Last seen Juli 2018
Artikel vom 06.08.2018 | Rubriken->Last Seen

Last seen: 7/2018



... und das alles haben wir im Juli 2018 gesehen


Last seen … zuletzt gesehen. Das haben wir im vergangenen Monat im Heimkino, beim Streamingdienst unserer Wahl oder im Kino gesehen. Wir bedienen uns der üblichen 10/10er Wertungsskala - wobei wir anmerken wollen, dass noch nie ein Film bei uns die 10 erreicht hat, jeder Film ab einer 5er Wertung aber durchaus ansehbar ist und Klassiker gerne mal überbewertet erscheinen "könnten". Genug der Vorworte, hinein ins Wertungsvergnügen ... das hier alles haben wir im Juli 2018 gesehen und so haben wir es bewertet:

Goke - Vampir aus dem Weltall (1968, Science Fiction/Horror)
Japanischer Gruselstreifen, der das Vampirthema eher nur streift. Offensichtlich inspiriert von US-amerikanischen "Mind-Control-Sci-Fi-Horror-Werken" aus den 1950er Jahren mit für diese Zeit toller Tricktechnik und effektvollen Bauten (... bspw. das Set mit dem abgestürtzten Flugzeug erscheint riesig). Sicherlich heutzutage nicht mehr gruselig, aber sehr stimmungsvoll ...
(7/10)

The Magic Serpent (1966, Fantasy, Martial Arts, Kaiju)
Definitiv inspiriert durch diverse japanische Monsterfilm-Erfolge, versuchte man im Studio "Toei" eine neue Ebene für riesige Kaijus zu finden. Das gelang (naja, gelingen ist ein großes Wort *g*) ihnen mit dem Transport in eine Samurai-Fantasy-Story, in der eine blutige Fede zweier kampferprobter und magisch erfahrener Lords in einem Monsterkampf endet, der die beiden Parteien symbolisiert. Strange und gaga und frei auf Youtube zu sehen ... eine europäische DVD-Veröffentlichung ist leider nicht in Sicht.
(6/10)

Explosiv - Blown away (1994, Thriller, Action)
Der kommt bei uns besser weg als bei der geneigten damaligen Kritikerschar - unterhaltsam, spannend und höchst explosiv in Szene gesetzt.
(7/10)

Blood Work (2002, Thriller)
Hmmm ... ein "von und mit" Eastwood. Hier wusste Clint zumindest, das er keinen Dirty Harry mehr verkörpern sollte und stellt seine Figur auch eher gebrechlich dar. Der ist ok, aber sicherlich kein Höhepunkt in der Karriere des Superstars und späteren Meisterregisseurs.
(6,5/10)

Ben (1972, Tierhorror, Drama)
Im Jahr 1971 war Willard ein Riesenerfolg für "Bing Crosby Productions" - ein Erfolg, der eventuell etwas überraschend kam. Hätte man einen so großartigen Main Character wie Willard Stiles ansonsten am Ende des Rattenschockers sterben lassen? Wohl kaum. Doch glücklicherweise hatte man mit der Ratte Ben einen weiteren wichtigen Protagonisten aus Willard überleben lassen. So kam es, dass man 1972 um den tierischen Star und seine tausendfache Gefolgschaft unter dem Titel Ben ein direkt anschließendes Sequel in die Kinos brachte. Mehr dazu lest ihr in unserem ausführlichen Review zum Film.
(6/10)

Im a Cyborg, but that’s ok (2006, Tragikomödie)
Welch großartiges, wirres und höchst sensibel-romatische Meisterwerk uns die süd-koreanische Regie-Koryphäe Park Chan-wook hier vorgesetzt hat. Lest alles zum Film in unserem großen Review.
(8,5/10)

Rupture – Überwinde deine Ängste (2016, Grusel, Science Fiction)
Besser als erwartet, weniger als man hätte daraus machen können. Noomi Rapace - bekannt als Lisbeth Salander in der Millenium-Trilogie oder als Mehrfach-Rolle in What Happened to Monday? - macht ihre Sache gewohnt eindrucksvoll, das Drehbuch ist dagegen etwas lückenhaft ...
(6,5/10)

The Nesting (1981, Horror)
Es gibt Horrorfilme aus den 1980er Jahren die man auch heute noch gefahrlos sichten kann, der hier gehört nicht dazu. Zu unpersönlich und gestelzt wirken die Figuren, das Grauen beschleicht einen so gut wie nie, die Geschichte ist flach und wirkt gekünstelt! Zeitverschwendung!
(4/10)

Aus der Mitte entspringt ein Fluss (1992, Drama)
Jepp, Robert Redford hats drauf! Ein großartig in Szene gesetztes Familienporträt ohne typischen Hollywoodschmäh. Sehr fein, sehr feinfühlig, sehr geil!
(7,5/10)

Miss Daisy und ihr Chauffeur (1989, Drama/Komödie)
Miss Daisy und ihr Chauffeur, ein Film der noch völlig zurecht bei den Oscars abgeräumt hat. Die wundervoll feinfühlige und rührende Inszenierung gepaart mit Morgan Freeman (in seiner wohl besten Rolle) und der unvergleichlichen Jessica Tandy machen dieses Meisterwerk auch nach nahezu 30 Jahren zu einem sehenswerten Film über das Altern ... Prädikat: Muss man gesehen haben!
(8,5/10)

Fisch oder Fleisch (1958, Komödie)
Wir mögen Luis de Funes, meistens. Auch in Fisch oder Fleisch ist er witzig, aber noch lange nicht in Höchstform. Wer mal alle Filme des Ausnahmekomikers gesehen haben möchte, sollte auch hier mal reinschauen, die anderen können den aber auch gerne überspringen.
(5,5/10)

American Sniper (2014, Krieg/Anti-Krieg)
Krieg oder Anti-Krieg? Dieser Regiearbeit von Clint Eastwood, die auf dem wahren Leben des Scharfschützen "Chris Kyle" basiert, wurde kontrovers diskutiert. Bradley Cooper spielt die "Legende" Kyle nach einem Drehbuch von Jason Dean Hall, das eng mit dem vor Drehbeginn ermordeten "Sniper" und seiner Frau entwickelt wurde. Für uns weder Pro- noch Anti-Kriegsfilm - American Sniper will erzählen, wie sich die grauenhaften Erlebnisse in den Köpfen der Soldaten während, aber auch noch Jahre nach den Einsätzen festklammern, ihr Leben und das ihrer Familie beeinflussen ... undd das schafft er.
(7,5/10)



© Text: onyourscreen.de / AS
Schlagwörter: last seen