Staffeln/Boxen Monk
Artikel vom 24.02.2011 | Heimkino->Serien

MONK



Phobie trifft auf Genie


Am 7. April 2011 erscheint die letzte und abschließende Staffel Monk auf DVD. Damit geht eine der erfolgreichsten amerikanischen Krimiserien der letzten 8 Jahre zu Ende. Ob die acht Staffeln um den neurotischen Privatermittler Adrian Monk ähnlich genial wie sein analytischer Verstand sind, wollen wir hier kurz beleuchten.

Mediafacts
Staffeln/Boxen Monk
Monk, Staffel 1-7
Serientitel: Monk
Originaltitel: Monk
Cast: Tony Shalhoub, Bitty Schram, Ted Levine Produktion: Tony Shalhoub
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: Universal/DVD
Produktionsjahr: von 2002 bis 2009
Spieldauer je Folge: 42 Minuten
Folgen insgesamt: 125
Sprache: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
Regioncode: 2
Format: 4:3 - 1.33:1

Serien-Kurzbeschreibung


San Francisco. Nach dem gewaltsamen Mord an seiner geliebten Frau Trudy verlässt Adrian Monk, ehemaliger Polizist beim Morddezernat des San Francisco Police Department, über drei Jahre nicht mehr seine Wohnung. Unterstützt von einer persönlichen Assistentin - die ersten drei Staffeln ist das die ehemalige Krankenschwester Sharona Fleming, danach die verwitwete und alleinerziehende Mutter Natalie Teeger - bessert sich sein Zustand soweit, das er trotz seiner zahlreichen Phobien und heftigen Zwangstörungen den neuen Job als Privatermittler und freier Berater des Morddezernats in Angriff nehmen kann.
Das Monks Wunsch nach einer symetrischen geordneten und möglichst keimfreien Umgebung in so manch Widerspruch zu seiner dauernden Begegnung mit Mord-Tatorten steht, ist nicht nur für den ihn meist begleitenden Ex-Vorgesetzten und Freund Captain Leland Stottlemeyer und dessen Assienten Lieutenant Randy Disher oft Anlass zur Sorge - für den Zuschauer aber ein sich wiederholendes Vergnügen. Die diversen Zwangstörungen und Phobien sind dabei völlig unterschiedlicher Natur - darunter finden sich beispielsweise Klaustrophobie, Angst vor der Dunkelheit, Höhe, Berührungen, nackten Menschen, aber auch Nadeln oder Milch. Zig weitere lassen ihn oft an seiner Umwelt scheitern, bei seinen teils kniffligen Fällen scheitert er dagegen nie. Nur der Mord an seiner Frau Trudy bleibt über die komplette Serie unaufgeklärt - erst am Ende der letzten Staffel verschafft sich Adrian auch dazu Gewissheit.

Alle Monk-Staffeln könnt ihr hier bestellen

Das meint onyourscreen.de zur Serie


Monk polarisiert. Entweder nervt einen die Serie oder man liebt sie. Dazwischen gibt es kaum Spielraum. Der eine lacht halt darüber wenn Monk versucht die Füllmenge zweier Kaffekannen gegeneinander abzugleichen oder seine Zahnbürste vor Gebrauch auskocht, den anderen törnt genau das möglicherweise ab.
Wenn man der Produktion des Hauptdarsteller Tony Shalhoub von Anfang an eine Chance gibt, entdeckt man, das man zwar jede Folge abgeschlossen für sich ansehen und verstehen kann, sich der tatsächliche Charme der Serie aber erst durch die Komplexität des Ganzen erschließt. Die offensichtlichen und weniger deutlichen Handlungstränge, die sich teils über die kompletten acht Staffeln ziehen, schaffen es, dem Zusseher einige der Charaktere ans Herz wachsen zu lassen. Neben der oft melancholischen Geschichte von Monks Jagd nach dem Mörder seiner geliebten Frau, entwickelt sich auch die Freundschaft von unserem Neurotiker zu Captain Stottlemeyer und Lieutenant Disher erst so nach und nach und erlangt immer neue Facetten. Die Beziehung zu seinen Assistentinnen ist auch so eine Neverending Story, unterbrochen nur durch den Darstellerwechsel während der dritten Staffel. Aber auch die immer wiederkehrenden Besuche bei seinem Psychologen, das dauernde Aufeinandertreffen und gegenseitige Messen mit Phobie-Leidensgenossen Harold Krenshaw aber auch die Beziehung zu seinem Bruder Ambrose (gespielt von dem grandiosen John Turturro) halten den Zuseher bei der Krimistange.
Ein Nachteil der Serie ist das bedingungslose Zuschaustellen der kriminologischischen Genialität von Adrian Monk. Das lässt die Autoren zu immer abstruseren Fällen greifen - was so manches mal stark überzogen wirkt und an der Glaubwürdigkeit der Geschichten rüttelt. Aber Gott-sei-dank folgt danach auch meist ein Highlight und lässt die schwächeren Epsisoden schnell vegessen.


Das meint onyourscreen.de zu den DVD-Boxen


Bild naja, Ton gut, Extras fast Fehlanzeige. So könnte man durchgehend die Staffeln um das geniale Phobienwrack Adrian Monk beschreiben. Neben der etwas längeren Pilotfolge folgten erstmal nur 12 weitere Episoden auf Box Staffel Eins. Danach warten konstant 16 Folgen pro Box auf den geneigten Krimifan. Das die eigentlich in den USA in 16:9 veröffentlichten DVDs bei uns nur im Format 4:3 auf DVD erscheinen ist ärgerlich, allerdings bei einer Serie die ihr Hauptaugenmerk nicht auf die Optik und Effekte legt doch zu verschmerzen.

Staffeln/Boxen Monk
Das wäre Monk nicht passiert

Das wäre Monk nicht passiert


Das ausgerechnet beim so die Ordnung und die Symetrie liebenden Monk und seinen deutschen DVD-Staffeln ein optischer Fauxpas passiert, ist eigentlich unfassbar.

Da prangt sechs Staffeln lang eines der vielen monk'schen Gesichter "unten" auf dem Coverrücken, und Universum meint das in Staffel 7 mal nach "oben" setzen zu wollen. Hallo? Wie sieht dann das aus wenns nebeneinander im Regal steht?
Ich bin mir ziemlich sicher das unser Adrian ruck-zuck das Hyperventilieren anfangen würde, würde er das sehen.

Darauf zur Beruhigung ein Sierra Springs!

Onyourscreen.de-Fazit zu MONK


Monk nervt. Monk ist witzig. Man darf mit Monk mitfühlen und tut das auch. Man freundet sich schnell mit den Charakteren der Serie an, egal ob Randy, Leyland, Nathalie, Ambross oder wie sie alle heißen. Insgesamt 125 Folgen erwarten den Zuseher, 20 weniger hätten es auch getan - die eine oder andere recht dröge Episode ist halt mal dabei. Aber die immer wieder kommenden Highlightfolgen und tollen Special Guests (u.v.a. Snoop Dogg, Tim Curry oder die großartige Sarah Silverman) lassen einen dabeibleiben und sorgten zumindest bei uns dafür, das wir uns auch die am 4. April 2011 erscheinende achte und letzte Staffel ins Regal stellen.

Alle Monk-Staffeln könnt ihr hier bestellen


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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