Supernatural
Artikel vom 16.12.2011 | Heimkino->Serien

SUPERNATURAL



Die erste Staffel


Geisterjäger? Na ja, so ähnlich. Genau genommen jagen sie zwar auch paranormale Phänomene, aber nicht ganz im Stile der Ghostbusters der 80er-Jahre mit Protonenstrahl und Geisterfalle oder auf mysteriöse Akte X-Weise à la "Was ist das, Mulder?". Bei ihnen sind Pflock sowie Weihwasser – und wenn das nicht hilft gerne auch mal eine ordentliche Flinte voller Salz oder ein schön inszeniertes Austreibungsritual – das probate Handwerkzeug, um Geister und Dämonen zurück in die Hölle zu schicken bzw. ihnen den ewigen Frieden zu geben. So und geballt mit zahlreichen Actionelementen und jeder Menge Witz haben es die Brüder Sam und Dean Winchester schnell geschafft, eine riesige Fangemeinde an sich zu binden.

Mediafacts
Supernatural
Cover: Supernatural, 1. Staffel
Serientitel: Supernatural
Originaltitel: Supernatural
Cast: Jensen Ackles, Jared Padalecki, Jim Beaver
Idee: Eric Kripke
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: Warner Home Video - DVD
Produktionsjahr: von 2005
Spieldauer je Folge: ca. 42 Minuten
Folgen insgesamt: 40 (bisher auf DVD in Deutschland)
Sprache: Deutsch (DD 2.0), Englisch (DD 2.0)
Regioncode: 2
Format: 16:9 - 1.66:1

Kurze Serienbeschreibung: Supernatural – Staffel 1


Im Mittelpunkt der Serie stehen die beiden Brüder Dean (Jensen Ackles) und Sam Winchester (Jared Padalecki), die ein dunkles Geheimnis verbindet. Ihre Mutter wurde vor einigen Jahren von einem Dämon getötet. Doch der Vater, der seit diesem Zeitpunkt Jagd auf den Mörder seiner Frau macht, verschwindet eines Tages plötzlich. Als dann auch noch Sams Freundin Jessica vom selben Dämon umgebracht wird, folgt das Unvermeidliche. Zusammen stellen sich die Brüder ihrem Schicksal und begeben sich ebenfalls auf die Jagd nach dem Dämon und auf die Suche nach dem Vater. Dabei begegnen sie allerhand Übernatürlichem.

Der Familienauftrag als Schicksal


Zunächst ist in der ersten Staffel von Supernatural die Suche nach dem Vater der Anreiz der Brüder, alles stehen und liegen zu lassen und ihr Leben dazu zu widmen "Menschen zu retten und das Böse zu jagen" – der Familienauftrag eben. Diesem Motto folgend fahren die beiden Winchester-Brüder in ihrem 1967er Chevrolet Impala durch die Lande, um Formwandler, Vogelscheuchen, Hexen, Vampire, Wendigos und sonst wie geartete übernatürliche Erscheinungen zurück ins Jenseits zu befördern. Neue Fälle spüren die Beiden dabei in Zeitungen oder im Internet auf - immer mit dem Ziel vor Augen, eines Tages den dämonischen Mörder ihrer Mutter aufzuspüren. Auf ihrer nicht immer ganz ungefährlichen Mission graut es ihnen nicht davor, Spukhäuser aufzusuchen, bei Dunkelheit Gräber auszuheben oder sich mit rachsüchtigen Geistern und Dämonen anzulegen. Dabei bleiben die Anspielungen auf die echten Ghostbuster und andere filmische Erzeugnisse natürlich nicht ganz aus. So führen sie beispielsweise auch einen Ektoplasma-Detektor mit sich, der Geisteraktivitäten aufspüren soll und ein wenig an die Vorgangsweise der echten Ghostbusters erinnert.

Jäger ohne Furcht und Tadel


Die US-Mystery-Serie nach der Idee von Eric Kripke beglückte uns Deutsche erstmalig im Oktober 2007, als die erste Staffel auf ProSieben ausgestrahlt wurde. Seitdem erfreut sich die Serie einer stetig wachsenden Anhängerschaft, sodass mittlerweile schon die fünfte Staffel hierzulande im Fernsehen läuft (in den USA ist sogar bereits die siebte Staffel am Start, sodass wir uns auf weitere übernatürliche Abenteuer mit Sam und Dean freuen dürfen). Allen voran tragen die markanten Charaktere der beiden Brüder zu diesem Erfolg bei. Gepaart mit jeder Menge Cleverness und einer ordentlichen Portion Ironie, generieren die beiden Protagonisten allerlei lockere Sprüche. Ist ihre Situation noch so aussichtslos und der Pakt mit dem Teufel unvermeidbar – einen flotten Spruch haben sie immer parat – allen voran Dean Winchester: "Das einzige, was mich noch nervöser macht als ein wütender Geist... ist ein wütender Geist eines Psychokillers."

Trailer

In einer anderen Szene zu Beginn der Staffel, wundert sich Sam über die finanzielle Liquidität seines Bruders: "Wie bezahlst du das alles? Immer noch diese Kreditkartenbetrügereien?" Dean: "Tja, Geisterjagd kann man nicht mit einer Karriere als Profibaseballer vergleichen." Um ihren "Job" ausführen zu können müssen sich zum Teil andere Identitäten zulegen - ein Handschuhfach gefüllt mit gefälschten Ausweise und Kreditkarten kann dabei durchaus nützlich sein. So geben sie sich mehr oder weniger überzeugend als US-Marshalls, FBI-Agenten oder Beamte des Heimatschutzes aus und verwenden als Pseudonyme oft Namen von Rock-Musikern. Neben reichlich Witz und Charme haben die zwei Brüder vor allem aber auch eins – keine Angst vor dem Übernatürlichen. Wird es dann gar für Sam und Dean mal zu brenzlig, steht den beiden der beste Freund ihres Vaters Bobby Singer zur Seite, der ebenfalls Jäger ist.



Jede der insgesamt 22 Episoden (rund 900 Minuten unterhaltsamer Horror- und Mysteryspaß) der ersten Staffel erzählt eine spannende Geschichte, zusammen mit den cleveren und smarten Darstellern, die die Brüder Sam und Dean Winchester äußerst glaubhaft verkörpern, steht das Geheimrezept für eine gelungene und erfolgreiche Serie, die auch keinesfalls mit Action geizt.

Fazit: Ein fesselnder und todsicherer Spaß


Supernatural - eine Serie mit Sinn für Humor, die sich dabei aber nicht allzu ernst nimmt und immer wieder ihren Vorbildern im Bereich Mystery und Horror huldigt – wer kann da schon widerstehen? Vielfach ausgezeichnet und mit reichlich guter Musik gespickt (man, wann gibt es endlich einen Soundtrack zu der Serie?!) ist Supernatural auf DVD ein absolut spannender Filmspaß, der sich jederzeit in kleinen, gut zu dosierenden Häppchen genießen läßt – wohl bekomm's! Oder um es mit Deans Worten zu sagen: "Sag Bescheid, wenn du irgendwelche Toten siehst!"


© Text: onyourscreen.de / SN


 
 
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