Showgirls © capelight pictures
© capelight pictures
Artikel vom 30.10.2020 | Heimkino->Blu-Ray

Showgirls



Vom Flop zum Kult


Mit dreizehn Nominierungen und sechs tatsächlich verliehenen "Razzies" bei den Golden Raspberry Awards ist Showgirls bis heute unangefochten auf Platz 1 beim beliebten, aber nicht unumstrittenen Anti-Oscar-Event. Die spätere Ernennung zum "Schlechtesten Film der 1990er Jahre" folgte im Jahr 2000. Auch die Kritikerschar ließ kaum ein gutes Haar an Paul Verhoevens offenherzigem Film, der dann auch fundamental an den Kinokassen floppte. 45 Millionen Dollar kostete der Spaß, von denen nicht mal 38 Millionen an den Kinokassen weltweit zurückflossen. Was sich dann aber in der Zweitverwertung relativierte - im Heimkino machte der Leinwandflop nämlich ordentlich Kasse. Auch ansonsten mauserte sich Showgirls so nach und nach zum heimlichen Spät-Hit, nicht nur weil Quentin Tarantino sich als Fan des seiner Meinung mit stärksten Sexploitation-Film der Major-Studios bekannte. Nein, auch seinen Status in der Queer- und Schwulen-Szene darf man nicht unterschätzen, insgesamt wandelte sich das Image des Streifens bis hin zum Kultfilm ...

Showgirls © capelight pictures
© capelight pictures
2-Disc Limited Collector's Edition im Mediabook (Blu-ray und Bonus-Blu-ray) und als 3-Disc Limited Collector's Edition im UHD-Mediabook (4K Ultra HD und Blu-ray und Bonus-Blu-ray)

Filmkurzbeschreibung


Die attraktive Tänzerin Nomi Malone (Elizabeth Berkley) zieht aus der amerikanischen Provinz nach Las Vegas, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Aber die Erfüllung ihres Traums von einer großen Karriere als Showgirl liegt noch in weiter Ferne. Denn nachdem Nomi gleich an ihrem ersten Tag in der Stadt der Sünde ausgeraubt wird, muss sie aus Geldnot einen Job als erotische Tänzerin in dem schäbigen Striplokal Cheetah’s annehmen. Dort bekommt sie jedoch die Chance, für Cristal Connors (Gina Gershon), den Star der erfolgreichen Bühnenshow „Goddess“ im Stardust-Hotel, zu tanzen. Begeistert von der Schönheit und dem Talent der naiven Newcomerin, verschafft Cristal ihr ein Engagement in der Show. Schnell stellt Nomi fest, dass die Welt voller Glitzer und Glamour auch eine Kehrseite hat, die aus Missgunst, Intrigen und Gewalt besteht. Doch die junge Tänzerin ist bereit, für ihren Traum fast jeden Preis zu zahlen …

Showgirls © capelight pictures
© capelight pictures
Im Stardust

Heutiger Kultfilm hin oder her: das Showgirls-Drehbuch ist auch dieser Tage wohlwollend gesehen eine Fast-Vollkatastrophe. Aber, und so äußerte sich Verhoeven auch später, war ihm das gar nicht so wichtig, vielmehr ging es ihm um "Bewegungen, die Farben und deren Inszenierung" (Zitat). Und ja, losgelöst von wenig inspirierten Dialogen und nicht immer glanzvollen darstellerischen Leistungen, gesehen als böswilliger, unverhüllter Blick auf Las Vegas Glitzerwelt und gleichzeitig dessen Schönheit und nackten Schönheiten perfekt in Szene setzend, kann man Showgirls ohne wenn und aber einiges abgewinnen. Das macht aus ihm noch kein Meisterwerk, aber spektakulär gut aussehende Unterhaltung mit dem gewissen "sex appeal"...

Showgirls © capelight pictures
© capelight pictures
Mediabook-Unboxing

Spektakulär gut sehen auch die seit dem 30. Oktober erhältlichen Veröffentlichungen von "capelight pictures" aus - Showgirls kommt von dem findigen Label als 2-Disc Limited Collector's Edition im Mediabook (Blu-ray und Bonus-Blu-ray) und als 3-Disc Limited Collector's Edition im UHD-Mediabook (4K Ultra HD und Blu-ray und Bonus-Blu-ray). Das erste haben wir uns angeschaut und sind begeistert - so einen guten Blick auf Elizabeth Berkley und Gina Gershon durften wir bisher nicht erhaschen, so gut hörten sich Show and Shine im Stardust noch nie an, so einen glasklaren kontrastreichen Eindruck des bösartige Las Vegas-Showbiz konnten wir uns noch verschaffen. Dazu kommt das schicke Artwork der Mediabooks äußerst edel daher (Tipp: nur mit trockenen Händen oder besser mit Handschuhen anfassen, das mattschwarze Finish ist nahezu unverzeihlich) mit seinem zum Original-Plakat nochmal reduziertem Artwork inklusive rosegoldenen Schriftzug-Applikation. Nice. Ebenso nice und für viele sicher der Kaufgrund schlecht hin, ist die auf der Bonusscheibe enthaltene, hochgelobte Dokumentation You Don't Nomi, die einem den Film, die Macher und das Drumherum noch einmal mit ganz anderen Augen sehen lässt. Idealerweise ziert das offizielle Artwork der Doku auch das Backcover des Mediabooks. Natürlich darf auch ein 24-seitiges Booklet nicht fehlen, dazu gesellen sich der Audiokommentar "The Greatest Movie Ever Made" (David Schmader), A Showgirl's Diary; Dance-Tutorial mit den SCORES-Girls, einFeaturette, B-Roll sowie ein Interview mit Cast & Crew sowie Kameramann Jost Vacano. Kinotrailer und Original Kinotrailer runden das nicht prüde Erlebnis ab. Fabulous.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
© ©Senri Akatsuki-SB Creative Corp./Undefeated Bahamut Partners ©SA-SBCr/UBP

© Anolis Entertainment

© Anolis Entertainment

© Pandastorm