keep Cases zu erhöhen, kommen häufig sogenannte Slipcases zum Einsatz - das sind oft hochwertig bedruckte Kartonhüllen, die um die eigentlichen Cases gesteckt werden. Bei Boxen, gerade im TV-Serienbereich kommen oft große Slipcases zum Einsatz, die dann mehrere Slim-Keep Cases beinhalten.

Jewelcase

Super-Jewelcases und Snapper


Gerade in den Anfängen der DVD gab es vermehrt noch die sogenannten Super-Jewelcases. Das sind die hochwertigeren Verwandten der bekannten CD-Jewelcases, allerdings mit deutlich stärkeren Kunststoffwänden. Die äusseren Abmessung entprechen in etwa der normlen DVD-Boxen - allerdings sind die Super-Jewelcases etwas weniger dick. Diese Variante kommt trotzdem heutzutage nur noch sehr selten zum Einsatz - wenn überhaupt nur noch für irgendwelche Specials, wie bspw. für die "Preisgekrönte Filme"-Serie - hier allerdings mit zusätzlichem halboffenem Slipcase.
Auch fast ausgestorben sind die Snapper (auch Snap Case oder Snapper Case) - diese Boxen sind uns ausschließlich aus dem DVD-Programm von Warner Home Video bekannt. Diese (bei Einführung noch) kostengünstigere Variante besteht aus einem bedruckten "Deckel" aus Karton und rückwärtigem Plastiktray für die Disk. Der Schließmechanismus schnappte regelrecht ein, was dieser Variante vermutlich auch den Namen gab. Auch wenn noch DVD-Restmengen in dieser Verpackungsart verkauft werden, gilt diese Form der Aufbewahrung eigentlich als überholt.

Alles auf einen Blick

Digipaks, Steelbooks und Co.


Eine gerade bei Sammlern sehr beliebte Verpackungsart stellt das Digipak dar. Diese eingetragene Marke der Firma AGI bietet je nach Bauart Platz für bis zu 8 DVDs. Die meist aus Chromokarton hergestellten, geklappten Hüllen - auch unter dem Namen Digibook bekannt - tragen ihre DVDs auf eingeklebten, oft durchsichtigen Kunststoff-Trays und sind gerade bei Sammlern aufgrund der oft sehr aufwendigen Ausschmückung beliebt.
Meist werden die Digipaks mit Slipcases kombiniert - das bietet sich bei dem Format einfach an. Digipaks kommen übrigens sehr häufig bei Serien zum EInsatz - da hier meist 4 oder mehr Datenträger untergebracht werden müssen.

Als letztes kümmern wir uns noch um das Steelcase oder Steelbook. Die Steelbooks der Firma Glud&Marstrand kamen als erste auf den Markt - diese haben auch das Markenrecht auf den Namen Steelbook. Ähnliche Produkte gibt es unten den Namen Metalpak, Tinbook oder Metalcase. Die neueste Variante ist das sogenannte Queersteelbook - das nichts weiter tut, als das Motiv quer und nicht hochkant darzustellen. Ob das sinnvoll bzw. interessant ist, bleibt abzuwarten. Gemeinsam ist den Steelboxen die äussere Hülle aus Metall und das Kunststoffinnenleben.

Dazu kommen noch einige Sonderformate - gerade die Slipcases gibt es in zig Varianten. Einige seltenere Varianten kann man auf den Fotos in diesem Artikel entdecken.
Um einen grundsätzlichen Überblick zu haben, sollten aber die vorgestellten Varianten ersteinmal ausreichen.


© Text: onyourscreen.de / AS

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