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Artikel vom 12.04.2013 | Heimkino->Blu-Ray

The Supercapitalist



Geld oder Moral?


Sechs Jahre Vorbereitung und Produktionszeitraum bis zur Day-and-date Premiere (gleichzeitige Veröffentlichung im Kino, TV und als Video on Demand) für einen Independent-Film? Derek Ting, asia-amerikanischer Schreiber, Macher und Hauptdarsteller von dem nun auch auf dem deutschen Verleih- und Verkaufsmarkt angekommenen The Supercapitalist hat sich ganz schön Zeit gelassen. Zu recht?

Filmkurzbeschreibung


Mediafacts
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The Supercapitalist
Titel: The Supercapitalist
Originaltitel: Supercapitalist
getestete Version: Blu-ray
Cast: Linus Roache, Derek Ting, Darren E. Scott, Kathy Uyen
Regie: Simon Yen
Produktionsland: USA/Hong Kong
Studio/Verleih: Los Banditos Films
Erscheinungstermin: 2013
Produktionsjahr: 2012
Spieldauer: 102 Minuten
Sprache: Deutsch (D 5.1), Englisch (DD 5.1), Chinesisch (DD 5.1)
Regioncode: 2
Format: 16:9 - 1.77:1 FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
New York/Hong Kong: Der hochtalentierte amerikanische Hedgefonds Manager Conner Lee (Derek Ting) hat es geschafft: Für einen lukrativen Deal wird er nach Hong Kong geschickt. Ziel ist es, nach und nach die Kontrolle über das alteingesessene Familienunternehmen "Fei and Chang" zu bekommen. Vor Ort plant Connor mit seinem Kollegen Quentin (Darren E. Scott) die feindliche Übernahme der traditionell und familiär geführten Firma. Als er die attraktive Natalie (Kathy Uyen), die der Inhaberfamilie auch persönlich sehr nahe steht, kennen und lieben lernt, überkommen ihn moralische Zweifel, ob Geld alles ist, was im Leben zählt. Nach und nach erkennt er, dass er für seinen Chef Mark (Linus Roache) nur eine Marionette war, um vom ganz großen Deal abzulenken. Ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen seinen Arbeitgeber beginnt ...

Das meint onyourscreen.de zum Film


The Supercapitalist führt uns in die oftmals halbseidene aber sicherlich auch aufregende Welt der Hedgefonds, der Hochfinanz und des Extremkapitalismus. Der Glamour und der Prunk des damit verbundenen Yuppietums im glitzernden und blinkenden Hongkong ist durchaus eindrucksvoll eingefangen. Getreu dem Motto „So viel Geld machen wie es nur geht", zeigen die Protagonisten des Films, welche Macht die Global Player der Finanzwirtschaft haben. Das Menschliche bleibt dabei auf der Strecke. Zynisch, gewissenlos und geldgeil gehen die "Herren des Geldes" vor und schrecken dabei vor nichts, wirklich nichts zurück.
Was Selfmade-Produzent Derek Ting und der regie-debütierende Simon Yin hier mit viel Einsatz und Enthusiasmus auf die Beine gestellt haben, überzeugt optisch und stimmungstechnisch an vielen Stellen. Den Indie-Faktor sieht man dem Film eigentlich nicht an. Das die Story sich größtenteils an Wall Street anlehnt, haben wir auch nicht als sonderlich störend empfunden. Was tatsächlich stört ist die stotternde, eher unaufgeregte Handlung und die schwachen Dialoge. Die dazu noch nahezu emotionslose deutsche Synchronisation nervt zusätzlich.


Das onyourscreen.de-Fazit zu The Supercapitalist


Eine zwar leicht kopierte aber durchaus spannende Story und ein oft beeindruckend eingefangenes Hongkong halten den Zuseher am Bildschirm. Die schwachen Dialoge, die unterirdische Synchro und die teils hölzerne Darbietung sorgen dafür, das The Supercapitalist aber höchstens als Mittelmaß einzustufen ist. Trotzdem gebührt dem Eifer der nahezu "One-Man-Show Derek Ting" Respekt gezollt - das muss man erstmal hinkriegen.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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