Sterben für Anfänger
Artikel vom 20.03.2011 | Heimkino->DVD

STERBEN FÜR ANFÄNGER



Absolut schwarz


Zur feierlichen Beisetzung des Familienoberhauptes versammelt sich eine britische Upper-Class-Familie. Während Sohn Daniel Jr. sich krampfhaft auf die Trauerrede vorbereitet, geht auf der Beerdigung einiges schief.

Mediafacts
Sterben für Anfänger
Cover: Sterben für Anfänger
Titel: Sterben für Anfänger
Originaltitel: Death at a Funeral
getestete Version: DVD
Cast: Matthew Macfadyen, Andy Nyman, Ewen Bremner, Daisy Donovan, Alan Tudyk
Regie: Frank Oz
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: Concorde Video
DVD-Release: 2007
Produktionsjahr: 2007
Spieldauer: 87 Minuten
Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (DD 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (DD 5.1)
Regioncode: 2
Format: 16:9 - 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren

Kurze Inhaltswiedergabe


Es gibt gute und schlechte Tage. Heute ist die Beerdigung seines Vaters und ein außerordentlich schlechter Tag für Daniel Junior. Besonders als er feststellen muss, das der Leichnam im Sarg gar nicht sein Vater ist. Kaum ist dieses behoben, machen sich die nächsten Probleme bemerkbar: sein verschwenderischer Bruder Robert weigert sich, seine Hälfte der Beerdigungskosten zu zahlen, Onkel Alfie erweist sich als griesgrämiger Gesellschaftsschreck und Cousine Martha bringt ihren Verlobten mit, der versehentlich verschiedene Halluzinogene eingenommen hat und felsenfest davon überzeugt ist, Stimmen aus dem Sarg zu hören. Schuld daran ist Marthas Bruder Troy, der sich sein Chemiestudium mit der Herstellung synthetischer Drogen finanziert und seine Kreationen etwas zu achtlos versteckt hat. Als ob das nicht schon genug wäre, taucht unerwartet ein ungewöhnlicher als auch unbekannter Gast auf, der dem sowieso völlig entnervten Daniel noch anvertraut, zweideutige Geheimnisse über den Verstorbenen zu kennen und Schweigegeld erpressen will. Daniel muss nun die Beerdigung vor dem endgültigen Chaos bewahren und seinem Vater einen würdevollen Abschied ermöglichen. Auch wenn er dafür über Leichen gehen muss.



Zum Totlachen


Beerdigungen, besonders von nahen Verwandten, sind eine todernste und traurige Angelegenheit und bestimmt kein Anlass für ungeahnte Heiterkeitsausbrüche. Nicht verwunderlich also, das Daniel wenig Grund zur Freude hat, denn sein Vater hat vor wenigen Tagen das Zeitliche gesegnet und heute ist der Tag der Beerdigung. Der Tag beginnt turbulent und das Unglück nimmt seinen Lauf.
Trotz ernster Ausgangssituation bietet dieser Film keinen Anlass zur Traurigkeit. Regisseur Frank Oz inszenierte 2007 in dieser rabenschwarzen Komödie einen Angriff auf die Lachmuskeln. Zugegeben, bisweilen erscheint die Handlung dieser deftigen, britischen Komödie ein wenig überladen. Aber Sterben für Anfänger ist über weite Strecken eine höchst vergnügliche Komödie, die ohne allzu viel Anspruch Spaß bereitet. Ein respektloser, furchtbar britischer Film zum Totlachen und mit Sicherheit nichts für Menschen, denen Frömmigkeit in jeder Lebenslage über alles geht. Wer hierbei hingegen ein schädliches Spiel mit dem Respekt gegenüber Toten vermutet, dem sei versichert, dass es in jedem drittklassigen Action-Film respektloser zugeht. Außerdem sind es vor allem die Lebenden und deren wunderliche Gewohnheiten, über die sich Sterben für Anfänger lustig macht.

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In den Hauptrollen trauern Matthew Macfayden, Rupert Graves, Alan Tudyk und Peter Dinklage erstaunlich glaubwürdig. Eine Besetzung ohne Stars, die aber bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt ist.
Die humoristische Bandbreite reicht vom Absurden über tiefschwarz bis zu brachialen Gags, die nicht davor zurückschrecken, auch mal tief in die Toilettenschüssel zu greifen. Der kreative Kopf der „Muppet Show“ lässt auch hier die Puppen bis zur hoffnungslosen Verstrickung tanzen und setzt auf die Macht der Skurrilität, um den Zuschauer durch ungewöhnliche Situationen zum Lachen zu bringen. An der Qualität gibt es wenig zu bemängeln. Zwar erhebt sich das Niveau niemals auf gehobene Ebene, und einige Gags sind keine Neuerfindungen, aber die Umsetzung erweist sich als stimmig.


Onyourscreen.de Fazit zu STERBEN FÜR ANFÄNGER


Ein origineller, sowie böser Film mit nicht allzu viel Tiefgang. Aber warum sollte er auch? Trotz kleiner Schwächen insgesamt ein politisch erfrischender und unkorrekter Film. Ein köstlicher Leichenschmaus aus dem Mutterland der schwarzen Komödie.


© Text: onyourscreen.de / AM


 
 
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