The Vatican Tapes © Universum Film
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Artikel vom 19.12.2015 | Heimkino->Blu-Ray

The Vatican Tapes




Mark Neveldine hat bisher ja nur eine kurze und sehr schwankend bewegte Regie-Vita vorzuweisen. Da mischt sich ein von Action-Fans geliebter Crank (und dessen immer noch durchschnittliches Sequel) mit Gurken wie Biker Boyz und Ghost Rider: Spirit of Vengeance ... Wie passt da ein so gar nicht auf Action ausgelegter The Vatican Tapes hinein? Und in welche qualitative Liga wird sich der Exorzismus-Thriller eingruppieren?

Mediafacts
The Vatican Tapes © Universum Film
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Cover: The Vatican Tapes
Titel: The Vatican Tapes
Originaltitel: The Vatican Tapes
getestete Version: Blu-ray
Cast: Olivia Taylor Dudley, Michael Peña, Djimon Hounso
Regie: Mark Neveldine
Vertrieb: Universum Film
Produktionsland: USA
Erscheinungstermin: 2015
Produktionsjahr: 2015
Spieldauer: 91 Minuten
Regioncode: 2
FSK: ab 16 J

Filmkurzbeschreibung


Angela Holmes (Olivia Taylor Dudley) führt ein glückliches und ruhiges Leben. Nach einer vermeintlich harmlosen Verletzung ändert sich dies jedoch: Das Verhalten der jungen Frau wird zusehends unberechenbar und sie scheint, jeden in Gefahr zu bringen, der ihr zu nahe kommt. Seltsame Unfälle geschehen, Menschen verletzen sich oder sterben. Nachdem Ärzte nicht helfen können, wendet sich der örtliche Priester, Pater Lozano (Michael Peña), der überzeugt ist, Angela sei von einem Dämon besessen, in letzter Hoffnung an den Vatikan. Dort nehmen sich Vikar Imani (Djimon Hounsou) und Kardinal Bruun (Peter Andersson) des Falls an. Schon bald stellt der erfahrene Exorzist Bruun fest, dass sie es mit einer deutlich mächtigeren satanischen Gewalt zu tun haben, als sie zunächst dachten. Ein Kräftemessen zwischen Himmel und Hölle beginnt…

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  • The Vatican Tapes<br>© Universum Film
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Das meint onyourscreen.de zum Film


Kommen wir direkt mal zu den positiven Aspekten von The Vatican Tapes und hier muss man vor allem die Optik des Streifens loben. Hat man anfangs Angst es mit einem neuerlichen Found Footage-Vertreter zu tun zu haben, stellen sich die wenigen so dargestellten Szenen aber Gott sei Dank (ui, hier klingt das fast wie Blasphemie) als sinnig und nicht nervig heraus. Die düstere Atmosphäre ist gekonnt und teils mit ungewöhnlichen Perspektiven eingefangen - man erkennt durchaus das Potential von Regie- und Kameraarbeit. Dazu gefallen einige Schrecksekunden, die einen - auch wenn sie meist vorhersehbar sind - durchaus die Stuhllehnen konsequenter festhalten lassen.
Dummerweise haben wir aber nun alle positiven Aspekte abgearbeitet, der Rest weiß einfach nicht zu begeistern. Die Darsteller beliben blaß und ihre Figuren dem Zuschauer völlig gleichgültig. Sowohl Newcomerin Olivia Taylor Dudley als auch die alten Hasen Michael Peña oder Djimon Hounsou bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück, vermutlich aber einfach deshalb, weil die Produktion als solche nicht mehr hergibt. Zu oft hätte ein "Cut, nochmal von vorne" geholfen, aber Drehzeit ist Geld. Irgendwie erkennt man hier doch sehr stark, in welch schlechter Verfassung der Horrorfilm als solches ist, denn auch in The Vatican Tapes war offensichtlich Gewinnmaximierung die stärkste treibende Kraft.


Das Onyourscreen.de-Fazit zu THE VATICAN TAPES


Von fragwürdigen und erzkatholischen Simpeleien getrieben, mag dem Wenig-Seher The Vatican Tapes vielleicht sogar gefallen. Doch birgt er bis auf einige Jump Scares kaum Spannung, noch weniger Empathie für die handelnden Charaktere und überhaupt nichts Neues für das Subgenre des Exorzismus-Thrillers. Allein die Optik weiß den versierten Horrorfan zu überzeugen, das Ende kann man zumindest als "interessanten Ansatz" wahrnehmen ... sollte man überhaupt bis dahin kommen und nicht zu enttäuscht davon sein

Mit einem Making of, Interviews,einem Featurette und Wendecover ist die Blu-ray ganz ordentlich ausgestattet - ob sich jemand die Mühe macht gerade bei diesem Titel die Special Features durchzusehen, bleibt allerdings fraglich.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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