Star Trek Beyond © Paramount Pictures
© Paramount Pictures
Artikel vom 20.07.2016 | Echtes Kino

Star Trek Beyond



Der dritte Star Trek und dreizehnte Star Trek


Star Trek Beyond © Paramount Pictures
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Kinoposter: Star Trek Beyond
Was J.J. Abrams mit Star Trek (2009) und Star Trek Into Darkness (2012) aus dem vor sich hin dümpelnden Enterprise-Franchise in seiner stimmigen Alternative-Timeline-Story gemacht hat, schmeckte nicht allen eingefleischten Trekkies, war aber höchst erfolgreich. Immer noch als Produzent an Bord schickt er in Star Trek Beyond nun Regisseur Justin Lin hinaus zu neuen Ufern durch die Weiten des unendlichen Weltraums.

Filmkurzbeschreibung


Auf ihrer jahrelangen Forschungsmission gerät die USS Enterprise in eine Falle. Beschossen, nahezu aufgerieben und geentert kann die Crew nur in letzter Sekunde auf fremdem Terrain notlanden. Getrennt voneinander und ohne Kontakt zur Außenwelt ziehen Kirk und sein Team und jeder auf seine Art in den Kampf um ihr Leben, die Besatzung und nicht zuletzt um das Wohlergehen der Menschheit gegen einen bis dato unbekannten und mächtigen Feind ...

Das meint Onyourscreen.de zum Film


Auch wenn Star Trek Beyond recht moderat und zurückhaltend beginnt, holt Regisseur Justin Lin doch recht flott die visuelle Dampframme raus und heut einen waschechten SF-Actioner in die sommerliche Kinolandschaft. Das hier mehr als überflüssige 3D hilft dem Bombast-Kino zwar nicht, die Schauwerte, Schlacht- und Actionsequenzen werden dem nach so etwas lechzenden Popcorn-Publikum aber sicherlich gefallen. Echte Star Trek-Fans werden sich aber - trotz dem einen oder anderen gut gemeinten und wehmütigen Blick zurück - wohl noch mal ein Stück weit mehr grämen ob dem, was mit ihrem Lieblingsfranchise hier passiert. Denn auch wenn mit Simon Pegg - seines Zeichens Scotty-Darsteller - kein schlechter Co-Autor am Werk war, bleibt die Geschichte, die pseudowissenschaftliche Grundessenz des zu Grunde liegenden Franchises und die Logik mehr als einmal auf der Strecke. Das macht aus Star Trek Beyond keinen schlechten Film, weiß Gott nicht. Dafür sorgen neben dem visuellen Overkill auch die weiterhin gut funktionierenden Neu-Darsteller um Chris Pine als Kirk, Zachary Quinto als Spock, Zoë Saldaña als Uhura, Karl Urban als McCoy, John Cho als Sulu, Simon Pegg als Scotty (der sich seine Rolle wohl ganz gerne etwas größer geschrieben hat) und dem leider kürzlich verstorbenen Anton Yelchin als Chekov. Dazu gesellen sich ein unterforderter Idris Elba als Fiesling Krall und Sofia Boutella als Jaylah, die wir gerne als Neu-Crewmitglied wiedersehen wollen. Die spitze Feder der Autoren hat dabei nicht vergessen die eine oder andere humorige Kleinigkeit einzubasteln, doch ein wenig mehr Kabbelei zwischen Pille und Spock hätte es sein dürfen ... gerne verzichten wir dafür in Zukunft auf die eine oder andere Actionsequenz.

Trailer: Star Trek Beyond

Das Onyourscreen.de-Fazit zu STAR TREK BEYOND


Es ist also nicht grundsätzlich alles falsch an Star Trek Beyond: man muss zwar ein Raumschiff nicht unbedingt einen Berg zum Schwung holen herunterrutschen lassen und man muss auch keinen doofen Motorradstunt zur extrem überbordenden Action obendrauf pappen, doch trotzdem kann das Gesamtwerk durchweg unterhalten. Reine Unterhaltung hat allerdings den Nachteil, das man am nächsten Tag kaum noch beurteilen kann ob man den letzten Avengers oder den neuesten Star Trek-Ableger gesehen hat. Links rein, rechts raus - das ist es, was am Ende vom dritten Star Trek der neuen Reihe und dreizehnten Star Trek-Movie insgesamt hängenbleibt. Gerne darf das Neu-Franchise in sicherlich komemnden, weiteren Episoden ein Stück weiter zurück zu alten Tugenden aufbrechen, noch eine Prise althergebrachten Enterprise-Humor versprühen und noch einige Lichtjahre tiefer in Welten vordringen die wir vielleicht sogar schonmal gesehen haben. Dann werden die Trekkie-Ultras zwar noch lange nicht beruhigt sein, aber der gemässigte Fan wird noch etwas mehr Freude als beim mittelprächtigen Star Trek Beyond verspüren.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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