LISA © capelight pictures
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Artikel vom 11.09.2020 | Echtes Kino

L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn



Die wahnwitzige Version einer Highschool-Komödie


Die wohl wahnwitzigste Highschool-Coming-of-age-Komödie der Neunzehnachtziger Jahre und mit Sicherheit der durchgeknallteste Film von John Hughes, dem König der Teeniefilme, ist wohl unbestritten L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn. Weird Science - so der Originaltitel aus dem Jahr 1985 -, präsentierte uns "capelight pictures" am 28. August 2020 als DVD und als 2-Disc Limited Collector's Edition im Mediabook (Blu-ray DVD), zeitgleich mit dem bereits besprochenen Das darf man nur als Erwachsener.


Filmkurzbeschreibung


Die Teenager Gary (Anthony Michael Hall) und Wyatt (Ilan Mitchell-Smith) sind die absoluten Verlierer. Geeky Nerds, die niemand wirklich ernst nimmt. Die anderen Jungs in der Schule machen sich über sie lustig und von Kontakt zu Mädchen können sie nur träumen. Doch die beiden haben einen Plan: Statt weiter von Mädchen zu fantasieren, bauen sie sich ihre Traumfrau einfach am Computer nach. Als ihre Kreation nach einem Blitzeinschlag zum Leben erwacht und plötzlich leibhaftig vor ihnen steht, beginnt für die Teenager ein neues Leben, das die umwerfende L.I.S.A. gehörig auf den Kopf stellt!

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Kelly LeBrock alias L.I.S.A.

Als dritte Regiearbeit von John Hughes nach Das darf man nur als Erwachsener (Sixteen Candles, 1985) und The Breakfast Club (1985) lief Cooler Zauber mit Lisa (alternativer deutscher Titel) nicht mehr ganz so erfolgreich wie die Vorgänger und bekam auch nicht nur positive Kritiken. Heutzutage - und das völlig zu Recht - genießt L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn soetwas wie einen Kultstatus. Kein Wunder, der Mördersoundtrack, die absolut abgedrehte Performance nahezu aller Darsteller, die Wahnwitzigkeit der Story und die Referenzen an alte Frankenstein-Titel sorgen dafür, das aus diesem Film selbst ein gewaltiges Stück Popkultur wurde.

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In ihm - so meinen zeitgenössische Kritiker - zeigte John Hughes sein eigenes Geektum: Anthony Michael Hall

So völlig überdreht wie L.I.S.A daherkommt, ist es echt erstaunlich, das dieses Prachtmovie so ungealtert erscheint. Sicher, Klamotten, Frisuren, Tricktechnik - alles heutzutage komplett anders, und trotzdem wirkt der Spaß - der übrigens auch wegen Apples damals erfolgreichem LISA-PC so heißt - nahezu zeitlos. Toll.

Seit dem 28. August 2020 als DVD und als 2-Disc Limited Collector's Edition im Mediabook (Blu-ray DVD) erhältlich - wir freuen uns, das letzgenannte vorstellen zu dürfen. Auf dem Cover wurden keine Experimente gemacht: hier erwartet uns das Original deutsche Filmposter. Die Rückseite zeigt Kelly LeRock alias L.I.S.A vor einem schwarzen Background, darunter prangt der Original-Titel des Streifens. Innen erwartet uns unüblicherweise "kein" Druck hinter den Disc-Trays, dafür aber wiederum ein 24-seitiges Booklet. Wiederum von Jenny Jeck verfasst, beschäftigt sich ihr "Die Atombombe in der Hose: L.I.S.A. Der helle Wahnsinn" bettitelter Text mit sehr und weniger offensichtlichen Themen die der Film anspricht. Die Bildqualität des für die Veröffentlichung neu in 4K gemasterten Film ist klasse, die Farben sind satt, kein Rauschen weit und breit - gegenüber der bisher erhältichen Blu-ray/DVD ist das ein echter Quantensprung. Der Synchro-Ton klingt satt und absolut passend, vor allem liegt er auch in der langen Fassung komplett auf deutsch vor. Auch auf Extras muss man nicht verzichten, im Gegenteil: - "Cooler Spaß mit Lisa" – TV-Fassung (90 min, SD)
- Entfallene Szenen
- "Casting Weird Science" – Im Gespräch mit Casting-Direktor Jackie Burch
- "Dino the Greek" – Im Gespräch mit John Kapelos
- "Chet Happens" – Im Gespräch mit Make-up-Spezialist Craig Reardon
- „Fantasy and Microchips" – Im Gespräch mit Editor Chris Lebenzon
- "Ira Newborn Makes the Score" – Im Gespräch mit Komponist Ira Newborn
- Dokumentation: "It's Alive! Resurrecting Weird Science" (2013, 17 min)
- Original Kinotrailer
- Teaser
- TV-Spots

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"Der stärkste Beitrag zu "Jugend forscht": L.I:S:A: - Die Superfrau aus dem Computer ... soviel Sex geht auf keinen Chip" ... nun ja, schräger Film, noch schrägerer deutscher Claim. Schon unfassbar, was sich John Hughes damals hat einfallen lassen. Er muss schon selbst sehr "Geek" gewesen sein, um einen solchen Streifen um solche zwei Geeks zu machen. Immer noch total überdreht, immer noch total wirr und immer noch zum Schreien komisch. Holt euch die volle Ladung 80er-Teenie-Komödie nach Hause, am besten im Doppelpack mit Das darf man nur als Erwachsener (OYS-Review). Ob bei Capelight noch mehr John Hughes-Huldigungen im Mediabook auf uns warten? Ja? Bitte? Bitte, bitte?


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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