The Huntsman and the Ice Queen © Universal Pictures
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Artikel vom 09.04.2016 | Echtes Kino

The Huntsman & the Ice Queen



Fantasy-Märchen-Mix


War Snow White & the Huntsman schon recht weit weg vom klassischen "Schneewittchen" der Gebrüder Grimm, schafft es der Nachfolger der finanziell erfolgreichen Märchenverfilmung sich noch weiter vom narrativen Ursprung zu entfernen. Kristen Steward als Snow White kommt garnicht mehr vor, dafür darf sich Emily Blunt als Freya die Eiskönigin, eigentlich eine Figur aus den Erzählungen des Hans Christian Andersen, neben den bekannten Huntsman Eric (Chris Hemsworth) und Ravenna (Charlize Theron) beweisen.


Filmkurzbeschreibung


Lange bevor Ravenna durch das Schwert von Snow White in die ewige Verdammnis geschickt wurde, wird das Herz ihrer schönen Schwester Freya durch einen gemeinen Verrat gebrochen. Die von da an als Ice Queen in einem weit entfernten Palast herrschende Despotin, zieht sich ein Heer von Huntsmen heran und erobert Kömigreich um Königreich. Unter den gut ausgebildeten Jägern befinden sich auch Eric und die Sara, die der Ice Queen treu ergeben sind. Als sie ihre Gefühle für einander entdecken, brechen sie damit das höchste Gesetz in Freyas Königreich: Du darfst nicht lieben ...

The Huntsman and the Ice Queen © Universal Pictures
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Kinoplakat: The Huntsman and the Ice Queen

Das meint Onyourscreen.de zum Film


Es dauert schon ein wenig bis man sich - obwohl man den Vorgänger kennt - in die Story von The Huntsman & the Ice Queen hineingesehen hat. Das Drehbuch kämpft auffällig damit, eine neue Story um die alte Snow White-Story herumzustricken. Zuerst vor dem Vorgänger spielend, kommt die Geschichte erst nach dem Zeitsprung hinter dessen ursprüngliche Handlung tatsächlich in Fahrt. Warum man ausgerechnet den fürs Kino eher ungeeigneten Prequel/Sequel-Mix gewählt hat, bleibt fraglich. Die Optik des Streifens bleibt dem Original treu, Special Effects und CGI sind auf hohem Niveau - was zumindest bei unserem Kinobesuch nicht für das 3D galt. Vielleicht lag es am Kino, aber erstens war der Film aufgrund der Brillen generell zu dunkel (ein übliches Problem, ja, aber hier ist es uns verstärkt aufgefallen) und zweitens konnten uns die Tiefeneffekte nicht überzeugen. Zudem kamen diverse Actionsequenzen auffällig verschwommen rüber. Überzeugen konnte witzigerweise die Figur des Huntsman: Chris Hemsworth verpasst seiner Figur hier einen sehr modernen, ja fast emanzipierten Charakter. Um die Lady seines Herzens zu überzeugen spielt er nicht immer nur den dicken Helden-Maxe, sondern lässt sich auch gerne mal gängeln, ja gar verprügeln und steckt das mit einem verschmitzten Lächeln weg. Ebenso erfrischend kommen die beiden Zwergendamen daher, die eher comiquesque den Gegenpart zum schon aus dem ersten Teil bekannten Zwerg Nion (Nick Frost) und seinem ebenso kleinen Partner spielen. Allerdings wars das dann auch schon mit den positiven Aspekten zu The Huntsman & the Ice Queen, denn weder die Dramaturgie noch die Geschichte als solches konnte uns wirklich mitreissen. Sicher, beide Streifen sind eher für das weibliche Publikum gedreht, doch auch die stehen nicht generell auf simpelste Plots gespickt mit schönen Menschen. Was soll eigentlich der Spiegel, was will eigentlich Ravenna und liebt Freya nicht eigentlich ihre Huntsman (Kinder?), denen sie die Liebe verbietet? Alles ein wenig seltsam.

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  • The Huntsman and the Ice Queen<br>© Universal Pictures
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  • The Huntsman and the Ice Queen<br>© Universal Pictures
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Das Onyourscreen.de-Fazit zu The Huntsman & the Ice Queen


Cedric Nicolas-Troyan, beim Vorgänger noch für die visuellen Effekte verantwortlich, wurde in The Huntsman & the Ice Queen gleich als Regisseur verpflichtet - und macht eigentlich einen garnicht soooo schlechten Job. Dummerweise lässt ihn das wenig spannende Drehbuch das eine oder andere Mal alleine, was aus dem Märchen-Sequel-Prequel-Grimm-Andersen-Mix einen "einmal sehen und vergessen Film" macht. Nichts was weh tut, aber auch nichts was im Gedächnis bleibt. The Huntsman & the Ice Queen läuft seit dem 7. April 2016 im Kino und wird vermutlich auch dieses Mal sein Publikum finden ... mal sehen welche Märchencharaktere beim nächsten Mal hinzugewurschtelt werden.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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