Starbuck © Ascot Elite
© Ascot Elite
Artikel vom 27.01.2013 | Heimkino->DVD

Starbuck



Kanadisches Feel-Good-Movie


Kann man einen Film, der mit dem rythmischen Geräusch beginnt, das vom einhändigen männlichen Befriedigungsakt ohne weiblichen Contrapart verursacht wird, einen Familienfilm nennen? Jepp, kann man. Eindeutig sogar. Denn direkt nach dieser Szene ist das kanadische Feelgood-Movie Starbuck absolut familientauglich. Nur das die Familie hier absolut gigantische Ausmasse annimmt.

Mediafacts
Starbuck © Ascot Elite
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Cover: Starbuck
Titel: Starbuck
Originaltitel: Starbuck
getestete Version: DVD
Cast: Patrick Huard, Julie Le Breton, Antoine Bertrand, Sarah-Jeanne Labrosse
Regie: Ken Scott
Produktionsland: Kanada
Studio/Verleih: Ascot Elite
DVD-Release: 2013
Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: 109 Minuten
Sprache: Deutsch (DTS, Dolby Digital 5.19), Französisch (Dolby Digital 5.1)
Regioncode: 2
Format: 16:9 - 2.35:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Filmkurzbeschreibung


David Wozniak ist 42 Jahren alt, liefert für den Betrieb seines Vaters Fleisch aus, ist völlig unorganisiert und benimmt sich meist wie ein unreifer Teenager. Ohne jegliches Verantwortungsgefühl bestreitet er sein überschaubares Leben, immer auf der Suche nach dem einfachsten Weg. Sein gutes Herz ist unter anderem dafür verantwortlich, das er haufenweise Schulden angesammelt hat und ihm üble Inkassoschergen ans Kerbholz wollen, die Hanfplantage in seinem Wohnzimmer hilft ihm auch nur bedingt weiter. Als Polizistin Valerie - seine Freundin - ihm eines abends mitteilt, dass sie schwanger von ihm ist und dazu auch noch Schluss mit ihm macht, schwört David sein Leben auf die Reihe zu bekommen und ein guter Vater zu werden. Doch genau zu diesem Zeitpunkt erfährt er, dass er bereits Daddy ist. Und das gleich von 533 Kindern. Vor mehr als 20 Jahren hat Mr. Wozniak nämlich sein Leben durch anonyme Samenspenden finanziert. 142 seiner 533 Töchter und Söhne streben nun eine Sammelklage an, um die Identität ihres Vaters offenzulegen, den sie aus den Unterlagen der Samenbank nur unter dem Pseudonym „Starbuck“ kennen …


Das meint onyourscreen.de zum Film


Starbuck ist nichts für ausnahmslos anspruchsvolle Cineasten, nichts für Kinogänger die ausschließlich Independent- oder Autorenfilme sehen möchten. Denn an und für sich ist das kanadische Stück Film total eingängig und einfach, mit wenig Überraschungen. Ohne das abwertend zu meinen: Starbuck ist Mainstream. Was dabei seltsam erscheint ist, das es zumindest dem amerikanischen Filmmarkt nicht trivial genug zu sein scheint. Plant man doch den Überraschungserfolg (und ja, Starbuck hat zumindest in Kanada ordentlich abgeräumt) durch den selben Regisseur (Ken Scott) mit Vince Vaughn in der Rolle des David Wozniak nochmal zu verfilmen. Strange.

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  • Starbuck<br>© Ascot Elite
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Nun, so simpel wie die Komödie daherkommt, so gut kann man sich von ihr unterhalten lassen. Der Charakter des eifrigen Samenspenders David wird gekonnt verkörpert vom franko-kanadischen Superstar Patrick Huard. Der versucht, trotz besseren Wissens und gegen den Rat seines Freundes und Anwalt, einige seiner Kinder kennenzulernen. Und so plump Davids Versuche auch sind, so unterhaltsam sind sie. So grotesk die Idee der Sammelklage der leiblichen Kinder gegen ihren körperlichen Vater ist, so charmant wird sie dargestellt. So bescheuert die ganze Idee des Films ist, so gut fühlt sie sich durchweg an. Es macht einfach Spaß den symphatischen Taugenichts David durchs Leben stolpern zu sehen. Natürlich wird auch das Ende niemanden überraschen, aber das will auch keiner. Genauso muss es ausgehen, ein Danach-fühl-ich-mich-gut-Movie ohne schlechtes Gewissen.

Das meint onyourscreen.de zur DVD


Direkt mal schick ist die Verpackung: hier kommt die übliche DVD-Box in einem hübschen Slipcover daher - zumindest uns gefällt das immer sehr. Dazu lassen weder Bild, Ton noch Extras allzuviele Wünsche übrig: Ein ordentliches Making of, ein Musikvideo, Deleted Scenes, Outtakes, Teaser, Trailer und eine Trailershow sind heutzutage nicht mehr selbstverständlich bei einer solchen Produktion.

Onyourscreen.de-Fazit zu STARBUCK


Auch wenn der Anfang zuerst derb wirkt, eckt der kanadische Box-Office-Hit doch eigentlich nie an. Starbuck ist einfach leichte Kost. Aber wie in der modernen Küche bedarf es auch im Filmbusiness nicht immer der schweren Soßen. Ab und an was leichtverdauliches schärft den cineastischen Geschmacksinn. Und wenn das so unterhaltsam geschieht wie hier, dann darf auch der Magenbitter danach im Schrank bleiben. Bedenkenlos zugreifen, die Hollywood-Version kann eigentlich nicht besser werden.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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