Last Seen Horror Special 2
Artikel vom 20.12.2011 | Rubriken->Last Seen

Last seen - Horror Special [2]



Warnungen und Empfehlungen


Nachdem wir bereits vor einiger Zeit in einem Special einiges an Horror-DVD-Material vorgestellt hatten, wollen wir euch heute in dieser zweiten, speziellen Last-seen-Reihe zeigen, was uns zuletzt an gruseligem in den Player gewandert ist. No fear!

Blood Rain

Originaltitel: Hyeol-ui nu
Genre: Mystery, Horror
Regie: Dae-seung Kim
Cast: Seung-won Cha, Yong-woo Park, Seong Ji, Hyeon-kyeong Oh
Produktionsland/-jahr: Südkorea, 2005
 
Zwei Stunden historische, leicht blutige Gruselei die man im weitesten Sinne mit der Der Name der Rose-Verfilmung vergleichen kann. Nicht wirklich "Horror", auch wenn ein paar Schockmomente vorhanden sind. Das schicke Insel-Setting wird leider nicht konsequent genutzt, man hätte durchaus mehr optische Highlights setzen können. Trotzdem ist die südkoreanische Detektiv-Story hübsch anzusetzen und bietet trotz den vorhandenen Längen und seltsamen Verwirrungen solide asiatische Gruselkost.

Octalus – Der Tod aus der Tiefe

Originaltitel: Deep Rising
Genre: Horror
Regie: Stephen Sommers
Cast: Treat Williams, Famke Janssen, Anthony Heald
Produktionsland/-jahr: USA, 1998
 
Regisseur Stephen Sommers der uns auch schon mit Die Mumie, Die Mumie kehrt zurück, Van Helsing und auch G.I. Joe "beglückt" hat, schuf mit dem Tierhorrorstreifen Octalus - Der Tod aus der Tiefe ein recht teueres aber überaus mäßiges B-Movie. Nur der Charme dem man einem guten B-Movie attestieren kann, fehlt hier völlig. Die Tricktechnik-Spezialisten von Industrial, Light and Magic konnten hier auch nichts mehr retten.


Freitag der 13.

Originaltitel: Friday the 13th
Genre: Horror
Regie: Marcus Nispel
Cast: Derek Mears, Jared Padalecki, Danielle Panabaker
Produktionsland/-jahr: USA, 2001
 
Nicht nur Superhelden werden "rebootet", auch Horrorfans werden von dem "Boom" nicht verschont. Hier, in seinem mittlerweile zwölften (!) Aufguss, darf Jason anfangs gar ohne seine prägende Eishockey-Maske herumwüten. Das mit Jared Padalecki eines der Supernatural-Seriengesichter mitspielt, wertet den Streifen durchaus auf. Sicher darf man kein Meisterwerk erwarten, aber anschauen kann man sich den zwölften 13. allemale. Auch einige Umgereimheiten des Ursprungs-Jason werden hier (beiläufig) aufgeklärt.

Lake Dead

Originaltitel: Lake Dead
Genre: Horror
Regie: George Bessudo
Cast: Tara Gerard, Vanessa Viola, Kelsey Wedeen
Produktionsland/-jahr: USA, 2007
 
Ist das schon als Independent-Film zu werten? Dann, aber nur dann könnte man dem ganzen etwas anderes als unfreiwillige Komik abgewinnen. So bleibt ein Stück Horror-Mist, das aufgrund der laienhaften Darstellung, üblen Synchro, ein paar schlechten halb-erotischen Szenen und halbgaren Splatterszenen so grotte ist, das es fast (aber nur fast) schon wieder gut ist.

Botched

Originaltitel: Botched
Genre: Horror
Regie: Kit Ryan
Cast: Stephen Dorff, Alan Smyth, Sean Pertwee
Produktionsland/-jahr: UK, 2007
 
Nun, Hauptdarsteller Stephen Dorff ist nun wahrlich kein unbekannter, Regisseur Kit Ryan kannte allerdings bis zu diesem Film so gut wie niemand. Der Versuch der beiden eine Horrorkomödie zu basteln ist erstaunlich gut gelungen, circa eine halbe Stunde. Danach ist leider die interessanteste Filmfigur dahingeschieden und auch der Plot verliert sich in seltsamen, mässig spannenden Windungen. Trotzdem kann man dem Ganzen einen gewissen Charme nicht absprechen, was uns zu dem milden Urteil kommen lässt.


Videodrome

Originaltitel: Videodrome
Genre: Horror
Regie: David Cronenberg
Cast: James Woods, Deborah Harry
Produktionsland/-jahr: Kanada/USA, 1983
 
1983. Ja, so alt ist dieses absolut zeitlose Stück Filmgeschichte, das sich sicherlich schon zum fünften mal auf unserem TV getummelt hat. Wir zitieren hier aus unserem großen Cronenberg-Special: "Ein Fernsehproduzent stößt auf der Suche nach neuem Material für seinen Sender auf eine Snuff-Film-artige Foltershow, die mit einem unterschwelligen Signal versehen ist, das die Zuschauer der Sendung krank und außerdem zu gefügigen Werkzeugen werden lässt. Cronenberg, der sich hier bereits an verstörenden Halluzinationsszenen probiert, die an die späteren Werke Naked Lunch oder eXistenZ erinnern, entwickelt in Videodrome einen interessanten Effekt: Der Betrachter des Films wird, da er auch zum Zuschauer der Snuff-Show wird, unmittelbar in den Horror miteinbezogen - ein Effekt, den man später zum Beispiel auch in den Verfilmungen des japanischen Horrorstoffs The Ring wieder entdeckt. Mit diesem Kniff verleiht Cronenberg seiner medien- und konsumkritischen Botschaft eine besonders packende Wirkung. "

Last seen … zuletzt gesehen. In loser Folge, aber etwa zwei- bis dreimal pro Monat stellen wir vor, was sich auf unseren DVD- bzw. BluRay-Player geschlichen hat (oder so wie hier als “Horror Special”). Die Auswahl der Silberlinge ist bunt gemischt, Akualität ist hier kein Maßstab, die Reihenfolge purer Zufall und die Wertungen absolut subjektiv – und basta. Wer anderer Meinung ist, darf uns gerne per Kommentar informieren.


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