Last seen, März 2018
Artikel vom 02.04.2018 | Rubriken->Last Seen

Last seen: 3/2018



... und das alles haben wir im März 2018 gesehen


Last seen … zuletzt gesehen. Das haben wir vergangenen Monat im Heimkino, beim Streamingdienst unserer Wahl oder im Kino gesehen. Wir bedienen uns der üblichen 10/10er Wertungsskala - wobei wir anmerken wollen, dass noch nie ein Film bei uns die 10 erreicht hat, jeder Film ab einer 5er Wertung aber durchaus ansehbar ist und Klassiker gerne mal überbewertet erscheinen "könnten". Genug der Vorworte, hinein ins Wertungsvergnügen ... das hier alles haben wir im März 2018 gesehen und so haben wir es bewertet:

Shooter (2007, Action, Thriller)
Regisseur Antoine Fuqua ist bekannt für solides Action-Thriller-Gemix, so schon gesehen bei "The Equalizer", "Olympus Has Fallen", "Gesetz der Strasse - Brooklyn's Finest", "Training Day" oder wie eben jetzt bei "Shooter" mit Mark Wahlberg und dem oft unterschätzten "Michael Peña". Macht Spaß, kann man sich anschauen. Nice!
(7/10)

Lone Survivor (2007, Action, Krieg)
Bei der Masse kommt dieser Mark Wahlberg-Streifen besser weg als "Shooter", bei uns nicht. Das ist durchaus ansehbar, aber irgendwie wollten uns weder die Figuren noch die Handlung wirklich packen. Ist aber schon ok, wird dem ein oder anderen sicherlich besser gefallen als uns.
(6/10)

The Place beyond the Pines (2012, Drama, Krimi)
Bedrückend, wendungsreich und mit großartig ausgearbeiteten Charakteren bestückt ... und mit Ryan Gosling. Klasse ... ein eigentlich sinnloser Streifen, der sich aber trotzdem so nach und nach unter die Haut des Zuschauers schleicht.
(7,5/10)

Kong Island (1969, Monster, Abenteuer)
"The Mighty Gorga" ist ein ebenso blödsinniger Titel für dieses Creature feature im Fahrwasser diverser King Kong-Erzählungen, wie sein deutsches Pendant. Gorga ist nämlich weder Mighty (eher schräg) noch befinden wir uns auf einer Insel, so wie es uns der deutsche Titel weismachen will: "Kong Island" ist ein B- (oder eher C-) Movie wie es im Buche steht - schlecht, billig, kann aber für den geneigten Zuseher unterhaltsam sein. Monsterfilmsammler haben den natürlich in der Collection.
(4/10)

Man beachte die Handpuppensequenzen beim Kampf von Gorga gegen den T-Rex - großes Kino :-)


Matango (Japan, 1964, Grusel, Monster)
"Attack of the Mushroom People" (US-Titel) ist sicherlich einer der stärksten Filme bei denen der "Godfather of Godzilla" Ishirô Honda auf dem Regiestuhl saß. Leider gibt es keine deutsche Veröffentlichung des Streifens und somit auch keine deutsche Synchro. Unverständlich: der recht düstere und unheilvolle und moralschwangere Gruselfilm hätte eine solche mehr als verdient. Wird Zeit, das sich ein Label wie Anolis diesem großartigen Streifen annimmt.
(7,5/10)

Steig. Nicht. Aus! (2018, Thriller)
Eine deutsche Mixtur aus "Speed" und "Nicht auflegen!" - hurra! Nun, so schlimm ist das garnicht, was uns Regisseur Christian Alvart hier präsentiert - eher solide Thrillerkost mit einigen wenigen Actionmomenten und tatsächlich guten Kamera-Ideen. Ein paar unfreiwillig komische Momente gibts allerdings, dazu hat man mit Wotan Wilke Dingenskirchenmöhring sicherlich nicht die Idealbesetzung als Main character gefunden, schlimmer ist allerdings Aleksandar Jovanovic als Einsatzleiter. Solch heruntergeleierte, hölzerne Zeilen haben wir selten in einem Film gehört.
(6/10)

Sie nannten ihn Knochenbrecher (1978), Martial Arts)
Zeitlos? Nope! Das mag für den ein oder anderen späteren Jackie Chan-Streifen gelten, aber nicht für "Sie nannten ihn Knochenbrecher". Sicher, besoffenes Kung Fu ist auch heute noch halbwegs unterhaltsam, aber ein Brüller wie zu Jugendzeiten ist das nicht mehr.
(5,5/10)

Jetzt kommen wir zu einer ganzen Reihe von Streifen, die wir nicht einzeln besprechen wollen: Die "Eberhofer-Krimis". Basierend auf den höchst erfolgreichen Romanen von Rita Falk, hat man hier ein herrlich-dörfliches Universum aufgebaut, das von Film zu Film um immer mehr Running Gags besser und besser wird. Einfach mal reinschauen und begeistern lassen - die verfilmten Eberhofer-Krimis sind einfach klasse - und bitte Reihenfolge beachten!

Dampfnudelblues (2013, Krimi, Komödie)
(7/10)

Winterkartoffelknödel (2014, Krimi, Komödie)
(7,5/10)

Schweinskopf al dente (2016, Krimi, Komödie)
(7,5/10)

Griessnockerl Affäre (2017, Krimi, Komödie)
(8/10)

Trailer: Griessnockerl Affäre


Ist sie nicht wunderbar? (1987, RomCom)
Drehbuchautor; John Hughes ("Ferris macht blau", "The Breakfast Club"), Regisseur: Howard Deutch ("Pretty in Pink") ... was erwartet einen dann? Logisch, eine Coming of Age-Romance-Comedy allererster Kajüte. Und jepp, genau das ist "Some Kind of Wonderful" (US-Titel) - voller Musik, voller Leidenschaft, voller Herzschmerz, aber auch voll von Spaß ... (7,5/10)

Einmal im Jahr begeben wir uns in der Regel in unser Lieblings-SF-Universum: "Star Wars". Ein Filmuniversum, das nun wieder wächst und wächst ... dank Disney. Und ja, wir mögen auch die neueren Versuche dieses Franchise zu neuen Ufer zu bringen. Die sind zwar weit weg von perfekt, aber haben gute Ansätze - im Gegensatz zur den Lukas-Schöpfungen aus den Jahren 1999 bis 2005.

Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung (SF, 1999)
Nein, der Film ist nicht nur wegen Jar-Jar absolut mittelmäßig ... Handelskriege? Vizekanzler? Senatsdebatten? WTF? Was soll denn so eine gequirrlte Grütze in einem "Krieg der Sterne"-Film? "Star Wars" ist gut gegen böse, schwarz gegen weiß, Imperium gegen Rebellion - fertig! Dafür bedarf es keiner Debatten, politische Ränkeschmiedereien oder gar Kanzlerstürze ... mal abgesehen von dem schon damals wenig überzeugenden CGI, ist dieses auch noch richtig mies gealtert. Das kann man sich gerade, aber auch nur gerade eben noch anschauen. (5/10)

Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger (SF, 2002)
Wer dachte es geht jetzt aufwärts, wurde bei Episode 2 nochmal mehr enttäuscht. Den würden wir am liebsten jedesmal überspringen. Hier lässt sich selbst Natalie Portman anstecken und liefert eine desaströse Leistung ab ... unfucking fassbar mies. (4/10)

Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith (SF, 2005)
Mit Abstand das Beste der Prequels - wenn auch lange noch kein wirklich guter Film. Hier stimmen aber auch wieder die darstellerischen Leistungen, die FX wurden besser, die Story geradliniger und flüssiger erzählt. Ja, es gab sogar wieder den ein oder anderen epischen "Star Wars"-Moment. (6,5/10)

The Tower - tödliches Inferno (Katastrophenfilm, 2012)
Das wichtigste an einem Katastrophenfilm sind ja die vor dem eigentlichen Inferno eingeführten Charaktere, die einem ans Herz wachsen sollen - warum sollte man sonst während deren Flucht aus dem Feuer (oder Vulkan, oder Erdbeben oder Flut oder oder oder ...) mit ihnen hoffen und bangen? Das schafft der südkoreanischer Katastrophenfilm "The Tower - tödliches Inferno" recht ordentlich - dazu ist die Mischung aus Tricks und CGI hervorragend gelungen. Die asiatische Variante von "Flammendes Inferno" (1974, grandioser Katastrophenstreifen mit Steve McQueen, Paul Newman, William Holden, Faye Dunaway, Fred Astaire usw.) ist prima geworden - dürft ihr euch ansehen. (6,5/10)

Trailer: The Tower - tödliches Inferno


Blade Runner 2049 (SF, 2017)
Die Verfilmung von Philipp K. Dicks Story "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" war 1982 auf nahezu allen Ebenen ein Flop - das Kinopublikum blieb aus und selbst die Kritik mochte "Blade Runner" nicht durchweg. Die mannigfaltigen philosophischen Deutungsmöglichkeiten machten allerdings Ridley Scotts regendurchzogenen, düsteren Cyberpunk-SF im Nachhinein zu einem Kultstreifen, der als Heimkinoversion zum späten Erfolg wurde. Nun dürfen wir uns in "Blade Runner 2049" wiederum fragen, ob Androiden tatsächlich Menschlicher als der Mensch sein können ... und auch hier denken wir, dass der Film von Sichtung zu Sichtung besser werden wird - dafür sorgen die unglaublich ausgearbeitete Welt und die gewohnt brillianten Darstellungen von Harrison Ford und Ryan Gosling. (7,5/10)

Die letzten beißen die Hunde (Roadmovie, 1974)
Offiziell führte in "Thunderbold und Lightfood" (US-Titel) Michael Cimino die Regie - doch würden wir einiges darauf wetten, dass Clint Eastwood hier schon extrem seine prägenden Hände mit im Spiel hatte. Ein bisschen Komödie, ein wenig Buddy-Film, eine Prise Heist-Movie und dazu wundervoll fotografierte Landschaften, durch die uns das Roadmovie führt, machen die ansonsten recht triviale Story um Thunderbold (Clint Eastwood) und Lightfoot (Jeff Bridges) so erfrischend unterhaltsam. (7/10)

Unsane (Thriller, 2018)
Soderbergh mal ganz anders. Nahezu nur mit Smartphones aufgezeichnet, entwickelt sein minimalistisches Werk "Unsane" eine ganz eigene Optik und ganz eigenen Stil - der aber prima zum Gezeigten passt. Wir durften "Unsane" völlig unwissend in der Sneakpreview erblicken und waren von der Spannung und Darstellung durchaus angetan. (6,5/10)

Trailer: Unsane


Last seen … zuletzt gesehen - ab sofort präsentieren wir euch in dieser Reihe, was wir im vergangenen Monat gesehen haben. Dazu bedienen wir uns der üblichen 10/10er Wertungsskala - wobei wir schonmal vorausschicken, das noch nie ein Film bei uns die 10 erreicht hat, jeder Film ab einer 5er Wertung aber durchaus ansehbar ist. Viel Spaß!


© Text: onyourscreen.de / AS


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