4400 - Die Rückkehrer / The 4400
Artikel vom 25.03.2011 | Heimkino->Serien

4400 – DIE RÜCKKEHRER



Guter Start, seltsames Ende


The 4400 oder zu deutsch 4400 – Die Rückkehrer (gesprochen: vierundvierzighundert - warum auch immer) ist eine US-Serie die 2004 an den Start ging. Anfangs als Miniserie mit fünf Episoden gedacht, entpuppte sich die Mischung aus Mystery- und Science-Fiction-Story recht schnell als publikumswirksam und recht bald waren drei weitere Staffeln in Auftrag gegeben.

Mediafacts
4400 - Die Rückkehrer / The 4400
Boxen: 4400 – Die Rückkehrer
Serientitel: 4400 – Die Rückkehrer
Originaltitel: The 4400
Cast: Joel Gretsch, Jacqueline McKenzie, Patrick Flueger
Produktion: Brent-Karl Clackson, Kathy Gilroy-Sereda, Francis Ford Coppola
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: Paramount Home Entertainment
Produktionsjahr: von 2004 bis 2007
Spieldauer je Folge: 40 Minuten
Folgen insgesamt: 44
Sprache: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
Regioncode: 2
Format: 16:9 - 1.78:1

Kurze Serienbeschreibung


Unweit der größten Stadt im Nordwesten der Vereinigten Staaten, Seattle, tauchen - begleitet von einer kometenhaften Erscheinung - 4400 Menschen wieder auf, die seit dem Jahr 1946 (und/oder später) als vermisst galten. Niemand der vierundvierzighundert Rückkehrer kann sich an irgendetwas erinnern, keiner weiß warum er entführt wurde, keiner weiß warum er zurückkam ... und keiner ist auch nur einen Tag älter geworden. Die meisten haben nun keine Familie mehr, für viele ist einfach kein Platz mehr in ihrem alten Umfeld und nur einige wenige kehren annähernd in ihr altes Leben zurück.
Die allgemeine Bevölkerung steht den Rückkehrern misstrauisch gegenüber, vor allem als sich herausstellt, das jeder einzelne der 4400 eine schier unglaubliche und einzigartige Fähigkeit hat. So kann ein kleines Mädchen Dinge "vorhersehen", ein junger Mann "heilen", andere beherrschen "Telekinese" - aber nicht alle dieser Fähigkeiten scheinen positiver Natur zu sein. Was wiederum die Skepsis der "normalen" Menscheit wachsen lässt.
"Homeland Security" bildet ein Special-Team das alles rund um die 4400 beobachtet, analysiert und die unvermeidlichen Zusammenstöße mit der Bevölkerung zu lösen versucht. Die Serie beobachtet das Homeland Security-Team um Tom Baldwin (sein Neffe Shawn ist einer der Rückkehrer, sein Sohn Kyle liegt seit der Entführung Shawns im Koma) und Diana Skouris (die im Laufe der Serie Maia, eine der jüngsten Vierundvierzighundert adoptiert).


Besagter Shawn und vor allem der Rückkehrer und Millionär Jordan Collier bilden den Kontrapart zur Homeland Security und gründen in Seattle, in dem auch der Großteil der Serie spielt, das 4400 Centrum um u.a zu erforschen was tatsächlich mit ihnen passiert ist und um sich vor der teils vorherrschenden Agression der Allgemeinbevölkerung zu schützen.
Im Laufe der Serie stellt sich heraus das die 4400 mit Handlungen die sie durch ihre Fähigkeiten vollführen sogenannte Welleneffekte hervorrufen und damit die Zukunft beeinflussen. Anfangs vermutet man das Ausserirdische bei der Entführung der 4400 ihre Finger im Spiel hatte, was sich aber schon am Ende von Staffel 1 als falsch herausstellt.

4400 - Die Rückkehrer / The 4400
Cover: The 4400, Staffel 4

Das meint Onyourscreen.de zur Serie


Wenn man es ganz grob beschreiben möchte, dann ist The 4400 eine moderne Variante der Serie Akte X mit fortlaufender Story oder aber eben eine Mischung aus SciFi und Mystery. Was Star-Produzent Francis Ford Copolla aus der Idee von Scott Peters und René Echevarria gemacht hat, ist meistens spannend und abwechslungsreich, manchmal aber auch etwas sehr - sagen wir es mal vorsichtig - seltsam.
Läutet die Staffel 1 (die Box enthält die 5 Teile der Mininiserie) die Geschichte sehr gekonnt und spannungsgeladen ein, führt Staffel 2 (13 Episoden) diese ansprechend fort. Hier entschied man sich jeweils einen der 4400 in den Vordergrund der Episode zu stellen und das Ermittlerteam Baldwin und Skouris sich genau damit zu beschäftigen. Natürlich wurde auch hier die allgemeine Story weitergeführt, aber die einzelnen Fähigkeiten des jeweiligen Rückkehrers sind das Hauptmotiv. Vorteil: ein Einstieg in die Serie ohne die erste Staffel zu kennen war durchaus noch möglich. Hilfreich hier sind auch die recht guten Zusammenfassungen vor der eigentlichen Folge.
In Staffel 3 (13 Episoden) wurde es dann etwas "globaler" - die 4400-Bewegung, das Centrum und das Fortführen der Geschichte als solche standen nun im Vordergrund. Leider ist dieser Staffel vorzuwerfen, das sie etwas weniger spannend erzählt wird und sie etwas zu viel versucht gleichzeitig darzustellen. Manche Irrungen und Wendungen sind weniger mystisch sondern eher albern. Aber trotzdem ist auch diese Staffel ihr Geld wert.


Staffel 4 (13 Episoden) kann man nur eines vorwerfen: sie ist und bleibt die letzte und das Ende ist wenig befriedigend. Es gibt zwar einen Staffelabschluss, aber trotzdem bleibt die Frage nach der endgültigen Auflösung. Schade, denn ansonsten ist Staffel 4 überzeugend (gut, ab und an sind die konstruierten Beziehung etwas platt, aber uns hat es nicht gestört) , sowohl im Zusammenhang als auch in den einzelnen Stories.

Alle Staffeln, alle Sets, alles zu den 4400

Das meint Onyourscreen.de zu den DVD-Boxen


Eines vorweg: Ein Lob an die Gestalter der DVD-Boxen - die sind mal wirklich edel. Schmale Slipcases mit einer hochwertig wirkenden Texturoberfläche halten die darin liegenden dünnen Keepcases zusammen. Auf den abwechslend schwarz oder weiß gehaltenen Slipcases prangt das The 4400-Logo mit coolem Wackelbildeffekt und einer geprägten Staffelnummer. Wirklich schick, sieht gut aus im DVD-Regal.
Das Bonusmaterial ist übersichtlich und lässt wenig Begeisterung aufkommen. Im Gegensatz zu manch anderen Serien ist aber zumindest das eine oder andere vorhanden. Bild und Ton sind angemessen, eigentlich sogar im oberen Bereich anzusiedeln.
4400 - Die Rückkehrer / The 4400
Wiggle-/Wackelbild auf dem Cover

Fazit zu 4400 - DIE RÜCKKEHRER


Die Miniserie macht großen Appetit, Staffel 2 macht Spaß, Staffel 3 und 4 sind durchaus unterhaltsam, möglicherweise aber auch ein Grund dafür, das die Serie nicht zum Ende geführt werden konnte. Denn ein Einstieg ab Staffel 3 in die Serie ist eigentlich unmöglich - sprich neue Zuseher konnte man damit nicht mehr generieren. Trotzdem sind unserer Meinung nach alle vier Staffeln zusammengenommen sehr interessanter Serienstoff, den man - so ganz ohne Werbeunterbrechung - einfach genießen kann. Nichts wirklich hochintelligentes, aber immer spannend genug um einen bei der Stange zu halten. Dazu trägt auch der prima Soundtrack bei, allein der Opener ist schon ein Ohrwurm. Mysteryfreunde können hier bedenkenlos zugreifen, auch wenn die Staffeln nicht so wirklich günstig zu haben sind.

Alle Staffeln, alle Sets, alles zu den 4400


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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