Rasputin - der wahnisinnige Mönch © Anolis
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Artikel vom 24.01.2019 | Heimkino->Blu-Ray

Rasputin - der wahnsinnige Mönch



Nicht ganz korrekte russische Historie


Unzählige Romane, Theaterstücke, Filme, Dokumentationen, ja sogar Videospiele drehen sich um den "heiligen Teufel", wie der russische Wanderprediger Grigori Jefimowitsch Rasputin auch genannt wurde. Auch Hammer nahm sich 1965 der Biografie des 1869 geborenen Rasputin an, wen nauch in einem historisch wenig korrektem, dafür umso unterhaltsameren Rahmen: Rasputin - der Wahnisnnige Mönch.

Mediafacts
Rasputin - der wahnisinnige Mönch © Anolis
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Rasputin (Blu-ray Cover)
Titel: Rasputin - der Wahnisnnige Mönch
Originaltitel: The Phantom of the Opera
getestete Version: Blu-ray Softbox
Cast: Christopher Lee, Barbara Shelley, Richard Pasco, Francis Matthews, Suzan Farmer
Regie: Don Sharp
Produktionsland: GB
Studio/Verleih: Anolis Entertainment
Erscheinungstermin: 2019
Produktionsjahr: 1966
Spieldauer: 92 Minuten (24fps)
Sprache: Deutsch DTS HD-MA 2.0 Mono / Englisch DTS HD-MA 2.0 Mono
Bildformat: High Definition Widescreen (16:9 2,35:1) 1920x1080p
Regioncode: 2
FSK: ab 12 J.

Filmkurzbeschreibung


Rasputin, ein umtriebiger und kaum fromm zu nennender russischer Mönch, hat einen ganz besonderen Ruf. Neben seinem Hang zum Alkohol, körperlicher Gewalt und dem weiblichen Geschlecht, gilt er als wundersamer Heiler - was er zuletzt wieder an der todkranken Wirtsfrau des Dorfes unweit des Klosters unter Beweis gestellt hat. Da Rasputins Tun und Treiben seinen Oberen so garnicht gefällt, zieht es diesen Richtung St. Petersburg, wo er Unterschlupf bei Dr. Zargo findet. Hier versucht er mit all seinen unheimlichen Mitteln, die Gunst der gehobenen Gesellschaftsschicht zu erlangen - vor allem die der Zarin ... denn sein Geltungsdrang kennt keine Grenzen.

Das meint Onyourscreen.de zum Film


Rasputin - diesen Namen hat wohl schon jeder mal gehört. Der russische Wanderprediger, um den sich bösartige Gerüchte noch und nöcher drehen, war tatsächlich sehr angesehen am russischen Zarenhof. Sein ungebildetes und manchmal seltsames Verhalten gab den Gerüchten Nahrung und so machte sich Hof und Volk sein eigenes, unschönes Bild. Auf dieses Szenario und vor allem die scheinbaren Laster stürzte sich Anthony Hinds, die kreative Führungspersönlichkeit der Hammer-Films, in seinem Drehbuch, das Regisseur Don Sharp mit Kameramann Michael Reed großartig in Szene setze. Besetzt wurde die extraordinäre Hauptfigur des Films mit "Mr. Dracula" Christopher Lee. Dass er neben dem klassischen Blutsauger auch viele andere Rollen spielen konnte, hat er in seinem umtriebigen Darstellerleben mehr als oft genug bewiesen. Die Rolle als Rasputin, zumindest so wie sie hier interpretiert wurde, war Lee tatsächlich auf den hageren Leib geschneidert. Seine Größe und gesamte physische Präsenz waren mehr als perfekt. Düster, dämonisch, fast wahnwitzig steigerte er sich hinein in den "mad Monk" und spielt den Rest der Darstellerriege mühelos an die Wand. Die simple aber denoch spannende Geschichte bekommt mit ihm einen ausserordentlichen Dreh- und Angelpunkt, der diesen Hammer-Film zu etwas ganz besonderem macht.
Fans der britischen Filmschmiede werden flott erkennen, das Rasputin – der wahnsinnige Mönch in den gleichen Kulissen wie der direkt zuvor entstandene Blut für Dracula gedreht wurde. Gerade im Budgetfilm damals keine unübliche Vorgehensweise und stört wohl nur die wenigsten. Wichtiger ist, das die Unberechenbarkeit der nah am Wahnsinn wandelnden Hauptfigur dazu beiträgt, dass man seine nächsten Schritte oder Handlungen nie voraussehen kann. Das hebt Rasputin – der wahnsinnige Mönch eindeutig aus den sonst eher recht linear verlaufenden Filmen der Hammer Films-Produktion heraus.

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  • Rasputin - der wahnisinnige Mönch<br>© Anolis
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Das meint Onyourscreen.de zur Blu-ray


Das Rasputin – der wahnsinnige Mönch nie Deutschlands Kinos heimsuchen durfte, ist eigentlich sehr verwunderlich. Erst 2004 als DVD-Premiere kamen die hiesigen Hammer-Fans auf ihre Kosten und konnte Christopher Lee in einer seiner eindrucksvollsten Rollen bewundern. Wir dürfen das ab sofort in High Definition, denn Anolis bringt den 1966 uraufgeführten Film sowohl im Mediabook als auch als normale Blu-ray ins Heimkino. Die Mediabooks kommen gleich in zwei unterschiedlichen Covervarianten und bieten ein 28-seitiges Booklet geschrieben von Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad. Das fehlt in der Amaray-Version des Films, ansonsten dürfen wir den gleichen Extras frönen:

- Filmversion im Originalformat 2.55:1
- Audiokommentar mit Christopher Lee, Barbara Shelley, Francis Matthews, Suzan Farmer
- Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen und Volker Naumann
- Audiokommentar mit Uwe Sommerlad und Volker Kronz
- Tall Stories - The Making of Rasputin The Mad Monk
- Hammer Novelisations - Vom Film zum Buch
- Britischer Kinotrailer
- US Double Feature Trailer
- TV Spots
- Bildergalerie


Rasputin - der wahnisinnige Mönch © Anolis
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Alle Varianten der Veröffentlichung

Gleich drei Audiokommentare - für Fans dieser Extraform ein Fest. Aber auch der Rest kann sich sehen lassen. Rasputin – der wahnsinnige Mönch erscheint am 25. Januar 2019 im Einzel- und Versandhandel.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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© Anolis Entertainment

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