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Artikel vom 30.03.2013 | Heimkino->DVD

The Man with the Iron Fists



Hip-Hop-Martial-Arts?


Wu-Tang Clan-Chef und Schauspieler Robert Diggs, besser bekannt unter seinem Lieblingspseudonym RZA ist ein bekennender Fan klassischer Martial Arts-Filme. Wenn ein solch glühender Verehrer dann eine Art Hommage an das Kung-Fu- und Shaolin-Kino der Shaw-Brothers dreht, kann man gespannt sein. Waren wir auch. Zurecht?

Filmkurzbeschreibung


Mediafacts
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Cover: The Man With The Iron Fists
Titel: The Man With The Iron Fists
Originaltitel: The Man With The Iron Fists
getestete Version: DVD
Cast: RZA, Rick Yune, Russell Crowe, Lucy Liu, Dave Bautista
Regie: RZA
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: Universal/DVD
Erscheinungstermin: 2013
Produktionsjahr: 2012
Spieldauer: 91 Minuten
Sprache: Deutsch, Englisch
Regioncode: 2
Format: 2.40:1 Anamorph Widescreen
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren (Blu-ray: 18 J.)
China im 19. Jahrhundert: Eine große Ladung Gold ist schwer bewacht, unter anderem von "Gemini male" und "Gemini female", auf dem Weg zum kaiserlichen Palast und jeder ist scharf drauf. Rivalisierende Clans wie der Löwen-, Hyänen- oder Wolfclan aber auch Kung-Fu-Solisten gehen über Leichen um an die Ladung zu kommen. Aber selbst innerhalb der Clans wird gestritten - so wird bespielsweise der Anführer der Lions - "Gold Lion" - von seinem Vize - "Silver Lion" - ermordet. Das ruft selbstverständlich den Rache suchenden Sohn des Verstorbenen Ober-Lion "X-Blade" auf den Plan. Auch Bordellbesitzerin "Blossom" und der berüchtigte "Jack Knife" tragen zum Ränke und Verwirrspiel bei und mitten drin ein geheimnisvoller Schmied mit besonderen Waffenschmiedeskills. Als diesem beide Hände abgehackt werden, schwört er blutige Rache und zieht in den aussichtslos erscheinen Kampf ...

Das meint onyourscreen.de zum Film


Schon verwirrt von den ganzen Figuren in der Kurzbeschreibung? Macht nix, die Handlung von The Man with the Iron Fists, die sich oft und gerne in Nebenfiguren verliert, ist, ähnlich wie in den klassischen Vorbildern nur Statist neben der Hauptrolle namens Kampfchoreographie - und damit zu vernachlässigen. Was auffälliger als die Handlung ist, ist beispielsweise die optische Ausstattung. Hier wurde ordentlich aufgefahren und der Look entspricht sicherlich irgendwie dem, wie ein klassischer Kung-Fu-FIlm der frühen Jahre heutzutage aussehen würde: klischeeüberladen und bunt. Besonders das Zentrum der Handlung, das Bordell der Madam Blossom, strahlt über allem in pink und goldenem Klimbim. Cool soweit, wirklich. Doch bis auf die spleenig-witzige Nebenrolle des Jake Knife, verkörpert durch Russell Crowe, waren das auch schon alle Highlights. Denn weder können die restlichen Figuren des Films einen mitreissen, noch imponieren einem die für einen solchen Film essentiellen Fights. Da die (meisten) Hauptdarsteller sicherlich nicht zu den Kampfkunst-Könnern zählen, versucht der Schnitt das meiste zu kaschieren. Das nimmt dem ganzen aber wiederum seine Dynamik - nur die interessanten und teils abgedrehten Ideen, gespickt mit diversen fast schon gorigen Splattereinlagen versüßen einem den Martial-Arts-Filmabend.
Das größte Manko des Films ist leider eh sein Urheber: RZA spielt den heroischen Schmied mit den eisernen Fäusten derart gelangweilt, das es schon fast nicht zu glauben ist. Möglicherweise ist das gar beabsichtigt gewesen?! Uns hat es allerdings nichts gegeben.
Das neben einigen wenigen Stellen auch noch die Musik unpassend klingt und weder Choreo noch Handlung unterstützt, wollen wir nicht unerwähnt lassen.


Das meint onyourscreen.de zur DVD


Die DVD FSK 16, die Blu-ray FSK 18? Wie bitte? Möglicherweise möchte man das geneigte pubertäre Publikum nicht vergrätzen und bringt nur die Blu-ray als Extended Version und mit Freigabe ab 18 Jahre heraus. Aber das man der DVD dann auch noch nullkomma gar keine Extras spendiert, grenzt schon an Diskriminierung. Seltsam Politik.

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  • Bild aus Fotogalerie<br>© Universal
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Das onyourscreen.de-Fazit zu The Man with the Iron Fists


Ansatzweise ist die eigentlich phantasiereiche Idee einer Hommage an das Kung-Fu-Kino der 70er und 80er Jahre unterhaltsam. Doch Russell Crowe, Lucy Liu, David Bautista und Rick Yune schaffen es nicht RZA's dezent gelangweilte Hauptrolle aufzuwiegen Die Fights sind zwar kreativ bis strange, meist aber leider nicht von hochwertiger Natur. Damit fehlt es dem Gesamtwerk The Man with the Iron Fists an genau dem, was man sich von ihm erwartet hat. Sicherlich ist der Streifen kein Reinfall, aber zumindest wir haben uns da mehr erhofft. Schade.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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