© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
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Artikel vom 25.02.2013 | Heimkino->Blu-Ray

Myn Bala - Krieger der Steppe



Ein Historienepos aus Kasachstan


Na? Wieviele kasachische Filme hast du denn schon so gesehen? Vermutlich ähnlich viele wie wir, nämlich keinen. Bei dem hier vorliegenden Myn Bala - Kireger der Steppe handelt es sich um ein actiongeladenes Drama, das Kasachstan 2013 in das Oscar-Rennen geschickt hat. In die engere Auswahl um den besten ausländischen Film ist die Geschichte um den Krieger Sartai und seine Horden zwar nicht gekommen, hat aber viele begeisterte Kinozuschauer hinterlassen. Wir haben uns das 26. Februar 2013 in Handel erscheinende Leinwandabenteuer mal genauer angesehen.

Mediafacts
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Cover: Myn Bala – Krieger der Steppe
Titel: Myn Bala – Krieger der Steppe
Originaltitel: Myn Bala
getestete Version: Blu-ray
Cast: Asylkhan Tolepov, Aliya Anuarbek, Ayan Utepbergen, Kuralai Anarbekova, Tlektes Meiramov
Regie: Akan Satayev
Produktionsland: Kasachstan
Studio/Verleih: Pandastorm Pictures, Ascot Elite Home Entertainment
DVD-Release: 2013
Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: 133 Minuten
Sprache: Deutsch (DD 5.1), Kasachisch / Mongolisch (DD 5.1)
Regioncode: 2
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren

Filmkurzbeschreibung


Zentralasien im 18. Jahrhundert: Mongolische Reiter, die Dzungaren, Nachfahren der berühmten Goldenen Horde Dschingis Khans, beherrschen gewaltsam die kasachische Steppe. Sie überfallen auch das Dorf des jungen Sartai und töten dessen Mutter und Vater. Jahre später ist Sartai zu einem Krieger herangewachsen, der sich nicht mehr länger in den Bergen verstecken will. Mit seinen Freunden schwört er die verhassten Dzungaren zu vertreiben und rekrutiert Kämpfer, die alsbald ihre ersten Überfälle begehen und sich schnell einen Namen machen. Sartai erlangt eine Art Heldenstatus, der nicht allen Mitstreitern gefällt und so kommt es zu Streitigkeiten unter den „Myn Bala“ (Tausend Jungen). Währendessen schließen sich die unterdrückten kasachischen Stämme und deren Fürsten zusammen - die Völker der Steppe bereiten sich auf die finale Schlacht vor, in der die "Myn Bala" eine entscheidende Rolle spielen werden.

Das meint onyourscreen.de zum Film


Myn Bala - Krieger der Steppe führt uns in die in die Zeit, als die zentralasiatische Steppe von mongolischen Reiterhorden heimgesucht wurde und sich eine Gruppe junger Krieger heldenhaft den Eindringlingen aus dem Osten entgegenstellt. Regisseur Akan Satajew inszenierte um diese Geschichte ein opulentes Abenteuer mit prächtiger Ausstattung, einem Großaufgebot an Komparsen und beeindruckend choreographierten Schlachten. Dieser Film wurde auch als Erinnerung zum 20jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit Kasachstan von der Sowjetunion produziert und hat rund 7 Millionen US-Dollar gekostet, was vergleichsweise wenig erscheint, wenn man sich diese bildgewaltige Stück Monumentalkino anschaut. Gott-sei-dank ist die Synchronisation durchaus gelungen, was leider, gerade bei asiatischen Filmen, oft nicht glückt. So kann man den handelnden Personen leicht folgen und die Verstrickungen und Seilschaften im Film gut nachvollziehen. Das dabei trotzdem ein paar kleine Logiklöcher verbleiben, kann man bei den oft überwältigenden Bildern getrost verschmerzen.

onyourscreenSHOTs

Bild links Bild rechts
  • Sartai (Asylkhan Tolepov) führt seine „Myn Bala“ (tausend Jungen) in die Schlacht<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
  • v.l.:Sartai (Asylkhan Tolepov) und seine beiden besten Freunde Taimas (Ayan Utepbergen) und Khorlan (Kuralai Anarbekova)<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
  • Der Anführer der mongolischen Horden, Ritter Zhonon Batur<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
  • Die mongolische Festung Akzhar<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
  • Sartai (Asylkhan Tolepov) im Kampf<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
  • Die Entscheidungsschlacht um die Steppe hat begonnen<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
  • Der Ältestenrat beschließt den Krieg gegen die mongolischen Horden <br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH

Das meint onyourscreen.de zur Blu-ray


Blabla ... Bild super, Ton prima. Jo. Aber mittlerweile regt es einen Sammler wirklich auf, wie wenig Wertschätzung manchen Filmen entgegengebracht wird. Gut, nicht jeder Film braucht irgendwelche Dreingaben in Form von Extras. Aber so ein aussergewöhnliches Werk aus einem Land, von dem man in der Regel nur selten eine DVD bzw. Blu-ray in der Hand hält, könnte man doch das eine oder andere Extra gönnen?! Aber nix da. Nur ein Trailer wartet auf den BR-Käufer. Ärgerlich. Dafür kann man wenigstens dem FSK-16-Flatscher aus dem Weg gehen, dank Wendecover.

onyourscreenSHOTs

Bild links Bild rechts
  • Sartai (Asylkhan Tolepov) ist ein hervorragender Bogenschütze<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
  • v.l.:Sartai (Asylkhan Tolepov), Sabit (Dauren Sergazin) und Taimas (Ayan Utepbergen)<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
  • Khorlan (Kuralai Anarbekova)<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
  • Legendär: Die Steppenkrieger sind hervorragende Reiter<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
  • Die Truppen der Steppenkrieger haben sich in einem großen Heerlager versammelt<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
  • Die mongolischen Truppen sind bereit für die finale Schlacht<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
  • Der mongolische Herrscherpalast<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH
  • Viele Bewohner der Steppe werden von den Mongolen versklavt und verkauft<br>© 2013 Pandastorm Pictures GmbH

Onyourscreen.de-Fazit zu Myn Bala - Krieger der Steppe


Sicher, die Geschichte des Films, ob vor historischem Hintergrund oder auch nicht, ist recht generisch. Oft schon durften wir Heranwachsenden beim Rachefeldzug gegen die Mörder ihrer Eltern zuschauen. So verläuft der Spannungsbogen bis hin zur finalen Schlacht auch relativ flach, was aber garnicht großartig auffällt, da man ständig von großartigen Landschaftsaufnahmen oder gut choreographierten Kämpfen abgelenkt wird. Myn Bala arbeitet Jahrhunderte der Unterdrückung auf, denn schlussendlich befreien konnte sich Kasachstan erst vor rund 20 Jahren: nach dem Zerfall der Sowjetunion erklärte sich das neuntgrößte Land der Erde 1991 als Republik Kasachstan für unabhängig. Ein Teil der Leiden des immer wieder unterjochten Volks können wir nun auf den eigenen Bildschirmen nachvollziehen, optisch nahezu perfekt dargeboten. Lohnt sich!


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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