Running Man © capelight pictures
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Artikel vom 16.12.2018 | Heimkino->Blu-Ray

Running Man



Prophetisches Actionkino der 1980er Jahre


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Mediabook: Running Man
Die Filmchronik des Arnold Schwarzenegger in den 1980er Jahre liest sich gewaltig: Conan der Barbar (1982), Conan der Zerstörer (1984), Terminator (1984), Red Sonja (1985), Das Phantom-Kommando (1985), Der City Hai (1986), Predator (1987), Red Heat (1988) - ein Hammer-Blockbuster jagte den nächsten. Dabei hatte wohl jeder Freund des damaligen Actionkino seinen persönlichen Lieblings-Arnie-Film ... einer der unsrigen fehlt in der Auflistung noch: Running Man (1987), der nun uncut, erstmals in bestem HD in gleich drei phantastischen Special Editions wieder aufgelegt wurde.

Filmkurzbeschreibung


Die USA im Jahr 2017: Nach dem Zusammenbruch der Weltwirtschaft ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu einem Polizeistaat verkommen. Die Lebensmittel sind knapp und das totalitäre Regime zensiert Kunst, Musik und Kommunikation. Mit der populären Gameshow „The Running Man“ soll die Bevölkerung bei Laune gehalten und ihr Wunsch nach Freiheit unterdrückt werden. In der sadistischen Sendung werden verurteilte Kriminelle von professionellen Menschenjägern durch eine tödliche Arena gehetzt. Wem die Flucht aus dem Jagdgebiet gelingt, dem winken Freiheit und Luxus. Auch der unschuldig verurteilte Polizist Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) wird zur Teilnahme an der grausamen Show gezwungen, die bisher noch kein Kandidat überlebt hat.

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Geben Sie mir das Justiz-Ministerium, Unterhaltungsabteilung!

Zitat aus Running Man

Ganz lose auf dem Roman "Menschenjagd" von Richard Bachmann (ein Pseudonym von Stephen King) basierend, haben wir es in Running Man mit einem dystopischen Science-Fiction mit hohem Actionanteil zu tun. Dazu gesellt sich ein dominierender Ansatz zur Gesellschaftskritik, die so einiges (wenn auch potenziert) vorwegnimmt, was heutzutage im Reality-TV usus ist. Sicher, man kann durchaus anmerken, das Running Man durch die ihm eigene Gewaltverherrlichung, die der Story zugrunde liegende Medienkritik selbst ad absurdum führt. Das ändert aber nichts am Grundtenor des Streifens: die Allmacht der Medien ist höchstgefährlich.


Getragen wird der Film selbstverständlich durch die nahezu ikonische Figur des Ben Richards, dargestellt durch den unvergleichlichen Arnold Schwarzenegger. Sicherlich, auch hier merkt man ihm in einigen wenigen Sequenzen noch an, dass er nicht der geborene Schauspieler ist. Trotzdem kann man sich kaum vorstellen, dass jemand anderes diese Rolle hätte so ausfüllen können. Ihm zur Seite stellte man mit María Conchita Alonso eine amerikanische Schauspielerin und Sängerin kubanischer Abstammung, die einige der humorigen Szenen des nicht immer bierernsten Films mitgestaltet. Das Feindbild von Ben Richards stellt Damon Killian dar, der die Show "The Running Man" voller Inbrunst und in aller Boshaftigkeit moderiert. Witzigerweise verkörpert diesen wichtigen Filmcharakter Richard Dawson, seines Zeichens britischer Schauspieler und Fernsehmoderator, der hier irgendwie sein eigenes TV-Dasein parodiert. Körperlich gegen Arnold alias Ben treten diverse Wrestler und/oder Bodybuilder an - unter anderem Jesse Ventura als Captain Freedom oder Charles Kalani, Jr. (auch bei uns bekannt unter seinem Wrestler-Pseudonym Professor Toru Tanaka), der den Jäger Subzero verkörpert. Einen weiteren Jäger - Dynamo - verkörperte Erland van Lidth, ein US-amerikanischer Ringer, der 1979 für The Wanderers entdeckt wurde, aber leider nur eine übersichtliche Vita von vier Filmen vorweisen konnte, bevor er im Veröffentlichungsjahr von Running Man verstarb. Interessant zu erwähnen, gerade aus der Sicht eines Musikinteressierten, ist sicherlich noch das Cameo von Mick Fleetwood - der Kopf der britisch-amerikanischen Band Fleetwood Mac gibt hier den Revolutionsführer Mic. An seiner Seite mimt Frank Zappas Sohn Dweezil Zappa den jugendlichen Rebellen Stevie.

Running Man mal vier


Running Man erscheint uncut und mit der originalen deutschen Kinosynchronfassung als 2-Disc DVD sowie erstmals auf Blu-ray in Deutschland in gleich drei Collector’s Editions. Zum einen gibt "capelight pictures" den Film als momentan angesagte VHS-Edition heraus (Blu-ray & Bonus-Blu-ray in einer Fake-VHS-Verpackung - recht beliebt gerade bei Sammlern). Dazu veröffentlicht man ein SteelBook (Blu-ray & Bonus-Blu-ray) mit Schuber, der für einen großartigen Effekt sorgt: entfernt man die teiltransparente Hülle, zeigt sich das Steel in veränderter Ansicht - tolle Idee. Wir haben uns das Mediabook angesehen, das sicherlich bei vielen Sammlern als Highlight jeder capelight-MB-Collection gelten wird. Wenn wir einen Award für das beste Mediabook des Jahres vergeben würden, wäre dieses hier ganz sicher ein heißer Kandidat.

Running Man © capelight pictures
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Running Man mal vier

Optisch glänzt uns silbrige Schrift auf einem Covermotiv an, das ein klassisches Poster von Renato Casaro in mattem Finish wiedergibt. Auch der Mediabookrücken sowie das Backcover sind aufwendig mit silberner Schrift aufgewertet. Innen finden wir gleich vier Discs (Blu-ray [Film] & Bonus-Blu-ray & DVD [Film] & Soundtrack-CD). Neben der Soundtrack-CD mit den großartigen Kompositionen eines Harold Faltermayers haben es uns vor allem die Extras angetan. Beosnders empfehlen wollen wir euch „The Art of the Blockbuster“ - dieses Interview mit Renato Casaro bringt einem die klassische (und mittlerweile - dank Photoshop und Co. so gut wie ausgestorbene) Kunst des Kinopostermalers näher. Casaro, der auch das Running Man-Poster entwickelt hat, zeigt Unmengen seiner Werke und bringt einem nahe, wie er mit seinen ganz eigenen Motiven die Qunitessenz des jeweiligen Films auf das Plakat gebracht hat. Toll. Auch sehr persönlich und mit netten Anekdoten gespickt, begeisterte uns ein Interview mit Robert Grasmere über die visuellen Effekte unter dem Titel „Running On Empty“. Das gesamte Material und alle Extras findet ihr in der folgenden Auflistung:

Blu-ray
- Film: Running Man, (101 Minuten (uncut))
- Audiokommentar von Regisseur Paul M. Glaser und Produzent Tim Zinnemann
- Audiokommentar von Executive Producer Rob Cohen
- „Lockdown on Main Street“: über die Bürgerrechte seit dem 11. September 2001
- „The Game Theory“: über die Dystopie in „Running Man“ zur Gegenwart des Reality-TVs
- Kinotrailer

DVD
- Film: Running Man, (96 Minuten (uncut))
- Audiokommentar von Regisseur Paul M. Glaser und Produzent Tim Zinnemann
- Audiokommentar vom Executive Producer Rob Cohen

Bonus-Blu-ray
- „The Art of the Blockbuster“: ein Interview mit Renato Casaro
- „Running On Empty“: ein Interview mit Robert Grasmere über die visuellen Effekte bei „Running Man"
- „Back to Bachman“: ein Interview mit Steven E. de Souza
- „Muscular Memories": ein Interview mit Susan Jeffords über den Actionfilm-Boom der Achtzigerjahre
- „The Sound of The Running Man“: im Gespräch mit Harold Faltermeyer

Soundtrack-CD
- Running Man-Score von Harold Faltermeyer



Ein paar Worte wollen wir noch über das Booklet verlieren: wir sind es ja von capelight pictures gewohnt, das man sich auch beim gedruckten Teil ihrer Mediabooks Mühe gibt. Doch dieses Mal toppt man das nochmal. Gleich 48 Seiten machen aus dem MB einen echten Hit. Neben einem ausführlichen Text von Nando Rohner, in dem unzählige Backstories zu Running Man zusammengetragen wurden, dürfen wir uns Concept Arts, Storybook-Auszüge und diverse Filmposter gönnen.

"Ich komme wieder" - "Ja, aber nur auf Videocassette"

Zitat aus Running Man

Was ein Film, was eine Veröffentlichung! Da muss doch jedem Sammler, gerade derer, die sich an 1980er Action-Highlights nicht satt sehen könne, dass Herz aufgehen. Holt euch Arnold als Ben Richards auf DVD, als Blu-ray Steel, als Mediabook oder in der VHS-Edition ins heimische Kino ... es lohnt sich.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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