Tierhorror on your screen
Artikel vom 30.06.2011 | Themen

TIERHORROR on your screen




Tierhorror? Ja, dieses Subgenre des Monster- und/oder Horrorfilms ist mehr als eine Erwähnung wert. Gemeint sind hier beispielsweise Filme die wilde Tiere in unnatürlichen Lebensräumen darstellen, größentechnisch mutierte Affen, Krokodile, Schlangen oder Insekten aber auch einfach "Schwarm-Filme" - hier bedrohen beispielsweise Unmengen von Bienen oder Ameisen die Menschheit. Oft zählen diese Streifen auch zu den sogenannten Rache-der-Natur-Filmen und haben eine mehr oder weniger unterschwellige Botschaft parat.
Neben den Klassikern wie Der weiße Hai, Formicula aber auch King Kong wollen wir hier eine Auswahl der nicht ganz so bekannten Ausuferungen dieses interessanten Genre präsentieren. Gerade die etwas älteren Exemplare strotzen vor Einfallsreichtum um die "tierische Gefahr" zu visualisieren - die moderneren setzen da eher auf Hightech-Animationstechniken, die aber selten den gewünschten Effekt erzielen.

Cover: Tarantula
Formicula
Originaltitel: Them!
Genre: SF, Tierhorror
Regie: Gordon Douglas
Cast: James Whitmore, James Arness, Edmund Gwenn, Joan Weldon
Produktionsland/-jahr: USA, 1954
 
Them! (übrigens der viel coolere Titel für diesen Film) wurde bereits 1954 gedreht, lief aber erst 1960 in den deutschen Kino, sogar erst '74 im TV. Diese Bugmovie war Inspiration für eine Menge an artverwandten Nachfolgern und zeigt - Fans wissen das - den jungen Mr Spock aka Leonard Nimoy in einer Nebenrolle. Der schwarz-weiße Horror strotzt nur so vor Klischees und ist trotzdem ein Garant für einen spannenden Filmabend mit Tricktechnik aus den '50ern.

Tarantula
Originaltitel: Tarantula
Genre: SF, Tierhorror
Regie: Jack Arnold
Cast: John Agar, Mara Corday, Leo G. Carroll, Nestor Paiva
Produktionsland/-jahr: USA, 1955
 
Der für seine einfallsreichen B-Movies bekannte Jack Arnold schuf 1955 nach Gefahr aus dem Weltall, oder Der Schrecken vom Amazonas mit Tarantula einen Film der Formicula recht ähnlich war. Auch hier ist das Militär schlussendlich der Retter der Menschheit, was uns aber nicht davon abhalten sollte dieses mittlerweile Kultstatus innehabende Movie in die eigenen Sammlung einzureihen. Alleine die ganzen offensichtlichen Filmfehler oder ein Clint Eastwood in einer seiner ersten Rollen sind ein Fest für Cineasten.

Natürlich gibt es eine Menge an offensichtlich passenden Filmen (beispielsweise die King Kong-Varianten) die allzu bekannt sind, die lassen wir hier an dieser Stelle aber weg. Einen Klassiker wollen wir aber nicht vergessen, vor allem da er eine Menge an Nachahmern, Mitläufern und Sequels hatte:

Cover: Der weiße Hai
Der weiße Hai
Originaltitel: Jaws
Genre: Tierhorror
Regie: Steven Spielberg
Cast: Roy Scheider, Robert Shaw, Richard Dreyfuss, Lorraine Gary
Produktionsland/-jahr: USA, 1975
 
Unfassbar was für eine Welle der nur sieben Millionen teuere "Schocker" damals ausgelöst hat. Das er weltweit über 450 Millionen einspielen würde, daran hätten die Macher und vor allem auch Regisseur Steven Spielberg vermutlich nicht mal in ihren kühnsten Träumen gedacht. Besonders hervorstechend ist hier auch zurückblickend die Dramatik, die vor allem durch den Soundtrack des genialen John Williams transportiert und auf die Spitze getrieben wurde. Die dann sowohl qualitativ als auch vom Erfolg abfallenden Teile Der weiße Hai 2 (1978), Der weiße Hai 3-D (1983) und Der weiße Hai – Die Abrechnung (1987) sollen nicht unerwähnt bleiben, sind aber wohl nur für "Komplettisten" interessant.

Lake Placid
Originaltitel: Lake Placid
Genre: Tierhorror
Regie: Steve Miner
Cast: Bill Pullman, Bridget Fonda, Oliver Platt, Brendan Gleeson
Produktionsland/-jahr: USA, 1999
 
Na sicher, auch wenn die Besetzung anderes verspricht ist Lake Placid irgendwie doch ein B-Movie, aber ein völlig zu Unrecht schlecht gemachtes. Der Film ist teils haarsträubend albern, die Protagonisten alle völlig überzeichnet und eher einer Horror-Komödie als ein richtiger Schocker. Durch die wirklich gelungene Tricktechnik lässt einem die Story über das "Monster-Krokodil" im See dann aber doch den einen oder anderen Schauer verspüren. Von uns ein: Thumbs up!
Verschweigen wollen wir nicht, das Lake Placid zwei mehr als durchschnittliche (TV-) Sequels nach sich gezogen hat - die aber auch nicht mehr als diese Erwähnung wert sind.

Cover: Lake Placid
Zwischendurch weisen wir auf Arac Attack hin, den wir schon umfassend besprochen haben - hier gehts zum OYS- Review dieses sehenswerten modernen B-Movie mit riesig-mutierten CGI-Achtbeinern. Und wo wir gerade bei Spinnen sind, darf der Klassiker hier natürlich nicht fehlen:

Arachnophobia
Originaltitel: Arachnophobia
Genre: Tierhorror
Regie: Frank Marshall
Cast: Jeff Daniel, Harley Jane Kozak, John Goodman, Julian Sands
Produktionsland/-jahr: USA, 1990
 
Frank Marshall, besser bekannt als Mitbegründer und -inhaber der Produktionsfirma "Amblin Entertainment" schuf mit Arachnophobia einen Meilenstein des Genre. Der recht teuer produzierte Film weiß mit Spannung, wirklich hervorragenden Schockeffekten und einer zwar typischen aber gut durchdachten Geschichte zu überzeugen. Wer danach immer noch keine Panik bei dem Anblick eines Spinnentiers hat, der ist durch wirklich nichts zu beeindrucken.

AntRage - Der Ameisenmann

Originaltitel: AntRage - Der Ameisenmann
Genre: Komödie, Tierhorror
Regie: Christoph Gampl
Cast: Götz Otto, Yasmina Filali-Bohnen, Lars Rudolph, Elisabeth Volkmann
Produktionsland/-jahr: Deutschand, 2002
 
Dieses unfassbare Machwerk stammt tatsächlich aus Deutschland und ist sogar gut besetzt. Was bleibt ist trotzdem grober Unfug der nur Filmfans mit dem Hang zum Absurden zu empfehlen ist. Aber: wir fanden ihn super :-) So ganz in die hier vorgestellte Reihe passt er nicht, aber was solls.

Na, welche Tiere hatten wir noch nicht? Richtig: Schlangen. Da fällt einem direkt der recht aktuelle Snakes on a plane ein, aber der was uns zu egal um ihn hier vorzustellen. Folgenden Film dagegen wollen wir euch nicht vorenthalten:

Anaconda
Originaltitel: Anaconda
Genre: Abenteuer, Tierhorror
Regie: Luis Llosa
Cast: Jennifer Lopez, Ice Cube, Jon Voight, Owen Wilson
Produktionsland/-jahr: USA, 1997
 
Was auch immer Luis Llosa sich bei diesem CGI-Müll gedacht hat, konnte er auch mit der recht bekannten aber völlig lustlos agierenden Schaupielriege kompensieren. Langweilig und schlechte Effekte machen manchmal wundervollen Trash, manchmal einfach einen wirklich schlechten Film. Letzteres ist hier der Fall.

Bei dieser kleinen Auswahl an Tierhorrorstreifen wollen wir es in diesem Bericht ersteinmal belassen. Das das Genre natürlch hunderte Filme aus diesem Genre zu bieten hat, beweist nicht nur die gut informierte Webseite tierhorror.de. Wir werden ganz sicher auf das Thema mit weiteren Tipps zurückkommen. Wer sich grundsätzlich für solche Genres interessiert könnte Gefallen finden an diesem Artikel: Monster on your screen


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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