Philip K. Dick-Verfilmungen on your screen
Artikel vom 22.07.2011 | Themen

Philip K. Dick-Verfilmungen on your screen




„Das ist Kunst, spätestens in tausend Jahren!“, muss sich Philip K. Dick gedacht haben. Das Werk des 1928 in Chicago geborenen Schriftstellers, der heute zu den berühmtesten Science-Fiction-Autoren zählt, fand zu seinen Lebzeiten erst sehr spät Anerkennung. Gut, dass es nicht tausend Jahre, sondern nur einige Jahrzehnte gedauert hat, bis zuerst die Leser und dann Hollywood auf das Werk des 1982 gestorbenen amerikanischen Schriftstellers aufmerksam geworden sind. Dicks Werke handeln fast immer über die Manipulation von Erinnerungen, das Spiel mit Identitäten, die Frage nach Realität und über das eingeengte Leben in einem übermächtigen Polizeistaat – Themen, an denen der drogenabhängige Autor selber lebenslang gelitten haben muss. Dabei sind es immer kleine geniale Ideen mit denen Dick die großen Themen anfasst und die die Hollywoodstudios seit einiger Zeit immer wieder neu aufwärmen. Sie inspirierten Filmemacher zu Filmen wie Vergiss mein nicht, Matrix, Vanilla Sky, Memento oder Truman Show. Die Liste der offiziellen Verfilmungen seiner Geschichten hat mittlerweile eine beträchtliche Länge. Gerade erst wurde ihr mit der im Juli 2011 erschienenen Sci-Fi-Romanze Der Plan (u.a. mit Matt Damon und Emiliy Blunt) wieder ein Eintrag hinzugefügt. Dicks Zukunftsvisionen sind Meilensteine der Science-Fiction-Literatur, Pointierungen unserer existenziellen Fragen und außerdem ein Spiegel der politischen Stimmung der 50er und 60er Jahre. Können die Philip K. Dick-Adaptionen aus Hollywood da mithalten? Onyourscreen.de nimmt die Liste mal unter die Lupe.

Originalbuchvorlage: Do Androids Dream of Electric Sheep?, 1968 (dt. Titel: Träumen Androiden von elekrischen Schafen?)
Der Blade Runner
Originaltitel: Blade Runner
Genre: Science-Fiction
Regie: Ridley Scott
Cast: Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young, Edward James Olmos
Produktionsland/-jahr: USA, 1982
 

Die Verfilmung des Romans „Träumen Androiden von Elektrischen Schafen?“ durch Ridley Scott verhalf Dick und seinen Geschichten zu spätem Ruhm. Leider verstarb er noch bevor der Film in die Kinos kam. Obwohl Blade Runner im Kino zunächst floppte, erreichte er spätestens seit dem Director's Cut Kultstatus. Er handelt von dem Kopfgeldjäger Rick Deckard (Harrison Ford), dessen Auftrag es ist, illegal auf der Erde lebende Replikanten aufzuspüren. Durch persönliche Verwicklungen stellen sich bei Deckard jedoch bald Zweifel an seiner Aufgabe ein. Der Film markiert den Startschuss für Hollywoods Interesse an den Sci-Fi-Ideen Dicks. Kaum eine der folgenden Adaptionen kommt an den Genre machende Blade Runner heran. Regisseur Ridley Scott schafft eine unerreichte, düstere Stadt-Slum-Optik. Die Stimmung des Films trägt über die wenigen Stellen hinweg, in denen die Handlung in den Leerlauf schaltet.

Originalbuchvorlage: We Can Remember It For You Wholesale, 1966 (dt. Titel: Erinnerungen en gros)
Die totale Erinnerung - Total Recall
Originaltitel: Total Recall
Genre: Science-Fiction
Regie: Paul Verhoeven
Cast: Arnold Schwarzenegger, Rachel Ticotin, Sharon Stone, Michael Ironside
Produktionsland/-jahr: USA, 1990
 

Robocop-Regisseur Paul Verhoeven nahm sich des Drehbuchs zu der Kurzgeschichte „Erinnerungen en gros“ vor, die Dick 1966 in einer Science-Fiction-Zeitschrift veröffentlichte. Die Story dreht sich um den Bauarbeiter Douglas Quaid (Arnold Schwarzenegger) der von einer Reise zum Mars träumt. Da er sich die wirkliche Reise nicht leisten kann, nimmt er das Angebot der REKALL Inc. an, deren Geschäft darin besteht, dass sie Menschen lediglich Urlaubserinnerungen implantieren. Während der Behandlung geht jedoch etwas schief. Und Quaid muss sich fragen: Was ist real und was ist erträumt? Nach mehreren Produktionsanläufen wurde Dicks tiefgründige Kurzgeschichte zu einem Hollywood-Action-Blockbuster – einem typischen Schwarzenegger - aufgepumpt. Dennoch sollte man Total Recall nicht unterschätzen. Die seltsamen Mutanten in der Mars-Kolonie, der ein oder andere Spezialeffekt oder wie sich der Arnie die riesige rot leuchtende Sonde aus der Nase popelt - das ist...naja... als spätabendliche Weihnachtstagwiederholung, nach dem Feier-Marathon mit der lieben Verwandtschaft allemal gute Sci-Fi-Unterhaltung.



Originalbuchvorlage: Confessions of a Crap Artist, 1975 (dt. Titel: Eine Bande von Verrückten)
Confesseions d'un Barjo
Originaltitel: Confesseions d'un Barjo
Genre: Drama
Regie: Jérôme Boivin
Cast: Anne Brochet, Richard Bohringer, Hippolyte Girardot
Produktionsland/-jahr: Fankreich, 1992
 

Der französische Film von 1992 ist in Deutschland nicht als DVD/Blu-Ray erschienen. Er beruht auf dem einzigen Nicht-Science-Fiction-Roman „Eine Bande von Verrückten“, der zu Dicks Lebzeiten veröffentlicht wurde. Die Geschichte dreht sich um Jack, einen Wissenschafts- und Verschwörungstheorien-Nerd, der zu seiner Schwester aufs Land zieht, wo er allmählich den Verstand verliert.

Originalbuchvorlage: Second Variety, 1953 (dt. Titel: Variante Zwei)
Screamers – Tödliche Schreie
Originaltitel: Screamers
Genre: Science-Fiction
Regie: Christian Duguay
Cast: Peter Weller, Roy Dupuis, Jennifer Rubin, Andrew Lauer
Produktionsland/-jahr: USA, 1995
 

Die Story „Variante Zwei“, die Regisseur Christian Duguay 1995 unter dem Titel Screamers auf die Leinwand brachte, ist ein packender und böser Klassiker der Dickschen Kurzgeschichten. In der frühen Phase des Kalten Krieges verfasst, entwirft die Kurzgeschichte ein deprimierendes Zukunftsszenario für den Ausgang des Rüstungskrieges. Insofern ist Variante Zwei sicher eines von Dicks politischsten Werken. Die Handlung von Screamers dreht sich um eine post-apokalyptische Kriegsphase, in der eine Seite der Kriegsparteien Roboter einsetzt, um Soldaten der Gegenseite zu töten. Die sogenannten Screamer (kleine unter der Erdoberfläche wülenden Messer-Roboter) besitzen die Fähigkeit, sich selbst zu reproduzieren. Es kommt, wie es kommen muss: Sie vollziehen einen neuen Entwicklungsschritt und richten sich schließlich gegen die Soldaten aller Seiten. Allerdings bediente man sich 1995 nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nicht mehr der alten Feindschaft zwischen Sowjets und Amerikanern (wie noch Dick in Variante Zwei), sondern ließ stattdessen – sehr viel zeitgenössischer - Arbeiter gegen Wirtschafts-und Industriebosse kämpfen. Leider schafft es der Low-Budget-Film nicht, die dichte Atmosphäre der Vorlage – irgendwo zwischen Science-Fiction und Stalingrad – einzufangen.



Originalbuchvorlage: Impostor,1953 (dt. Titel: Hochstapler)
Impostor – Der Replikant
Originaltitel: Impostor
Genre: Science-Fiction
Regie: Gary Fleder
Cast: Gary Sinise, Madeleine Stowe, Vincent D'Onofrio, Tony Shalhoub
Produktionsland/-jahr: USA, 2001
 

Impostor, nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von 1953, beginnt durchaus verheißungsvoll. Genau dasselbe dachten sich wohl auch die Produzenten des eigentlich auf 30 Minuten ausgelegten Projekts und bliesen den Film auf beachtliche 102 Minuten auf. Die Story dreht sich um den Ingenieur Spencer John Olham, der in dem intergalaktischen Krieg gegen die Spezies der Centauri Waffen entwickelt. Als er verdächtigt wird, ein feindlicher Replikant, eine künstliche aber organische Nachbildung des echten Olhams zu sein, muss er sich vor der eigenen Polizei verstecken. In der Folge versucht er verzweifelt, seine Unschuld zu beweisen. Leider weiß man, so sehr Gary „Lieutenant Dan“ Sinise in der Hauptrolle auch dagegen anspielt, bereits nach kurzer Zeit, wie das „völlig überraschende“ Ende Spencer John Olhams aussehen wird. Ein alternativer Handlungsstrang hätte vielleicht ein wenig von der Pointe ablenken können, war aber wohl in dem 40 Millionen Dollar Budget nicht mehr drin, genauso wie neue Uniformen für die Polizisten – die wurden nämlich einfach aus dem Film Starship Troopers übernommen.

Originalbuchvorlage: Minority Report, 1956 (dt. Titel: Der Minderheiten-Bericht)
Minority Report
Originaltitel: Minority Report
Genre: Science-Fiction
Regie: Steven Spielberg
Cast: Tom Cruise, Colin Farrell, Samantha Morton, Max von Sydow
Produktionsland/-jahr: USA, 2002
 

Niemand geringeres als Steven Spielberg sicherte sich diese Kurzgeschichte Philip K. Dicks, die bereits 1956 in der Zeitschrift Fantastic Universe erschien. Bereits kurz nach Total Recall (1990) sollte Minority Report, quasi als Fortsetzung in einer Dick-Reihe produziert werden. Es dauerte jedoch fast ein Jahrzehnt bis Spielberg ein verfilmbares Drehbuch in den Händen hielt. Tatsächlich zeigt Minority Report was aus den Ideen Philip K. Dicks herauszuholen ist. Der dystopische Zukunftsentwurf, den Dick in dieser Geschichte präsentiert, handelt von der Precrime-Polizeiabteilung, die Mörder verhaftet, deren Taten noch nicht geschehen, aber von sogenannten „Precogs“ vorhergesehen wurden. Als John Anderton, selber ein Precrime-Beamter, wegen zukünftigen Mordes verhaftet werden soll, gerät das System aus den Fugen. Spielbergs Film ist kurzum Science-Fiction der Extraklasse. Der Film bietet eine (im wahrsten Sinne des Wortes) coole Optik (dank Bleach-Bypass-Effekt) und eine Fülle an unterhaltsamen Ideen für technologische Entwicklungen der Zukunft. Selbst die in der Kurzgeschichte aufgeworfenen moralischen Fragestellungen kommen im Subtext zum Vorschein. Minority Report ist ein kurzweiliger, rasend schneller Thriller – so schnell, das man über die logischen Stolpersteine, die Zeitparadoxien immer mit sich bringen, nur so hinweg fliegt.

Originalbuchvorlage: Paycheck, 1953 (dt. Titel: Zahltag)
Paycheck – Die Abrechnung
Originaltitel: Paycheck
Genre: Science-Fiction
Regie: John Woo
Cast: Ben Afflek, Uma Thurman, Aaron Eckhart, Paul Giamitti, Colm Feore
Produktionsland/-jahr: USA, 2003
 

Das verhängnisvolle Wissen um die eigene Zukunft beschäftigte Dick in vielen seiner Geschichten – so auch in Paycheck. Das Spiel mit selbsterfüllenden Prognosen und die Frage nach freiem Willen in einem vorbestimmten Schicksal taucht sowohl in „Minority Report“, in „Adjustment Team“, als auch in „The Golden Man“ auf, oftmals gepaart mit dem Thema eines repressiven Polizeistaates (wohl eine Reaktion Dicks auf die McCarthy-Ära, in der viele seiner klassischen Texte entstanden). In der Paycheck-Verfilmung von 2003 fällt letzteres Thema unter den Tisch, ebenso wie jegliche psychologische Tiefe in den Figuren. Regisseur John Woo, bekannt für furiose Action und Explosionen, verstümmelt die Literaturvorlage auf das Nötigste. Im Gegensatz zur Hauprfigur Jennings muss der Zuschauer keineswegs in die Zukunft geblickt haben, um jeden einzelnen Handlungsschritt in diesem viel zu langen Katz-und-Maus-Spiel vorhersehen zu können. Der Film wirkt insgesamt unmotiviert. Selbst die Actionszenen sind ein billiger Aufguss von Woo's Mission Impossible II. Wenn man dann auch noch Uma Thurman als blondes Bondgirl-Dummchen sehen muss und das neben einem ausdrucksleeren, dafür aber stets gut frisierten Trauerspiel Ben Afflek, dann wünscht man sich, man könnte sich das eigene Gedächtnis löschen. In der Reihe der Dick-Verfilmungen ist Paycheck vor dem Hintergrund des 60 Mio. Dollar Budgets und der Starbesetzung die wohl größte Enttäuschung.

Originalbuchvorlage: A Scanner Darkly, 1977 (dt. Titel: Der dunkle Schirm)
A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm
Originaltitel: A Scanner Darkly
Genre: Science-Fiction
Regie: Richard Linklater
Cast: Keanu Reeves, Rory Cochrane, Robert Downey Jr., Woody Harrelson, Winona Ryder
Produktionsland/-jahr: USA, 2003
 

Was die Geschichte „Der dunkle Schirm“ so besonders macht, ist, dass sie weniger eine Science-Fiction-Story darstellt, als vielmehr ein autobiografischer Versuch, in dem Philip K. Dick seine eigenen Erfahrungen mit der Drogensucht verarbeitet. Regisseur Richard Linklater bemüht sich eng an der Vorlage des Originals zu bleiben. Die Verfilmung des autobiografischen Romans zeugt sogar von einer regelrechten Verehrung für den Autor, indem sie sich mit zahlreichen kleinen Anspielung auf Figuren oder Titel aus den Geschichten Dicks vor dem Schriftsteller verbeugt. A Scanner Darkly ist meisterlich gespielt (vor allem Robert Downey Jr.), er ist skurril, manchmal komisch, vor allem aber nachdenklich. Dabei bedient sich Linklater einer experimentalen Filmtechnik, bei dem die gefilmten Szenen nachträglich Bild für Bild abgezeichnet wurde, wodurch ihm ein faszinierender Zeichentrick-Look verliehen wurde – ein Drogenfilm der ganz besonderen Art.



Originalbuchvorlage: The Golden Man, 1954(dt. Titel: Der Goldene Mann)
Next
Originaltitel: Next
Genre: Action
Regie: Lee Tamahori
Cast: Nicolas Cage, Julianne Moore, Jessica Biel, Thomas Kretschmann
Produktionsland/-jahr: USA, 2007
 

Warum dieser Actionstreifen von Lee Tamahori aus dem Jahr 2007 als ein Film nach einer Idee von Dicks „The Golden Man“ gilt, ist ein großes Rätsel. Tatsächlich hat er mit der Kurzgeschichte lediglich gemeinsam, dass der Protagonist jeweils Cris Johnson heißt und dass dieser die Fähigkeit besitzt, für einige Minuten in seine eigene Zukunft zu blicken. Ansonsten greift Next, der ansonsten solide Hollywood-Action bietet, nichts von den starken Ideen der Kurzgeschichte auf. Während Nicolas Cage als Cris Johnson seine Begabung in den Dienste der Terrorbekämpfung stellt, versucht die Hauptfigur in der Originalvorlage den Behörden zu entfliehen, weil er als Mutant gefangen und getötet werden soll. Der wirkliche Cris Johnson ist ein goldschimmernder Halbgott mit Löwenmähne, ein Gegenentwurf zum Identitäts- und Gedächtniswesen Mensch – wenn das mal nicht spannender klingt als ein Nicolas Cage im Einsatz für die amerikanische Terrorhysterie.

Originalbuchvorlage: Radio Free Albemuth, 1976 (dt. Titel: Radio Freiea Albemuth)
Radio Free Albemuth
Originaltitel: Radio Free Albemuth
Genre: Science-Fiction/Drama
Regie: John Alan Simon
Cast: Alanis Morissette, Jonathan Scarfe, Shea Whigham
Produktionsland/-jahr: USA, 2010
 

Der 1976 erschienene Science-Fiction Roman „Radio Free Albemuth“ ist neben „A Scanner Darkly“ das vielleicht autobiografischste Buch Philip K. Dicks. Zumindest aber gibt es einen umfangreichen Einblick über Einstellungen und Denken des Autors, nicht zuletzt, weil Dick selber als Figur in dieser Geschichte auftaucht. Wann der Film mit Alanis Morissette die Hauptrolle in Deutschland veröffentlicht wird, ob im Kino oder auf DVD ist noch nicht klar. Zur Zeit läuft Radio Free Albemuth auf Filmfestivals in den USA.



Originalbuchvorlage: The Adjustment Team, 1954 (dt. Titel: Umstellungsteam)
Der Plan
Originaltitel: The Adjustment Bureau
Genre: Science-Fiction/Drama
Regie: George Nolfi
Cast: Matt Damon, Emily Blunt, Anthony Mackie, Shohreh Aghdashloo
Produktionsland/-jahr: USA, 2011
 

Haben wir einen freien Willen oder sind alle unsere Entscheidungen bereits vorherbestimmt? Gibt es so etwas wie Zufall, oder ist das, was zufällig erscheint, in Wirklichkeit Teil eines großen Plans? Regisseur George Nolfis lässt uns in seinem Spielfilmdebüt mal hinter den Vorhang von Zufall und freien Willen schauen und siehe da: Gleich ein ganzer Verwaltungsapparat sorgt seit der Renaissance-Zeit mit kleinen Eingriffen dafür, dass die Menschen nicht von dem Pfad abweichen, der für sie geschrieben ist. Der Abgeordnete David Norris (Matt Damon) gerät mit diesen Bürokraten in Konflikt als er sich in die Tänzerin Elise (Emily Blunt) verliebt. Eine Liebesbeziehung mit ihr ist für Norris, der nach Plan zum Präsidenten aufsteigen soll, nicht vorgesehen. Nolfis Film versucht den Science-Fiction Gehalt der Kurzgeschichte „Adjustment Team“ mit einer Romanze zu verknüpfen, setzt sich dabei aber leider zwischen zwei Stühle. Um als Weltformel-Offenbarung a la Matrix begeistern zu können, fehlt dem Film die Ernsthaftigkeit und die logische Stringenz. Er hätte sicher das Zeug gehabt zu einem Liebesfilm der etwas anderen Art – etwas mehr Selbstironie wäre allerdings dringend notwendig gewesen. Letztlich führt das Spiel mit dem Schmetterlingseffekt in die logische Sackgasse und der unvermeidliche metaphysisch-religiöse Anstrich, der dem Film gegeben wurde, in die Hollywood-Banalität.


© Text: onyourscreen.de / MAD


 
 
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