Mobsters © Explosive Media
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Artikel vom 20.04.2014 | Heimkino->Blu-Ray

Mobsters



Lucky Luciano in HD


Mobsters? Was zur Hölle ist das? Mobster nennt man landläufig diejenigen, die zur us-italienschen Cosa Nostra oder der us-jüdischen Kosher Nostra gerechnet wurden oder zumindest im weitesten Sinne mit dem organisisierten Verbrechen zu tun hatten. Als ganz und gar unbedeutende Mobster fingen Charlie "Lucky" Luciano und seine auch heute noch berühmt berüchtigten engen Freunde Meyer Lansky, Frank Costello und Bugsy Siegel an - ihren Weg an die Mafia-Spitze erleben wir in Mobsters - Die wahren Bosse.

Mediafacts
Mobsters © Explosive Media
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Cover: Mobsters
Titel: Mobsters - Die wahren Bosse
Originaltitel: Mobsters
getestete Version: Blu-ray
Cast: Christian Slater, Patrick Dempsey, Richard Grieco, Costas Mandylor, Anthony Quinn
Regie: Michael Karbelnikoff
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: Explosive Media
Erscheinungstermin: 2014
Produktionsjahr:1991
Spieldauer: 121 Minuten
Sprache: Deutsch, Englisch DTS-HD 2.0 (mono)
Regioncode: 2
FSK: ab 18 J.

Filmkurzbeschreibung


Charlie "Lucky" Luciano, Meyer Lansky, Frank Costello und Bugsy Siegel wachsen in der Lower East Side auf und werden früh von der vorgelebten Gewalt und dem organisiertem Verbrechen geprägt. Die Cosa Nostra beherrscht die Straßen, die kleinen und die großen Fische, hat Einfluss bei der Polizei und der Justiz. Lucky und Frank sind italienischer Abstammung, Meyer und Bugsy jüdisch - und doch beschließen sie gemeinsam in der kriminellen Hierarchie aufzusteigen. Die Prohibition und ihre Bekanntschaft zu ihrem Förderer Arnold Rothstein verhilft ihnen zu erstem Reichtum, Ansehen und Macht. Was dem Don Masseria so garnicht passt, aber zuerst muss er sich mit den aufstrebenden Jung-Mobstern zusammen tun.

Das meint onyourscreen.de zum Film


Mobsters erzählt von vier recht unterschiedlichen Freunden, die es mit List, Tollkühnheit, Loyalität aber auch kühler, tödlicher Berechnung durch die "New Yorker Mafia-Kriege" bis zur Gründung des berühmten "National Crime Syndicate" geschafft haben. Das von Regisseur Michael Karbelnikoff in Szene gesetzt Gangsterepos (das im deutschsprachigen Raum als Die wahren Bosse, Ein teuflisches Imperium oder gerne auch beides zusammen lief) beruht zum größten Teil auf bestätigten, aber um des Films wegen sicherlich überarbeiteten Fakten und Ereignissen. Oft übrigens brutale und äüßerst blutige Ereignisse. Hier gehts beinhart zur Sache denn zwischen der Liebe zu schönen Frauen und der nächsten, tödlichen Schießerei liegen oft nur Augenblicke. Wie heißt es passend dazu in einem der Dialoge: "Eine Hochzeit ist wie eine Beerdigung - aber mit Musik!"
Was in Mobsters anfangs etwas befremdlich wirkt, ist die durchgehende, nahezu comichafte Überspitzung der Charaktere. Das äussert sich beispielsweise in den viel zu jung wirkenden Hauptfiguren, einem ewig fressenden Anthony Quinn als "Don", der durchgeknallten Personalie Vincent "Mad Dog" Coll oder Robert Z'Dar als Rocco, der schon ohne Schminke groteske Züge an sich hat. Aber das gleitet zum Glück nie ins Alberne ab, sondern bleibt in den zu kurzen 121 Minuten seiner Spur treu. Zu kurz? 121 Minuten und zu kurz? Ja, denn hier haben wir es mit so einigen Charakteren zu tun, deren deutlich ausführlichere Einführung dem Film gut getan hätte. Auch der kometenhafte Aufstieg der Vier in der Mobsters-Hierarchie gelingt zu unbegründet und plötzlich. Auch hier hätte mehr Filmzeit, gerade im ersten Drittel, zur Handlungslogik und -ausgewogenheit beigetragen. Das alles macht Mobsters zwar nicht zu einem schlechten Streifen, hält ihn aber davon ab zu den richtig großen Mafia-Filmen zu gehören.



Das meint onyourscreen.de zur Blu-ray


Uncut und in frischer HD-Neuabtastung zeigt sich Mobsters auf der durch Explosive Media veröffentlichten Blu-ray, von einer optisch sehr ansprechenden Seite. Man hat wohl Anthony Quinn selten so scharf und farbig zwischen all der Pasta auf dem Tisch verbluten sehen oder die Entstehung von Luckys Gesichtsnarbe so detailreich mitanschauen dürfen. Zu den 121 Minuten darf man sich noch ein paar wenige Extras gönnen: drei verschiedene Trailer, circa 18 Minuten alternative Szenen sowie eine Bildergalerie mit laut Pressetext seltenen Artworks. Die FSK-18 Disk kommt dankenswerterweise mit Wendecover.

Das Onyourscreen.de-Fazit zu MOBSTERS


Mobsters stelt den frühen Werdegang der einflußreichsten Mafiabosse der 30er Jahre nach.
Charlie "Lucky" Luciano, der es schaffte, der amerikanischen Mafia 15 Jahre lang so etwas wie Frieden zu bereiten und den das Nachrichtenmagazin Time sogar einmal zu den 20 einflussreichsten Perönlichkeiten zählte.
Meyer Lansky, der als sogenannter "Bankier des organisierten Verbrechens" nie verurteilt wurde und unter seines gleichen als absolut ehrenhaft galt.
Frank Costello wurde einer der wichtigsten Bosse seiner Zeit, war zeitlebens gegen den Drogenhandel und ging in der Politik aber auch der Justiz ein und aus
Bugsy Siegel, der cholerische und gewalttätige Part der Vier landete irgendwann in dem noch jungen Las Vegas, kaufte eines der beiden Casinos und ließ es aus Cosa Nostra-Geldern zum viel zu kostspieligen "The Flamingo Hotel" umbauen, was letzendlich sein Schicksal besiegelte.
Nahezu historisch korrekt wird in Mobsters in oft schonungslosen Bildern die ganze Brutalität und Rücksichtslosigkeit der "Familien" dieser Zeit offenbar. Das ist größtenteils unterhaltsam und spannend, auch wenn es nicht an die großen Highlights des Gangster-Genres heranreicht.


© Text: onyourscreen.de / AS

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