Kink © Donau Film
© Donau Film
Artikel vom 06.07.2015 | Heimkino->DVD

Kink



The 51th Shades of Grey


Nicht erst seit dem Roman- und dem anschließenden Kinoerfolg von Fifty Shades of Grey ist so gut wie jedem halbwegs aufgeschlossenen Menschen bewusst, das sexuelle Fetische/Vorlieben einen nicht unbeträchtlichen Teil der zivilisierten Bevölkerung ansprechen. Dass man damit aber nicht nur im Kino ein Heidengeld verdienen kann, beweißt seit Jahren das reine BDSM-Label Kink.com. In deren Welten haben sich James Franco als Produzent und Christina Voros als Regisseurin bewegt und geben uns in ihrem Film Kink - The 51th Shades of Grey einen mehr oder minder dokumentarischen Einblick in den garnicht so düsternen und noch weniger schmuddeligen Bereich der Erotik-Industrie.

Titel
Kink © Donau Film
© Donau Film
Cover: Kink
Titel: Kink - The 51th Shades of Grey
Originaltitel: Kink
getestete Version: DVD
Cast: Maitresse Madeline, Tomcat, Princess Donna, Peter Acworth
Regie: Christina Varos
Studio/Vertrieb: Donau Film
Produktionsland: USA
Erscheinungstermin: 2015
Produktionsjahr: 2013
Spieldauer: 80 Minuten
Ton: Deutsch DD 2.0 / Englisch DD 5.1
Regioncode: 2
FSK: ab 18 J

Kurzbeschreibung


Leidenschaftliche Menschen, die ihre sexuellen Vorlieben in all ihren Spielarten vor und hinter der Kamera ausleben - dafür steht Kink.com. James Franco lüftet den Vorhang zum Fetisch-Reich von Kink.com, dem größten Produktionsstudio für expliziten BDSM Sex. In einer dunklen Ecke der Erotik-Industrie, die oft für Ausbeutung bekannt ist, streben die Macher von Kink einen authentischen und selbstbestimmten Umgang mit Lust an Dominanz und Unterwerfung an. Jenseits des Mainstreams arbeiten hier vor und hinter der Kamera leidenschaftliche Menschen, die ihre sexuellen Vorlieben in all ihren Spielarten mit Respekt und klaren Regeln ausleben.

Das meint Onyourscreen.de zur Dokumentation


Das der bereits 2013 im LineUp des "Sundance Film Festival" gezeigte Kink mit The 51th Shades of Grey in der deutschen DVD-Veröffentlichung einen dem Erfolg von Fifty Shades of Grey geschuldeten, reisserischen Untertitel bekam, darf man dem Label "Donau Film" verzeihen - bei der Masse an Veröffentlichungen muss man jedes Mittel zur Aufmerksamkeit nutzen. So wirklich weit hergeholt ist der Subtitle auch nicht - Kink geht dokumentarisch dort weiter, wo sich die meisten Ladies tiefere Einblicke bei "Christan Grey" und "Anastasia Steele" gewünscht hätten. In der riesigen Firmenzentrale von Kink.com - einem ausgedienten Lagerbauwerk in San Francisco,,bedient das BDSM-Label Kink diverse Websites mit eigenproduziertem, authentischen Videomaterial. Die Dokumentation beginnt mit einem Rundgang durch die Firmen Facilities, springt von Interviews mit Darstellern, Regisseuren und Geschäftsführern immer wieder zu recht freizügigen, aber immer im Rahmen bleibenden "Drehs vor Ort". Viel Wert legt die Doku auf die Authentizität und Eigenbestimmung der Darsteller, die Vereinbarung von Regeln, Grenzen und natürlich "Safe words". Bei aller Freizügigkeit der Doku darf hier aber niemand einen Porno erwarten, die gibts dann entweder im Netz oder in der Videothek um die Ecke.

Das Onyourscreen.de-Fazit zu KINK


Zu Wort kommen (und zur Tat schreiten hier) Laiendarsteller aber auch Größen der Szene, Macher und Regisseure - was sie alle einigt ist ihre echte Passion zum BDSM (falls es wer nicht weiß: BDSM = Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism). Ob derjenige, der bisher kopfschüttelnd dem sexuellen Spiel von Dominanz und Unterwerfung gegenüberstand nach dem Genuß der interessanten, gut gemachten, unterhaltsamen aber sicherlich nicht weltbewegenden Dokumentation Kink - The 51th Shades of Grey dem Ganzen offener entgegentritt, ist allerdings fraglich.
Neben dem intimen Einblick in eine faszinierende und oft missverstandene Subkultur über immerhin 80 Minuten bietet die seit dem 26. Juni 2015 im Handel erhältlich DVD-only-Veröffentlichung einige Deleted Scenes sowie ein Interview mit James Franco.


© Text: onyourscreen.de / BM


 
 
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