Last seen 19
Artikel vom 21.05.2013 | Rubriken->Last Seen

Last seen [19]



April / Mai 2013


Oh Mann oh mann, dieses Mal haben wir uns aber wieder eine wilde Mischung herausgesucht. Ob Genre, Budget oder Qualität - hier gleicht kein Streifen in garnichts dem nächsten. Herausragend aus dem Sammelsurium an filmischen Ergüssen zeigt sich , vor allem durch einen großartig agierenden Joaquín Phoenix, das Biopic Walk the Line. Aber möglicherweise findet ihr ja einen anderen Favoriten?

Zombie Uproar

Originaltitel: Shadow: Dead Riot
Genre: Horror, Splatter
Regie: Derek Wan
Cast: Tony Todd, Carla Greene, Nina Hodoruk
Produktionsland/-jahr: USA, 2005
 
"A cult classic is born" ... verspricht das Cover. Wir meinen "Nööö!" Gut, diese Mischung aus Lesbo-Nude-Szenerien im fiesen Frauenknast gepaart mit Zombieelementen hat lichte Momente, einige ordentlich gorige Effekte und kann halbwegs unterhalten, ist aber mit 90 Minuten rund 20% zu lang geraten. Kann man sich anschauen, verpassen tut man nix.

All Things Fall Apart - Wenn alles zerfällt

Originaltitel: All Things Fall Apart
Genre: Sport, Drama
Regie: Mario Van Peebles
Cast: Curtis Jackson, Ray Liotta, Mario Van Peebles
Produktionsland/-jahr: USA, 2011
 
Wir lieben Sportfilme, vor allem dramatische. Da gibts soviel guten Stoff. Echt mal. Was allerdings Regisseur Mario Van Peebles hier mit Curtis Jackson, besser bekannt als Rapper 50 Cent, in der Hauptrolle verbrochen hat, ist an Belanglosigkeit kaum zu überbieten. Das muss man sich nicht antun, echt mal.

Paper Man

Originaltitel: Paper Man
Genre: Komödie, Drama
Regie: Kieran Mulroney, Michele Mulroney
Cast: Emma StoneLisa Kudrow, Jeff Daniels, Ryan Reynolds
Produktionsland/-jahr: USA, 2009
 
Übersteht man die ersten, langatmigen, aber wichtigen 10 Minuten dieses ungewöhnlichen Films, erwartet einen eine einfach wundervolle Geschichte. Brilliant komisch und gekonnt dramatisch führt die Story die großartig agierenden Darsteller - allen voran Jeff Daniels - einander näher. Der sich verkriechende, nie erwachsen gewordene und natürlich erfolglose Schriftsteller, unterstützt von seinem imaginären Freund und Superhelden Captain Excellent, trifft die viel zu junge, tieftraurige Abby. Beide helfen sich gegenseitig im Verarbeiten von Vergangenem und im Erwachsen werden - und Suppe kochen. Fast perfektes Indie-Kino.

John Dies a t the End

Originaltitel: John Dies a t the End
Genre: Action, Science-Fiction
Regie: Tony Scott
Cast: Denzel Washington, Val Kilmer, Paula Patton
Produktionsland/-jahr: USA, 2006
 
Scheinbar hatte es die Comicvorlage von Jason Pargin aka David Wong zu einem gewissen Kultstatus gebracht. Da dachte sich Don Coscarelli, machen wir doch einen kultigen Film draus. Und irgendwie hat das schon wieder nicht funktioniert. Ähnlich wie bei seinem Bubba Ho-tep, auch wenn das diverse Jünger anders sehen, spritzelt und zischt es aus jeder John Dies at the End-Szene heraus: "Guck mal, ist das nicht kultig?!" Wir meinen: Nein, ist es nicht. So garnicht! Wenn überhaupt ist der Streifen, solange man die Geduld besitzt im lange genug zusehen zu wollen, leidlich unterhaltsam. Basta.


The Amazing Spiderman

Originaltitel: The Amazing Spiderman
Genre: Action, Superhelden
Regie: Marc Webb
Cast: Andrew Garfield, Emma Stone, Rhys Ifans, Denis Leary, Martin Sheen
Produktionsland/-jahr: USA, 2012
 
Nach diversen Unstimmigkeiten mit Sam Raimi vor der Produktion von Spiderman 4, entschieden die Verantwortlichen von Sony sich für einen Reboot des erfolgreichen Filmfranchise. Das mit Marc Webb ein Regisseur eingesetzt wurde, der bis dato fast ausschließlich Musikvideos inszeniert hatte, mag verwundern, war aber kein Fehlgriff. The Amazing Spiderman lässt sich gut anschauen, sieht routiniert aus und punktet mit motivierten Hauptdarstellern und ordentlich krachenden Schauwerten.

Nothing

Originaltitel: Nothing
Genre: Konödie, Fantasy
Regie: Vincenzo Natali
Cast: David Hewlett, Andrew Miller, Andrew Lowery
Produktionsland/-jahr: USA, 2003
 
Cube, der vielgelobte Mystery-Horror-Streifen aus 1997, war extrem minimalistisch und zog ganz sicher auch daraus einen Teil seiner genialen Eigenständigkeit. Ähnlich und doch so vollkommen anders kommt Nothing daher, bei dem - wie auch bei Cube - der oft gelobte Vincenzo Natali auf dem Regiestuhl saß. Auch in Nothing begrenzt man sich schnell auf ein minimalistisches Setting: ein kleines Häuschen im Nichts - und damit meinen wir Nichts! Weißes, helles Nichts, aber Nichts. Doch im Gegensatz zu Cube kommt man hier ironisch und komisch daher - und das auf hohem Niveau, bis auf ein paar relaitiv unnötig slapstickesque Einlagen. Das macht insgesamt Spaß und ist ungewöhnlich. Kann man sich gerne mal ansehen.


Bunraku

Originaltitel: Bunraku
Genre: Action, Martial Arts
Regie: Guy Moshe
Cast: Josh Hartnett, Woody Harrelson, Gackt, Kevin McKidd, Ron Perlman, Demi Moore
Produktionsland/-jahr: USA, 2010
 
Bunraku nennt sich die japanische optisch-opulente Form des traditionellen Figurentheaters. Und optisch interessant mit extravaganten Stilmitteln und nahezu theatralisch vorgetragenen Dialogen kommt auch Guy Moshe's Bunraku daher. Leider bleiben dabei Spannung sowie Spaß auf der Strecke und die Martial Arts-Einlagen sehen zu oft nach dem aus, was sie sind: choreografiert, einstudiert, vorgetragen. Schade.

Walk the Line

Originaltitel: Walk the Line
Genre: Musikfilm, Bigraphie
Regie: James Mangold
Cast: Joaquín Phoenix, Reese Witherspoon, Ginnifer Goodwin
Produktionsland/-jahr: USA, 2005
 
Ein Biopic über Johnny Cash? Klingt schwierig wenn man mit dem Country-Gospel-Boom-Chicka-Boom-Sound nix anfangen kann! Ist es aber nicht, denn der Streifen und hier vor allem Joaquín Phoenix als "Man in Black" hauen einen vom Hocker. Das kann man nicht, das muss man gesehen haben. Ob Johnny Cash tatsächlich, wie hier im Film dargestellt, eher Opfer als Täter war, lassen wir mal dahigestellt. Das ändert aber nichts dran, das dieser Film unterhält, mitreisst und fesselt.
"I Walk the Line"

Hier noch Links zu ausgewählten Reviews der letzten Tage die wir hier nicht nocheinmal durchkauen wollen:

Blu-ray: Alexandre Ajas Maniac Ganz schön heftig in der Uncut-Version!

DVD: Der Verdingbub Ganz schhön bitteres Stück Geschichte.

DVD: The Man with the Iron Fists Ganz schön scheiße.

Last seen … zuletzt gesehen. In loser Folge, aber etwa einmal pro Monat stellen wir vor, was sich auf unseren DVD- bzw. BluRay-Player geschlichen hat. Die Auswahl der Silberlinge ist bunt gemischt, Akualität ist hier kein Maßstab, die Reihenfolge purer Zufall und die Wertungen absolut subjektiv – und basta. Wer anderer Meinung ist, darf uns gerne per Kommentar informieren.


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