Last seen 4/2018
Artikel vom 03.05.2018 | Rubriken->Last Seen

Last seen: 4/2018



... und das alles haben wir im April 2018 gesehen


Last seen … zuletzt gesehen. Das haben wir vergangenen Monat im Heimkino, beim Streamingdienst unserer Wahl oder im Kino gesehen. Wir bedienen uns der üblichen 10/10er Wertungsskala - wobei wir anmerken wollen, dass noch nie ein Film bei uns die 10 erreicht hat, jeder Film ab einer 5er Wertung aber durchaus ansehbar ist und Klassiker gerne mal überbewertet erscheinen "könnten". Genug der Vorworte, hinein ins Wertungsvergnügen ... das hier alles haben wir im April 2018 gesehen und so haben wir es bewertet:

King Arthur: Legend of the Sword (2017, Fantasy, Action)
Guy Ritchie, der Ex-Tüppes von Madonna hatte auch schon begnadetere Zeiten, denn sein Schaffen ist ein Auf und Ab von gefeierten Filmem und Anwärtern auf die Razzie-Awards war. Bube Dame König grAS oder Snatch starteten sogar Karrieren (u.a. Jason Statham), Stürmische Liebe war ganz fürchterlich, Rocknrolla relativ belanglos und erst mit den beiden Sherlock-Teilen mit Robert Downy Jr. und Jude Law begab er sich in die Liga der Blockbuster-Regisseure. King Arthur ist irgendwas zwischendrin, sieht gut aus, hat coole Szenen, hat aber zwischendurch auch ordentlich auf den Pöppes verdient. Was eine Achterbahnfahrt aus gut bis fremdschämen - Mittelmaß, Mr. Ritchie!
(6,5/10)

Passengers ((2016, SciFi, Drama)
Hmmm ... fängt eigentlich ganz vielversprechend an und ist mit Chris Pratt und Jennifer Lawrence auch exzellent besetzt, hält aber leider nicht ganz die Versprechen ein, die der Trailer suggerierte. Trotzdem solide Unterhaltung für Science Fiction-Fans ...
(6,5/10)

Bone Tomahawk (2015 Western, Horror)
So oft hatte man die Kombination aus Western und Horror ja noch nicht ... und an dem hervorragenden Bone Tomahawk sieht man mal wie schade das ist. Sicher, dem ein oder anderen sind die langsamen Einstellungen und ewigen Ritte durch die ausgezeichnet ausgewählten Szenarien etwas langatmig, aber gerade die Kombination aus gelassener Melancholie und den plötzlichen Blut- und Gewaltorgien, machen aus diesem toll besetzten Genrefilm ein Brett. Unbedingt anschauen!
(7/10)

Ein Mann namens Ove (2015, Komödie, Drama)
Diesen grandiosen schwedischen Streifen müsst ihr gesehen haben ... es sei den euer Herz ist aus Stein oder Kino ist für euch nur Klatsch, Bumm und wilde Explosionen. Drama und Feelgod-Movie zugleich nimmt uns Ein Mann namens Ove mit in die Welt eines granteligen, verschlossenen alten Mannes der verzweifelt versucht seiner geliebten Frau in den Tod zu folgen ... was fies klingt aber komisch und herzerfrischend ist. Anschauen, Pflicht!
(8/10)


Ready Player One (2018, SciFi, Action)
Das Buch hatten wir nicht gelesen und der Trailer machte neben Lust auch einiges an Angst vor einem seelenlosen CGI-Gewitter - so waren wir gewarnt, als wir die 3D-Brillen im Kino unserer Wahl aufsetzten. Doch hatte man sich an die ungewöhnliche Optik gewöhnt, fing der Streifen langsam an Spaß zu machen ... was aber auch auf unser Alter zurückzuführen ist. Denn sieht ein junger Mensch (unter 25) hier vermutlich nur einen gewaltig aufgemotzen Gamer-Streifen, sieht der Mensch über 45 hier eine gewaltige Verbeugung vor unfassbar vielen Pop-Ikonen der letzten 50 Jahre Film und Spiel. Unfassbar wieviel Liebe und Sorgfalt Spielberg in dieses CGI-Biest eingebaut hat - man kann also doch Seele in einen Film zaubern, der nahezu ausschließlich in virtuellen Welten spielt. Schade für alle, die diesen Film im Kino verpasst haben - hier ist/war die große Leinwand absolute Pflicht!
(7,5/10)

Jugend ohne Gott (2017, Dystopie)
Jugend ohne Gott ist eine Romanverfilmung, die die Vorlage allerdings recht frei interpretiert. Der 1937 (!) veröffentlichte Roman des österreich-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth spielte noch zur Zeit seiner Entstehung. Im Gegensatz dazu wurde die Handlung der deutschen Filmproduktion aus dem Jahr 2017 in eine nahe, eher dystopische Zukunft verlegt. Durchaus ein gelungener Genre-Beitrag aus deutschen Landen - wer abseits von Hollywood-Glamour Sinn für feine Film ehat, darf hier gerne mal reinsehen.
(6,5/10)

Better watch out (2016, Thriller, Horror)
Als wir einen der Trailer zu Better watch out das erste Mal gesehen hatten, dachten wir zuerst, dass wir es hier mit einem Comedy-Horror-Crossover zu tun bekommen würden. Ja, zu Recht werden im Trailer sogar Parallelen zu den "Home alone"-Movies gezogen. Doch keine Angst, ausser das Better watch out anfangs tatsächlich witzig daherkommt und eindeutig mindestens einen Hommage an eine berühmte Kevin allein zu Haus-Szene vorkommt, haben wir es doch mit einem gemäßigten, durchaus Spaß machenden Horrorfilm zu tun.
(6,5/10)

Kein Pardon (1993, Satire, Komödie)
Hape Kerkeling ist großartig, ohne Frage. Und Kein Pardon war es zu seiner Zeit auch, ohne Frage. Leider ist die bissige, komische Abrechnung mit der Fernsehkultur zu heutigen Zeiten leicht überholt. Trotzdem ist und bleibt (nicht nur) der lustige Glückshase Film- und Fernsehkult. Muss man einmal im Leben gesehen haben!
(7,5/10)

Der Kurier (2018, Thriller)
Unterirdische Wertungen kassiert der letze Daniel Radcliffe-Streifen auf IMDb - zu Recht? Nun, wir fanden den Film zumindest ansatzweise schwer verdaulich - was die Rolle von Radcliffe aber nicht schlecht macht. Die Art und Weise wie man die Story nahezu ausschließlich via Funk im Flugzeug oder andere Kommunikationswege erzählt, ist sicherlich nicht jedermanns Sache - unsere war es auch nicht!
(4,5/10)

Verstehen sie die Beliers? (Komödie)
Nett, lustig, familienfreundlich - Verstehen sie die Beliers? macht Spaß und bringt uns die Welt der Taubstummen sehr symphatisch etwas näher. Vielleicht etwas zu seicht gespült um wirklich ein Reisser zu sein, aber trotzdem unglaublich unterhaltsam.
(6,5/10)

Ein Sommer in der Provence (2014, Drama. Romanze, Komödie)
Jean Reno kann es noch - hier spielt er einen granteligen, trinkenden Großvater inmitten seiner Olivenbäume, hat seit Jahren Zoff mit seiner eigentlich geliebten Tochter und nun deren Kinder für einen Sommer lang auf dem Hals ... ein schickes Feelgood-Mive mit allem was dazugehört. Nice! (7/10)

Zoff in Beverly Hills (1986, Komödie) Den Humor den hier die unvergleichlichen Nick Nolte, Bette Midler und Richard Dreyfuss sowie zahllose begnadete Haupt- und Nebendarsteller an den Tag legten, muss man mögen .. oder eben nicht. Wir mögen ihn und nebenbei empfinden wir diese jetzt schon über 30 Jahre alte Komödie auch heute noch erfrischend und komplett respektlos. Klasse, besorgen und rein in den Player ... ist leider garnicht mehr so einfach zu bekommen!
(8/10)


Ghost in the Shell (2017, Action, SciFi)
Hmmm ... warum kam Ghost in the Shell bei den Kritikern eigentlich nicht so gut an? Wir kennen die Anime-/Mangavorlagen nicht und können keine Vergleiche ziehen, aber der Realfilm mit der großartigen Scarlett Johansson (aber auch Takeshi Kitano in einer Nebenrolle) macht Spaß und ist spannend.
(7/10)

Last seen … zuletzt gesehen - ab sofort präsentieren wir euch in dieser Reihe, was wir im vergangenen Monat gesehen haben. Dazu bedienen wir uns der üblichen 10/10er Wertungsskala - wobei wir schonmal vorausschicken, das noch nie ein Film bei uns die 10 erreicht hat, jeder Film ab einer 5er Wertung aber durchaus ansehbar ist. Viel Spaß!


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