The Soultaker © ©TATSUNOKO PRO/「The SoulTaker」Production Party
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Artikel vom 17.07.2019 | Heimkino->Serien

The Soultaker



Psychedelisch und morbid


The Soultaker © ©TATSUNOKO PRO/「The SoulTaker」Production Party
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Cover The Soultaker
Anime- und Japan-Spezialist Nipponart veröffentlichte am 12. Juli 2019 die komplette 13-teilige Anime-Serie The Soultaker. Diese stammt aus dem Jahr 2001 und überzeugt vor allem Freunde von experimenteller Visualisierung bei eher erwachsenem Content.

Serienkurzbeschreibung


Kyosukes Leben wird durch einen Messerstich in sein Herz schlagartig verändert. Obwohl er diesen überlebt, wird er seitdem von schrecklichen Visionen und grotesken Wesen verfolgt. Außerdem findet Kyosuke heraus, dass sein Körper ein gefährliches Geheimnis verbirgt, denn in ihm erwacht der „Soultaker“, der weitere Opfer fordert ...

Das meint Onyourscreen.de zur Serie


Im Grunde bietet dieser Anime eine recht simple "Der menschliche Held mit dem Monster im Körper nimmt es mit dem übermächtigen Feind auf"-Story, wie sie durchaus bereits das eine oder andere mal erzählt wurde. Auch wenn die The Soultaker-Autoren alle Mühe darauf gelegt haben, die Serie möglichst komplex wirken zu lassen, sind das die 13 Folgen, zumindest wenn man die zwischendrin konfuse Erzählweise einzuordnen weiß, nur oberflächlich. Unübersehbar wurden hier Anleihen auch bei diversen klassischen Comics/Filmen (mit mystischen/klerikalen Helden a la Constantine z.B.) genommen, überhaupt hat man den Inhalt eher erwachsen angelegt.

The Soultaker © ©TATSUNOKO PRO/「The SoulTaker」Production Party
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Eigenwillige Backgrounds

Optisch ist The Soultaker ein extrem polarisierendes Projekt: die wild wechselnden, extrem experimentellen Backgrounds gemischt mit den ansonsten meist klassischen Zeichnungen, werden aufgeschlossenen Animefreunden sicherlich super gefallen. Konventionelleren Zusehern kann das oftmals psychedelische Geflacker durchaus auf die Nerven gehen, für Epileptiker sollte eine Warnung vor so mancher Folge eingeblendet werden. Nein, wir übertrieben nicht! :-)

onyourscreenSHOTs

Bild links Bild rechts
  • The Soultaker<br>© ©TATSUNOKO PRO/「The SoulTaker」Production Party
  • The Soultaker<br>© ©TATSUNOKO PRO/「The SoulTaker」Production Party
  • The Soultaker<br>© ©TATSUNOKO PRO/「The SoulTaker」Production Party
  • The Soultaker<br>© ©TATSUNOKO PRO/「The SoulTaker」Production Party
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Die Charakterzeichnung ist anfangs in ordnung, im Grunde aber eher oberflächlich. Was es etwas erschwert wenn Charaktere für ganze Folgen nicht mehr auftauchen, dann aber wieder eine wichtige Rolle spielen. Die Action dagegen ist over the top und begeisternd. Oftmals wurde über die Action hinaus allerdings der Storyverlauf etwas vernachlässigt oder in zuviel wirren Verklausulierungen verdreht. So muss man trotz einer relativ einfachen Geschichte höllisch aufpassen, um ja keine Wendung oder neue Einflüsse zu verpassen. Nix für Second-Screen.Seher. Die Musik allgemein ist gefällig bis prima, Opening und Ending vielleicht etwas zu soft für die Serie.


Nipponart präsentiert seit dem 12. Juli 2019 alle Folgen im SDFormat auf einer Blu-ray als exklusive Collector’s Edition. The Soultaker stammt aus den legendären "Tatsunoko Studios", Regie führte niemand Geringeres als Akiyuki Shinobu. Die Blu-ray kommt in der üblichen Softbox/Amaray und bietet neben dem Wendecover ohne FSK-Flatschen (und ohne den großen Aufruck "SDonBlu-ray") noch einen recht großen Sticker. Neben den ca. 320 Minuten der Serie finden sich ansonsten keine Extras auf der Disk. Die Serie liegt im O-Ton mit zuschaltbaren deutschen Untertiteln, aber auch in recht guter deutscher Synchro vor.


© Text: onyourscreen.de / BM


 
 
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