Road Trip
Artikel vom 06.05.2011 | Heimkino->DVD

ROAD TRIP - Heißer Trip nach Texas



Rasant, eigenwillig und total bekloppt


Todd Philipps schuf im Jahre 2000 dieses Road Movie...oder auch diese Teenie-Komödie... na ja, irgendwie ein Mischung aus beidem halt. Wer auf Teenie-Sprüche steht, die weit unterhalb der Gürtellinie angesiedelt sind, wird hier bestens unterhalten!

Mediafacts
Road Trip
Cover: Road Trip - Heißer Trip nach Texas
Titel: Road Trip - Heißer Trip nach Texas
Originaltitel: Road Trip
getestete Version: DVD
Cast: Breckin Meyer, Seann William Scott, Amy Smart, Tom Green
Regie: Todd Phillips
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: Paramount Home Entertainment
DVD-Release: 2006
Produktionsjahr: 2000
Spieldauer: 90 Minuten
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
Regioncode: 2
Format: 16:9 - 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Kurze Filmbeschreibung


Seit Tiffany in Austin studiert, führt sie mit Josh, der im 1800 Meilen entfernten Ithaca studiert, eine Fernbeziehung. Josh (Breckin Meyer) gibt sich jedoch einem Seitensprung mit der Studentin Beth (Amy Smart) hin, der auch noch prekärerweise auf Video festgehalten wird. Unabsichtlich, aber durch einen wirklich dummen Zufall schickt einer von Joshs Kumpels diese „kompromittierende“ Videobotschaft per Post an die ahnungslose Tiffany. Nun will Josh natürlich allers daran setzen, dass seine geliebte Tiffany diese Bildmaterial unter keinen Umständen zu Gesicht bekommt. Im Wagen des schmächtigen und schüchternen Kyle (Donald Joseph Qualls) machen sich Josh und seine beiden Freunde E. L. (Seann William Scott) und Rubin (Paulo Costanzo) auf den Weg nach Texas, um die Videokassette noch rechtzeitig abzufangen. Damit beginnt ein Road Trip, der eine Menge Überraschungen für die Jungs parat hält...


„American Pie“ lässt grüßen


In bester Anlehnung an American Pie spielt Road Trip mit vielen halbgaren Weisheiten, wie auch jene: „Wenn du in einer ernsthaften Beziehung steckst und Sex mit einer anderen Person hast...ist es kein Fremdgehen, wenn du in einer Gegend mit anderer Vorwahl bist.“ Für die perfekte Illusion einer weiteren American Pie-Verfilmung sorgt zudem Seann William Scott („Stifler“ aus American Pie) – der wieder einmal total durchgeknallt daherkommt und eine fast identische Figur wie in American Pie spielt. Die Gags im Film bewegen sich daher auch nur zwischen amüsant-witzig bis hin zu äußerst derb – doch irgendwie passt das ja ins Bild – und mal ehrlich, niveauvolle Witze erwartet man ja auch nicht wirklich! Jedenfalls schlittern die Jungs in Road Trip von einer bizarren Situation zur nächsten (wir sagen nur „Samenbank“ und „Leoparden-Unterwäsche“) und produzieren dabei eine ganze Menge an unreifen Äußerungen. Kostprobe: „Klar hatte ich schon Sex, nur noch nie mit einem anderen Menschen“.

Schräg, schräger, Tom Green


Auch Comedian Tom Green gibt sich in Road Trip die Ehre und erzählt Joshs Geschichte als Rückblende während einer Campus-Führung. In der Rolle des Barry Manilow (ja, genau so wie der Schnulzensängerkönig) kümmert er sich auf seine Art um die Uni-Neulinge. Barry zu den angehenden Studenten: „Ich hatte mal Probleme mit Nachzüglern, okay? Sie sind irgendwo verloren gegangen. Sie wurden von Lkws erfasst, okay? Das ist nicht schön, wenn so etwas passiert. Das ist uh... Nebenbei, das hier ist die Joseph H. Nelson-Bibliothek, okay? Sie wurde im, äh... 17. Jahrhundert erbaut.“ – Ein Student: „Da steht aber 1951.“ „Das ist die Hausnummer! Okay? Klugscheißer!"

Fazit: Einmal ist keinmal


Hm, wer auf Teenie-Komödien steht, der wird sich auch diesen Film mit seiner überdrehten Story sicherlich nicht entgehen lassen wollen. Er sorgt für einige Lacher, ist fern jeder Moral und damit irgendwie nett und doof zugleich. American Pie-Fans werden ihren „Stifler“ ein weiteres Mal vergöttern..und Tom Green, der als Psycho glänzt, verleiht dem Film den „Sollte man zumindest einmal gesehen haben“-Faktor. Schade nur, manch einer hätte gern ein paar mehr Szenen mit dem Ausnahme-Komiker gesehen.



© Text: onyourscreen.de / SN


 
 
© Fumiyo Kouno/Futabasha/Konosekai no katasumini Project

© Universal

© 2004 Hiroya Oku / SHUEISHA - GANTZ Partners