Last seen Mai 2018
Artikel vom 05.06.2018 | Rubriken->Last Seen

Last seen: 5/2018



... und das alles haben wir im Mai 2018 gesehen


Last seen … zuletzt gesehen. Das haben wir im vergangenen Monat im Heimkino, beim Streamingdienst unserer Wahl oder im Kino gesehen. Wir bedienen uns der üblichen 10/10er Wertungsskala - wobei wir anmerken wollen, dass noch nie ein Film bei uns die 10 erreicht hat, jeder Film ab einer 5er Wertung aber durchaus ansehbar ist und Klassiker gerne mal überbewertet erscheinen "könnten". Genug der Vorworte, hinein ins Wertungsvergnügen ... das hier alles haben wir im Mai 2018 gesehen und so haben wir es bewertet:

Schlock (1973, Komödie)
Schlock ist toll! Völlig bekloppt, böse und politisch sowas von inkorrekt! Man erkennt schon hier die Handschrift, die später für Lachtränen bei Kentucky Fried Movie oder Blues Brothers sorgte ... und "Turbine" sorgt mit dem Mediabook in limitierter Auflage für eine würdige Veröffentlichung. Mehr zum Film findet ihr hier in unserem ausführlichen Review
(7,5/10) [Das Mediabook aus dem Hause Turbine bekommt von uns 9/10]

Clown (2014, Horror)
Die meisten Filme in denen Eli Roth seine Finger im Spiel hat (auch wenn er hier nur Mit-Produzent ist), kommen bei uns garnicht gut weg ... der Mann ist irgendwie komplett überbewertet. Trotzdem hat Clown einen gewissen Reiz - die Idee (uns war sie neu) dahinter gefällt, die Ausführung ist durchaus gruselig. Nicht schlecht!
(6/10)

Slaughter (2009, Horror)
Interessanterweise kommt Slaughter bei uns besser weg als beim Mainstream. Sicher, das ist weiß Gott kein guter Film, aber nette Horrorthrillerkost für zwischendurch. Kann man sich durchaus geben.
(5,5/10)

Heiße Katzen (1967)
*singt* Eurospy, Eurospy - ja wir mögen Eurospy *singt* ... dieses aus den frühen Bond-Erfolgen erwachsene Genre hat es uns angetan. Heiße Katzen ist zwar nicht der allerbeste Vertreter des europäischen Agentenfilms, kann aber mit Elke Sommer und Sylva Koscina zwei Pluspunkte aufweisen, die Deadlier than the Male sind ... und hübscher anzusehen. Mehr zum Film findet ihr hier in unserem ausführlichen Review
(6,5/10) [das MB von Nameless bekommt von uns 8,5/10]


Deadpool 2 (2018, Komödie mit ein klein wenig Superheldeneinschlag)
Nein, wir sind nicht der Meinung das Deadpool wirklich gut ist, das war auch schon beim ersten Teil so. Dummerweise wird im zweiten Erguss von Ryan Reynolds genauso wenig Wert auf die Story gelegt wie in Teil Eins, dazu ist der allgemeine Humor noch weiter Richtung "Grundschule" gerutscht (diese DP mit Babybeinchen-Szene ist einfach übel). Was ihn auf eine solide 6,5/10 bei uns hebt, ist der weiterhin gute Humor, wenn es um das Genre an sich oder um popkulturelle Dinge geht.
(6,5/10)

Solo (2018, Science Fiction)
Entschuldigung? Was sollten denn die ganzen miesen Kritiken und Verurteilungen die bereits vor der ersten Presseaufführung durch Klick-geile Kritiker durch das Internet getrieben wurden? Habt ihr einen an der Waffel? Alden Ehrenreich kann nicht schauspielern? Der Regisseurwechsel kann nur scheiße sein? Ron Howard hats nicht drauf? Disney hat sowieso doofe Ohren? Ihr habt doch geboxt: dieser vielleicht minimal zu lange Science Fiction ist einfach klasse. Kommt daher wie eine Mischung aus Heist-Movie und Western mit coolen Raumschiffen, tollen Szenarien, großartigen Darstellern (ausser Emilia Clarke, die war gelangweilt) und viel viel klassischem Star Wars-Feeling. Ein toller Ableger in einem großartigen Filmuniversum. Her mit einem zweiten Teil!
(8/10)

A silent Voice (2016)
Das uns Anime-Spielfilme die NICHT dem Studio Ghibli entsprangen begeistern könnten, haben wir nicht voraussehen können. Aber A silent Voice ist echt ein Bringer. Wer auch nur ansatzweise mit solchen Filmen etwas anfangen kann oder gerade den in aller Munde befindlichen Your Name genossen hat, darf hier direkt mit A Silent Voice weitermachen. Mehr zum Film findet ihr hier in unserem ausführlichen Review
(7,5/10)

King Cobra (1999, Tierhorror)
Wenn der einzige Lichtblick eines Films der Auftritt eines Schauspielers - in dem Fall Pat Morita (RIP) - ist, den man in anderen Rollen geliebt hat, dann sagt das ja schon eine Menge aus. Mehr kann man zu dem doofen Tierhorrormachwerk auch nicht sagen.
(4,0/10)

Nymph (2014, Horror) Ansatzweise, vor allem durch die großartigen Schauplätze (in Serbien und Montenegro), die hübschen Mädels und die sich recht spannend entwickelnde Story punktender Horror-Kram mit tödlichen Meerjungfrauen. Gut, ab Mitte des Films wirds dann wieder doof, aber man kann durchaus mal reinzappen.
(5/10)

Texas Chainsaw 3D/2D (2013, Horror) Ernsthaft: wir fanden den besser als seinen Ruf. Klar, die Story ist komplett für den Popo, aber trotzdem unterhaltsam.
(5,5/10)

Bullyparade - Der Film
Aus der Rubrik: Humor der nicht mehr funktioniert. Komisch, ist aber so. Wir haben Sissy, Raumschiff Surprise und Co wirklich gemocht, aber hier konnten wir dem Ganzen nach rund 30 Minuten nichts mehr abgewinnen und mussten ausschalten ... was in diesem Monat aber einigen Filmen so erging.


Die Schreckenskammer der Dr. Thosti (1956, Grusel)
The Black Sleep (so der Originaltitel) ist ein klassischer Mad Scientist-Vertreter mit einem Elitecast dieser Zeit: Basil Rathbone, Bela Lugosi, Lon Chaney Jr., John Carradine, Akim Tamiroff, Herbert Rudley, Tor Johnson ... das liest sich wie das how-is-how des Gruselfilms der 1950er Jahre. Wir fanden den toll, könnt ihr auch hier nachlesen
(7/10)


Dann haben wir noch zwei Filme neuere Bauart, die wir absolut nicht ertragen konnten und deutlich vor dem Ende ausgeschaltet haben. Neben dem aktuellen Power Rangers-Film (langweilig) hat uns die unfassbare Blödsinnigkeit eines Transformers: The Last Knight innerhalb von 20 Minuten komplett gekillt. Was für ein Bockmist :-)


© Text: onyourscreen.de / AS
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