Last seen Horror Special 3
Artikel vom 08.02.2014 | Rubriken->Last Seen

Last seen - Horror Special [3]



Neuheiten, stranges und musikalisches


Einige Neuheiten die irgendwie in die Richtung "Dunkles auf Celluloid" gehen und ein paar strange Horrorfilmchen, die wir zuletzt im Player hatten, haben uns zu einem neuerlichen, numehr dritten Last seen-Horror Special veranlasst. No fear!

Livid

Originaltitel: Livide
Genre: Mystery, Horror
Regie:
Cast: Alexandre Bustillo, Julien Maury
Produktionsland/-jahr: Chloé Coulloud, Félix Moati, Jérémy Kapone
 
Wer nach dem vielbeachteten Inside der Franzosen Julien Maury und Alexandre Bustillo etwas ähnliches als Nachfolger erwartet hatte, wird durch Livid sicherlich absolut enttäuscht. Der fängt nämlich eher behäbig, wenn nicht gar langweilig, an, weiß nicht durch eine durchweg logische Handlung zu überzeugen und will eher durch eine seltsame Mischung aus gängigem Haunted-House-Horror und mystischer, oft derber Fantasy den Zuschauer in seinen Bann ziehen. Und das gelingt ihm, zumindest ab der späten Filmmitte. Was aber nicht für eine absolute Top-Bewertung reicht.

Metallica Through the Never

Originaltitel: Metallica Through the Never
Genre: Musikfilm, Horror
Regie: Nimrod Antal
Cast: Dane DeHaan, James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett, Robert Trujillo
Produktionsland/-jahr: USA, 2013
 
Neuheitencheck [1]: Was der ungewöhnliche Musikfilm der wohl bekanntesten und einflussreichsten Metalband aller Zeiten hier bei einem Horrorspecial zu suchen hat? Nun, die DVD, Blu-ray und 3D Blu-ray-Neuerscheinung versucht (!) in einer zumindest Richtung Horror schielenden Rahmenhandlung neue Wege zu gehen, kann aber eigentlich dabei nicht überzeugen. Die dominierenden, unfassbar fulminanten Konzertsets dagegen knallen nicht nur Metallica-Fans die Ohren weg. Wer auch nur ansatzweise was mit dieser Art Musik anfangen kann, darf, nein muss sich diesen, vor allem in der ersten Hälfte, bombastischen Konzertfilm reinziehen. Rock on!

Trailer: Metallica Through the Never


Monster Brawl

Originaltitel: Monster Brawl
Genre: Horror, Comedy
Regie: Jesse T. Cook
Cast: Dave Foley, Robert Maillet, Art Hindle
Produktionsland/-jahr: Kanada. 2012
 
Jaja, viele, auch wir haben uns den Trailer von Monster Brawl angesehen und hatten richtig Bock auf diese neuartige Idee eines Horror- bzw. Monsterfilms. Aber leider verpufft die Idee spätestens nach dem zweiten Kampf und fortan nerven die wenig lustige Kommentatoren und einfallslose "Monster vs. Monster Fights" im Wrestling-Ring nur noch. Schade, da hätte mehr draus werden können

Human Centipede – Der menschliche Tausendfüßler

Originaltitel: The Human Centipede (First Sequence)
Genre: Horror
Regie: Tom Six
Cast: Dieter Laser, Ashley C. Williams, Ashlynn Yennie, Akihiro Kitamura
Produktionsland/-jahr: Niederlande, 2002
 
Junge, junge. Auch wenn wir uns nur die geschnittene Version (eine andere ist in Deutschland ja auch nicht erhältlch) des polarisierenden, umstrittenen Film angesehen haben, glauben wir, uns eine klare Meinung bilden zu können. Denn der wahre Horror diese Films, den man möglicherweise überhaupt nicht wirklich als Horrorfilm bezeichnen sollte, spielt sich im Kopf ab - da ist es unerheblich, ob man in den weggeschnittenen rund 4 Minuten die eine oder andere Gemeinheit "besser" sehen kann. Hier im ersten Teil der wohl bald vollständigen Trilogie des Niederländers Tom Six, zählt die Idee, die sich gemein und hinterfotzig in den Hirnwindungen des geneigten Betrachters einnistet. Und wenn man dann noch mit dem bizarren, ja fast wahnwitzigen Schauspiel des grandiosen Dieter Laser (der hier auch laut eigenen Aussagen seine Figur Dr. Heiter als Parodie eines Josef Mengele interpretiert) etwas anfangen kann, dann wird aus dem vermeintlich billigen C-Movie ein Streifen, der sich fast in Richtung anspruchsvolles Arthaus-Kino bewegt, das einem zwischendrin allerdings gewaltig in den Arsch tritt.

Trailer: Human Centipede


Tödliches Spiel

Originaltitel: Would you rather?
Genre: Horror
Regie: David Guy Levy
Cast: Brittany Snow, Logan Miller, Jeffrey Combs
Produktionsland/-jahr: USA, 2012
 
Neuheitencheck [2]: Gute Idee, schlechte Darsteller, wenig überzeugende Umsetzung. "Was würdest du lieber tun, ... oder ...?" - was wie eine Partybelustigung klingt, wird hier zum tödlichen, sadistischen Spiel in dem die Teilnehmer zwischen so lustigen Dingen wie "Lass XY auspeitschen" oder "Ramm YZ einen Eispickel ins Bein" wählen müssen. Das kammerspielartig umgesetzte One-Room-Gedrösel hat sicherlich interessante Ansätze, hat auch seine Scary Moments, kann aber nie über längere Zeit überzeugen, was auch an der simpelst inszenierten und eintönige gesprochenen deutschen Synchro liegen könnte. Torture-Porn-Enthusiasten werden aber sicherlich trotzdem hier ihren Spaß finden, vor allem wen Sie dem fiesen Spielchen im Originalton lauschen.

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Sars War – Tod allen Zombies!

Originaltitel: ????????? ???????
Genre: Horror, Komödie
Regie: Taweewat Wantha
Cast: Suthep Po-ngam, Supakorn Kitsuwon, Phintusuda Tunphairao
Produktionsland/-jahr: Thailand, 2004
 
Viele asiatische Filme sind ja per se aus diversen Gründen schwierig für den mitteleuropäischen Filmfreund anzuschauen. Wir lieben das eigentlich, auch die skurrileren Varianten. Bei Komödien wirds aber selbst für uns schwierig. Und bei dieser Kombination aus Splattergroteke und Slapstickfilmchen streichen selbst wir die Segel. Da wird das bis zum Ende dran bleiben schon fast zur Qual.

Rojo Sangre

Originaltitel: Rojo Sangre
Genre: Horror
Regie: Christian Molina
Cast: Paul Naschy, Menh Wai Trinh, Miguel del Arco
Produktionsland/-jahr: Spanien, 2006
 
Der 2009 verstorbene Paul Naschy, als Darsteller und/oder Regisseur bekannt für Filme wie beispielsweise Blutmesse für den Teufel, Totenchor der Knochenmänner, Die Nacht der blutigen Wölfe, Die Stunde der grausamen Leichen, Inquisición oder The Werewolf, arbeitet irgendwie, auch wenn völlig überspitzt, in Rojo Sangre (den man nicht in Zusammenhang mit der spanischen Splatterkomödie Mucha Sangre bringen darf, auch wenn Paul Naschy da auch mit von der Party war) seine bunte und bewegte Karriere in der Filmindustrie auf. Und das gelingt ihm und den Machern sowohl unterhaltsam als auch verspielt, ja fast kunstvoll. Wenn er in der Eröffnungszene von der Maus im Kondom erzählt und was was er dabei empfindet, wenn er sich diese mit Begeisterung in den Allerwertesten schiebt, dann hat er entweder bereits gewonnen, oder man hat den für sich falschen FIlm gefunden.



Hier noch die Links zu den Reviews der letzten Tage die wir hier nicht nocheinmal durchkauen wollen:

Mediabook (inkl. DVD u. Blu-ray): Cannibal Girls Was für eine gelungene Veröffentlichung eines aufgrund seines Kinogimmicks interessanten, kanadischen Exploitation-Films

Blu-ray: Devil's Pass Found Footage im Schnee

Last seen … zuletzt gesehen. In loser Folge, aber etwa zwei- bis dreimal pro Monat stellen wir vor, was sich auf unseren DVD- bzw. BluRay-Player geschlichen hat (oder so wie hier als “Horror Special”). Die Auswahl der Silberlinge ist bunt gemischt, Akualität ist hier kein Maßstab, die Reihenfolge purer Zufall und die Wertungen absolut subjektiv – und basta. Wer anderer Meinung ist, darf uns gerne per Kommentar informieren.


© Text: onyourscreen.de / as