The Echo
Artikel vom 14.12.2012 | Heimkino->Blu-Ray

The Echo



Copycat-Grusler


Sigsaw, ein phillipinischer Horrorstreifen von 2004 wurde international als The Echo vermarktet. Der Regisseur hieß Yam Laranas. The Echo, ein US-Streifen von 2008 ist jetzt in Deutschland im Verleih und kommt im Januar als Kauf-DVD und Blu-ray. Übrigens: Der Regisseur ist - schon wieder - Yam Laranas. Anleihen aus den bekannten Japan-Gruselern Ringu oder Juon sind nicht zu übersehen - im Gegenteil, damit wird sogar geworben. Aber was ausser zusammenkopiert zu sein, zeichnet den Film denn nun aus?

Mediafacts
The Echo
Cover: The Echo
Titel: The Echo
Originaltitel: The Echo
getestete Version: Blu-ray
Cast: Jesse Bradford, Amelia Warner, Kevin Durand, Pruitt Taylor Vince
Regie: Yam Laranas
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: Studiocanal, Pandastorm Pictures
Blu-ray-Release: 2012
Produktionsjahr: 2008
Spieldauer: 96 Minuten
Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
Regioncode: 2
FSK: Freigegeben ab 18 Jahren

Filmkurzbeschreibung


Bobby ist auf Bewährung, jobbt in einer Autowerkstatt und ist gerade in die Wohnung seiner kürzlich verstorbenen Mutter gezogen. Doch in dem ranzigen und runtergekommenen Apartmentblock spielen sich mehr als wirre Dinge ab. Nachts rauben ihm Geräusche, Stimmen und Schreie den Schlaf. Nebenan verprügelt ein Cop seine Familie, von gegenüber wird er beobachtet. Zeitgleich bemüht sich der Freigänger sein Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken, und nimmt Kontakt zu seiner Ex-Freundin auf. Währenddessen deutet alles darauf hin, dass der Tod seiner Mutter andere Umstände hatte, als die die man ihm bisher mitgeteilt hatte. Hatten seine merkwürdigen Nachbarn etwas damit zu tun? Kann Bobby seinen Sinnen noch trauen? Bildet er sich das alles nur ein? Kann er der Familie nebenan helfen, sein eigenes und Alyssas Leben beschützen? Er geht den Geheimissen des mysteriösen Hauses auf den Grund.

Das meint onyourscreen.de zum Film


Ist der gemeine Horrorfilm-Schreiberling wirklich so ideenlos, das es unumgänglich ist, das Remake eines eigentlich schon ziemlich generischen Horrorfilms zu basteln, in dem auch noch die meisten Schockszenen mindestens schon einmal gesehen wurden? Anscheinend. Hier kopiert der Regisseur nur vier Jahre nach seinem Original das eigene Werk mit Hilfe von US-Filmindustrie-Dollars. Das die Produzenten des ganzen schon die (durchaus gelungene) veramerikanisierung von Ringu in The Ring und Juon: The Curse in The Grudge zu verantworten hatten, wollen wir nicht verschweigen. Scheint ein verhältnismässig simpler Weg zu sein um wirtschaftlich erfolgreich im Horrorfilmgenre zu bestehen.
Aber bevor das hier in ausschließlich negatives ausartet: das alles zeigt zwar die eigentliche Kreativlosigkeit der Macher aber sagt nichts über den sehenswerten The Echo aus. Die Neuverfilmung des Stoffs mit dem souverän agierenden Jesse Bradford in der Hauptrolle ist kein Kracher, nicht zu vergleichen zu den bahnbrechenden schon angesprochenen Filmen, aber solide vorgetragene Genrekost. Auch wenn fast jede der Scare Scenes vorhersehbar ist, so ist deren Umsetzung allemal gelungen. Auch die Grundstimmung - vor allem hervorgerufen durch das wirklich morbide Gemäuer in dem das Haunted House Movie spielt - ist düster und fesselnd.

Das meint onyourscreen.de zur Blu-ray


Langsam sind wir das ein wenig leid. Sicher, Bild und Ton sind auch hier soweit in Ordnung und dem modernen Medium entsprechend. Überhaupt nicht entsprechend ist das Beiwerk - es gibt nämlich keines. Das ist wahrscheinlich das schockierendste an The Echo. Ist es wirklich so, das DVD- und Blu-ray-Käufer eher nach einer billigen als nach einer gut ausgestatteten Scheibe suchen? Davon sind wir wirklich nicht überzeugt. Wenigstens ein Wendecover wurde dem ansonsten schmucklosen Cover beschert.


Onyourscreen.de-Fazit zu The Echo


Ob nun Kopie von der Kopie oder auch nicht. Im Endeffekt bleibt ein handwerklich gut gefilmter Streifen der durchaus spannend und gruselig daherkommt. Mit The Echo lässt sich ein herrlich gruseliger Filmeabend beginnen, wer es unbedingt etwas härter oder eigenständiger mag, muss danach nochmal in die Videothek.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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