Robot Overloards © Koch Media
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Artikel vom 21.08.2015 | Heimkino->Blu-Ray

Robot Overloards



Dystopie mit schmalem Budget


Düsterer Science-Fiction mit jugendlichen Hautpdarstellern? Ist ja im Moment "in" - siehe die Tribute von Panem-Filmreihe oder deren unzählige Trittbrettfahrer. Doch kann man das auch abseits von Hollywood mit relativ schmalen Budget stemmen? Der englische Regisseur Jon Wright wagte den Spagat, Robot Overloards ist das Ergebnis.

Mediafacts
Robot Overloards © Koch Media
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Cover: Robot Overloards
Titel: Robot Overloards
Originaltitel: Our Robot Overloards
getestete Version: Blu-ray
Cast: Gillian Anderson, Ben Kingsley, Callan McAuliffe
Regie: Jon Wright
Studio/Vertrieb: Koch Media
Produktionsland: UK
Erscheinungstermin: 2015
Produktionsjahr: 2014
Spieldauer: 94 Minuten
Ton:Deutsch, Deutsch, Englisch, DTS HD-Master Audio 5.1
Regioncode: 2
FSK: ab 12 J

Filmkurzbeschreibung


Die Erde in naher Zukunft. Gigantische Roboter aus einer fernen Galaxie haben den Planeten angegriffen und herrschen unumschränkt. Die überlebenden Menschen sind in ihren Häusern eingesperrt und jeder Widerstand gegen die tyrannischen Herrscher kann mit dem Tod bestraft werden. Durch die Hilfe von elektronischen Implantaten kann jeder einzelne Mensch genau überwacht werden und feige Kollaborateure tun ihr übriges, um die Menschheit klein zu halten. Als ein paar kluge Teenager es schaffen, die Implantate zu manipulieren und sich nach Lust und Laune zu bewegen, kommt ihnen ein Gedanke. Was als harmloser Spaß begann, wächst schnell zu einer wahren Widerstandsbewegung heran, die immer mehr Unterstützer findet und eine finale Schlacht zu entfachen verspricht, die das Schicksal der Menschheit entscheiden wird …

Das meint Onyourscreen.de zum Film


Direkt mit der Anfangsszene wird dem Zuseher bewusst, dass ihn mit Robot Overloards kein Hightech-Blockbuster erwartet. Von Beginn an können die einkopierten CGI-Robo-Giganten und ihre mechanischen Helferein optisch nicht wirklich überzeugen. Aber Optik ist ja bekanntlich nicht alles - wenn die Story stimmt, kann man auch mit visuellen Mängeln leben. Was erwartet uns also noch? Beispielsweise britische Szenerien zwischen Arbeiterviertel und Grafschaft sowie eine Gruppe von stereotypen Jugendlichen: der Held, die Hübsche, der Komiker und der gewitzte Kleine. Den Vieren gelingt es zufällig die konstante Überwachung der Robot-Herrscher zu umgehen - natürlich nutzen sie die neu gewonnene Freiheit anfangs nur zu ihrem eigenen Spaß - übrigens die nahezu am echtesten wirkende Szene im gesamten Film. Doch schnell wird ihnen klar, dass sie damit auch in der Verantwortung der Menschheit stehen. Einige unnötige Szenen und Logiklöcher später wird aus den Jungs und Mädels der Widerstand und ärgster Feind der Blechköpfe. Zwischendrin auftauchende Randfiguren aus seltsamen Kneipen dienen nur als Lücken- und Zeitfüller, bringen der Geschichte als solches aber rein garnichts.

Robot Overloards © Koch Media
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Craig Garner als Mediator 452 und Ben Kingsley als Robin Smythe auf der Jagd nach Sean Flynn

Schade das man so urplötzlich in die komplette Szenerie geworfen wird - die gar nicht so unkreative Ausgangssituatiuon der die Welt beherschen Robots und das kein Mensch (bis auf die Kolaborateure) sein Haus verlassen darf, hätte sehr viel Spielraum für tatsächlich beklemmende Atmosphäre gelassen. Ebenso verschwendet wirkt die eigentlich hochkarätige Besetzung: sicher, Ben Kingsley ist trotz seiner Qualitäten fern ab von zielsicherer Rollenauswahl, aber bei Gillian Anderson - Miss Akte X - ist man doch mehr Voraussicht gewohnt. Auch zum Budget passen beide irgendwie so garnicht - Geld wird sie nicht bewogen haben in Jon Wrights Robot Overloards - Herrschaft der Maschinen mitzuspielen.

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Bild links Bild rechts
  • Robot Overloards<br>© Koch Media
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  • Robot Overloards<br>© Koch Media
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Das Onyourscreen.de-Fazit zu ROBOT OVERLOARDS


Auch wenn man Regisseur Jon Wrights gute Vorsätze, die Spielbergschen-Familienfilme der 80er neu aufblühen zu lassen, respektieren sollte, so muss man sie doch als gescheitert ansehen. Sicherlich ist es schwer mit einem recht kleinen Budget E.T., Die Goonies o.ä. neu zu erschaffen, aber nur daran hats auch nicht gelegen. Das Thema ist viel zu düster und passt einfach nicht zu den unbedarften jugendlichen Recken. Die finden sich in der recht abgehakt erzählten Story auch nicht so super zurecht und müssen mit wenig innovativen Dialogen kämpfen. Die dann ziemlich konservige Auflösung des Streifens befriedigt auch die nicht, die bis zum Ende dran gegelieben sind. Kids unter 12 könnte der Film durchaus begeistern, aber die dürfen ihn ja noch nicht sehen.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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