RahXephon © 2001 BONES·Yutaka Izubuchi/Rahxephon project
© 2001 BONES·Yutaka Izubuchi/Rahxephon project
Artikel vom 11.02.2020 | Heimkino->Serien

RahXephon



Komplex, komplexer, RahXephon


RahXephon wird fatalerweise oftmals als Trittbrettfahrer so einiger Serienvorbilder genannt. In Wahrheit hat man sich zwar aus diversen epischen Werken das Beste herausgesucht, dann aber versucht etwas völlig neues und eigenständiges zu kreieren. Erfolgreich übrigens - immerhin wurden daraus Mangas, Romane und diverse Videospiele adaptiert, dazu gab es noch einige kurze OVAs.

Serienkurzbeschreibung


Im Jahr 2012 erobern und unterwerfen mysteriöse Invasoren, die Mu, Tokyo. Die überlebenden Menschen scheinen einen schier aussichtslosen Kampf gegen die Wesen aus einer anderen Dimension und ihre Superwaffe, die Dolems, zu kämpfen. Der Schlüssel zum Sieg liegt jedoch unter den kuppelförmig überdachten Mauern Toyko Jupiters, wo die Zeit langsamer verrinnt als in der realen Welt und keiner der Einwohner auch nur ahnt, dass die Stadt von Feinden kontrolliert wird. In all diesem Chaos wird der Teenager Ayato von einem geheimnisvollen Mädchen zum Kampfroboter RahXephon geführt, der nur von Ayato bedient werden kann ...

RahXephon © 2001 BONES·Yutaka Izubuchi/Rahxephon project
© 2001 BONES·Yutaka Izubuchi/Rahxephon project

Ihr mögt krytische, rätselhafte Erzählweisen, in denen ihr euch die Hintergründe, Umstände und so weiter eher er-puzzeln als umkompliziert erfahren dürft? Dann seid ihr bei RahXephon genau richtig. Die mitunter mit diversen Größen wie Neon Genesis Evangelion verglichene Animeserie aus dem Hause "Bones" (Chaika, Eureka Seven) fordert den Zuseher mit einem fantasivollen Science Fiction-Mystery-Romance-Mecha-Mix, bei dem deren volle Aufmerksamkeit gefordert wird. Ja, vielleicht sogar Durchhaltevermögen, denn die ersten paar Folgen lassen einen komplett im Dunklen tappen, was den weiteren Fortgang, die Wichtigkeit einzelner Charaktere, das Feindbild der Menschheit oder das grundlegende Szenario in dem sich Ayato und sein nur von ihm zu steuernder Mecha bewegen. Wer einen geradlinigen, simpel runterzubingenden Allerwelts-Anime erwartet, ist hier komplett falsch. Und auch wenn ein Mecha eine große Rolle in RahXephon spielt und auch wenn die Terraner im kriegerischen Konflikt mit der Alienrasse liegen, ist diese unter der Regie von Yutaka Izubuchi (Star Blazers: Space Battleship Yamato 2199) enstandene 26-teilige Epsidonreihe weit weg davon, ein simpler Action-SF-Anime zu sein. Deswegen kommt die Action nicht zu kurz, aber darauf liegt hier nun ganz sicher nicht das Hauptaugenmerk.


Gut, die Serie entstammt dem Jahr 2002 - ihr dürft euch also nicht über das 4:3 Bildformat wundern. Wundern dürft ihr euch über den durchaus eigenen Zeichenstil, der wenig mit den heute meist CG unterstützten Werken zu tun hat. Wundern dürft ihr auch aber auch über den großartigen Soundtrack von Ichiko Hashimoto, der schon mit seinen Kompositionen für Code Geass: Akito to the Exile begeistern konnte. Die ebenso komplexe wie unterhaltsame Sci-Fi-Saga bringt euch Anime- und Japan-Spezialist Nipponart (www.nipponart.de) ab dem 6. Februar auf DVD und erstmals auch auf Blu-ray. Die vier Disks (Blu-ray, bei der DVD-Version sind es 5) beinhalten die rund 650 Minuten Serienvergnügen auf Deutsch und im Originalton (Japanisch). Dem wirklich ungemein schicken Digibook liegen dazu noch drei hübsche Sticker bei.


© Text: onyourscreen.de / BM


 
 
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