The Sea of Trees © Ascot Elite
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Artikel vom 16.01.2017 | Heimkino->Blu-Ray

The Sea of Trees



Liebe wird dich nach Hause führen


The Sea of Trees © Ascot Elite
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Blu-ray-Cover: The Sea of Trees
Gus van Sant, bekannt für ausgezeichnete Filme wie Drugstore Cowboy oder Good Will Hunting und in der Regel nicht so eingängigen Themata in seinen Werken, nimmt sich in The Sea of Trees erneut eines garnicht so einfach zu verfilmenden Motivs an: dem Selbstmord.

Filmkurzbeschreibung


Der amerikanische Mathematiker Arthur Brennan fliegt nach Tokio und begibt sich dort in den „Selbstmörder-Wald“, den so genannten Aokigahara-Wald, am Fuße des Fuji, um seinem Leben dort ein Ende zu bereiten. Schon nach einigen hundert Metern abseits der Pfade hat er sich hoffnungslos verirrt. Doch als er sein Vorhaben gerade in die Tat umsetzen will, wird er von dem japanischen Geschäftsmann Takumi Nakamura unterbrochen. Dieser hegte ebenfalls den Wunsch nach dem Freitod, doch nun kommen ihm Zweifel. Für die beiden beginnt eine Reise der Reflexion und des Überlebens. In Rückblenden durchlebt Arthur unterdessen noch einmal seine gescheiterte Ehe mit seiner labilen, alkoholkranken Frau Joan, die nicht über sein Fremdgehen hinwegkommt und zudem an einem Gehirntumor leidet…


Das meint Onyourscreen.de zum Film


Besetzt mit Matthew McConaughey, Ken Watanabe sowie Naomi Watts und ausgeführt von einem mehrfach ausgezeichneten Regisseur - was soll da schief gehen? Nun, zumindest in Cannes ist der Film nicht nur durchgefallen, sondern regelrecht ausgebuht worden. Aber mal ernsthaft - genau für das Publikum ist The Sea of Trees auch viel zu simpel, zu vorhersehbar und das Spiel der Mimen zu bedeutungslos. Ja selbst der zuletzt wirklich alles richtig machende Mann mit dem verflixten Namen - Matthew McConaughey -, der sich eine Toprolle nach der anderen heraussucht (Mud, True Detectives, Interstellar, Dallas Buyers Club), bleibt in diesem Film weit hinter seinen Möglichkeiten. Selbst er kann, genauso wenig wie Watanabe oder Watts dem recht flachen Plot durch eindrucksvolles Spiel ein wenig mehr Würze verpassen. Bevor das hier übrigens missverstanden wird: man kann sich The Sea of Trees schon ansehen, vor allem die sehr ruhigen und melancholischen ersten 30 Minuten sowie die wundervoll fotgrafierten Aufnahmen des Aokigahara-Waldes wissen zu gefallen. Mit dem „Meer aus Bäumen“, was „Aokigahara“ übersetzt bedeutet, hat Gus van Sant einen mythischen Ort als Schauplatz gewählt. Den undurchdringlichen Wald am Fuße des Fuji, der von einem regelrechten Selbstmord-Tourismus heimgesucht wird, gibt es wirklich. Nach einer alten Legende ist der Wald ein Hort böser Geister, den sogenannten y?rei, die sogar so mächtig sind, dass sie den Bäumen Energie verleihen sollen. Doch was nützen die besten Darsteller und tolle Szenerien, wenn einem Streifen im Großen und Ganzen einfach zuviel fehlt, um ihn zu etwas besonderem zu machen - vor allem das Mystery-Element wird hier in Belanglosigkeiten und einem viel zu banalen Ende komplett verschenkt.

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  • The Sea of Trees<br>© Ascot Elite
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The Sea of Trees erscheint im Verleih von Ascot Elite Entertainment Group und ist seit 13. Januar 2017 auf DVD und Blu-ray Disc im Vertrieb über Universum Film erhältlich. Digital steht das Drama seit dem 22. Dezember 2016 zur Verfügung.


© Text: onyourscreen.de / AS

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