The Last Days on Mars © Universum Film
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Artikel vom 06.08.2014 | Heimkino->Blu-Ray

The Last Days on Mars



Zombies mal woanders ...


Endlich wieder ein gruseliger Science-Fiction à la Alien? Mit Liev Schreiber? Warum nicht! The Last Days on Mars erweckt auf Anhieb den Anschein einer Spaß und Spannung versprechenden Mixtur, auch wenn man, so wie wir, bisher von Regisseur Ruairi Robinson noch nichts gehört hatte.

Mediafacts
The Last Days on Mars © Universum Film
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Cover: The Last Days on Mars
Titel: The Last Days on Mars
Originaltitel: The Last Days on Mars
getestete Version: Blu-ray
Cast: Liev Schreiber, Elias Koteas, Romola Garai, Olivia Williams, Johnny Harris
Regie: Ruairi Robinson
Produktionsland: UK/Irland
Studio/Verleih: Universum Film
Erscheinungstermin: 2014
Produktionsjahr: 2013
Spieldauer: 98 Minuten
Sprache: Deutsch (DTS HD 5.1), Englisch (DTS HD 5.1)
Regioncode: 2
FSK: ab 16 J

Filmkurzbeschreibung


Frustrierend. Sechs Monate mehr oder minder fruchtlose Forschung auf dem Mars und nur noch wenige Stunden bis das ablösende Team eintrifft. Die Suche nach Leben auf dem roten Planeten verlief für das achtköpfige Forscherteam so gut wie erfolglos - in 19 Stunden treten sie die Rückreise zur Erde an - die Stimmung ist auf dem Nullpunkt. Doch Marco Petrovich stößt auf den letzten Drücker auf fossile Abdrücke einer fremden Lebensform und bricht zusammen mit seinem Teamkollegen Harrington zur Fundstelle auf. Das Fortbleiben der beiden Kollegen bleibt nicht lange unbemerkt und so begeben sich Missionsleiter Brunel und seine Crew auf die Suche. Doch sie erwartet mehr, als sie ahnen …

Das meint onyourscreen.de zum Film


Auch wenn der "Mars" visuell recht "irdisch" daherkommt, können die Locations von The Last Days on Mars überzeugen. Das szenarische Highlight zu Beginn ist sicherlich der eindrucksvolle Sandsturm, aber auch die Erkundungsfahrzeuge und das Innere der wissenschaftlichen Marsstation wirken realistisch und lassen auf einen ernstzunehmenden Science Fiction hoffen. Dazu entwickeln sich zu Anfang schon interessante Charaktere die Lust auf mehr machen. The Last Days on Mars beginnt zwar recht lazy, immerhin hat die Crew nur noch 19 Stunden bis zu ihrem Rückflug, versprüht aber ab den ersten Minuten schon eine nervöse Spannung. Die frustrierte Erfolglosigkeit des Teams ist das eine, die inneren Konflikte einiger Crewmember das andere, aber auch die Anfeindungen untereinander erzeugen eine gewisse Stimmung ... es wabbert das Unheil über der Mars-Station. Als Marco Anomalien in einer Gesteinsprobe entdeckt, sich unter falschen Behauptungen mit seinem Kumpel Richard kurzfristig nochmal zum Fundort aufmacht und dort scheinbar in eine Erdspalte stürzt, eilt das restliche Team zur Rettung. Die Zeit wird knapp, der Druck wächst, die mysteriösen Entdeckungen lassen die Spannnung steigen ...

Trailer: The Last Days on Mars

Doch dummerweise begnügt sich Regisseur Ruairi Robinson nicht mit dramatischen Zuspitzungen. Das alles waren nur Vorbereitungen zum Hauptanliegen des Films - der möchte nämlich ein Horrorfilm sein. Im speziellen ordnet sich The Last Days on Mars sogar dem Subgenre Zombiefilm unter, denn die gefundenen Anomalien sind Bakterien, die die Crewmember in mordlüsterne Untote verwandeln.
Prima, Zombies on Mars, auch mal schön! Warum auch nicht, wir haben ja nichts gegen innovative Untotenfilme. Nur ist es mit der Innovation leider nicht weit her. Denn ab genau diesem Zeitpunkt läuft alles nach dem Schema "im Slasher- oder Zombiefilm müssen sich alle Beteiligten möglichst bescheuert verhalten". Fortan hetzen die Untoten die Bald-Toten von einem Raum in den nächsten, über das Innere eines Fahrzeugs. über ein Labor zu einem anderen Teil der Station und wieder zurück. Wäre ja alles zu ertragen, wenn wenigstens die "Scare moments" stimmen würden, doch die gibts kaum. Auch noch ok, wenn wenigstens die "Gore moments" schön blutig wären, doch Pusteblume ... nix da. Was auch immer hier passieren sollte, was auch immer hier an Spannung aufgebaut werden sollte, wer auch immer von diesem SF-/Horror-Mix angesprochen werden sollte ... lasst euch gesagt sein: es hat nicht funktioniert.

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  • The Last Days on Mars<br>© Universum Film
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Das meint onyourscreen.de zur Blu-ray


The Last Days on Mars ist ab dem 15. August 2014 sowohl auf DVD als auch Blu-ray erhältlich! Das Bonusmaterial enthält neben der deutschen und englischen Tonspur in DTS HD 5.1 auch interessantes B-Roll Material, Interviews, Visual Effects und Trailer.

Das Onyourscreen.de-Fazit zu THE LAST DAYS ON MARS


Mit ihrer rund sieben Millionen teuren, englisch-irischen Produktion transportieren Regisseur Ruairi Robinson und Produzent Michael Kuhn das nicht tot zu kriegende Zombie-Genre (wie auch, Genretod durch Headshot?) kurzerhand auf den Mars. Grundsätzlich eine interessante Idee, die dazu stimmig beginnt. Doch leider reicht das Können der Macher hier ausschließlich für die ruhigen Momente und die Aufbereitung der Grundstory. Der Horrorpart wirkt dann leider ziemlich verpatzt, hier hätte man innovativer, mit weniger stereotypischem Blödsinnsverhalten der Opfer, viel spannender und gerne auch blutiger ans Werk gehen sollen. So bleibt The Last Days on Mars ein mittelmäßiger SF-Horror, den man vermutlich schnell wieder vergisst.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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