Sein letztes Rennen © Universum Film
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Artikel vom 11.10.2013 | Echtes Kino

Sein letztes Rennen



Hallervorden läuft!


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Filmplakat: Sein letztes Rennen
Dieter Hallervorden, vielen nur bekannt als Ulknudel und Spaßvogel in Sendungen wie Nonstop Nonsens oder Filmen wie Ach du lieber Harry und Didi der Doppelgänger, ist schon lange mehr als das. Dieter Hallervorden ist ein angesehener Komödiant und Kabarettist, und mit dem Film Sein letztes Rennen ist er nun auch wieder auf der großen Leinwand zu bewundern. Wir haben uns das Preview gegönnt und wollen euch kurz informieren - vielleicht ein Tipp für euer Wochenende?

Filmkurzbeschreibung


Marathon Olympia-Sieger Paul Averhoff zieht widerwillig gemeinsam mit seiner Frau Margot in ein Seniorenheim. Dort fühlt sich Paul zwischen vorgegaukelter Nächstenliebe, Übervorsicht und Kastanienmännchenbasteleien mehr als falsch. Kurzerhand entschließt er sich zu seinen alten Tugenden zurückzukehren und für den Berlin-Marathon zu trainieren. Die anderen Heimbewohner halten ihn für völlig daneben, doch mit anfangs zaghafter, später enthusiastischer Unterstützung seiner Frau kommt er einer adäquaten Laufform näher. Nach und nach schwinden auch die Vorbehalte der meisten Mitbewohner, die ihn alsbald - auch gegen den Willen der Anstaltsleitung - unterstützen.

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  • Sein letztes Rennen<br>© Universum Film
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Das meint onyourscreen zum Film


Eine tragisch-komische Rolle hat sich Dieter Hallervorden da verpassen lassen. Eine die er prima stemmt, nur ganz selten stößt er an seine schauspielerischen Grenzen. Auch den "Läufer" nimmt man ihm ab, wenn gleich sein "Stil" anfangs etwas ungeübt und aufgesetzt wirkt. Leicht ungeübt kam uns leider auch das filmische Gesamtwerk vor. Möglicherweise zeigt sich hier, das nicht jeder gute Fernsehmacher - wie es Regisseur Kilian Riedhof ohne Frage ist - auch auf der großen Leinwand vom Start weg glänzen muss. Sind die ersten zwei Drittel des Films prima ausbalanciert zwischen witzigen Einlagen, kritischem Hinterfragen der deutschen Seniorenheimsituation und der recht feinsinnig herausgearbeiteten Beziehung zwischen Paul und Margot, fällt das letzte Drittel doch zu sehr ins Pathos und ist dazu durch extreme Längen gezeichnet. Das zieht den größtenteils positiven Gesamteindruck am Ende doch etwas herunter. Schade, die guten Pointen, die nette Grundidee und auch die respektabelen Leistungen von Hallervorden und Tatja Seibt hätten ein besseres drittes Drittel verdient gehabt.

Alles in allem bleibt aber ein durchweg unterhaltsamer, manchmal brüllend komischer aber auch kritischer deutscher Spielfilm, der es verdient hat, genügend Beachtung zu finden. Sicherlich läuft Sein letztes Rennen auch in diversen Multiplex-Kinos - doch eigentlich sollte man sich einen solchen Film im Vorstadt-, Programm,- oder Nischenkino ansehen. Das macht das Ganze erst authentisch. Viel Spaß dabei.



© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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