King of Queens
Artikel vom 03.08.2012 | Heimkino->Serien

KING OF QUEENS



Der König des Normalen


Mediafacts
King of Queens
Staffel 1 - 5
Originaltitel: The King of Queens
Produktionsjahr: 1998-2007
Episoden: 207
Genre: Sitcom
Hauptdarsteller: Kevin James, Leah Remini, Jerry Stiller, Victor Williams, Merrin Dungey
Mitte der 1990er war es. Der Eurodance beherrschte die Musik Charts, ein Internetauktionshaus namens eBay stand kurz vor der Gründung und amerikanische Sitcoms waren auf dem Höhepunkt ihrer Schaffensperioden. Ob Hör mal, wer da hämmert mit Tim Allen, dem in Amerika erfolgreichen Seinfeld oder der Sitcom-Legende Eine schrecklich nette Familie - kurz vor Ablauf des zweiten Jahrtausends generierten diese und noch weitere Produktionen unzählige - wenn auch zuweilen blecherne - Lacher. An einen gewissen Doug Heffernan (Kevin James) war da noch gar nicht zu denken. Ende 1998 erst flimmerte nämlich das erste Mal "King of Queens" über die (Röhren-)Bildschirme.

Späterstarter unter den Sitcoms


In Deutschland fiel der Serienstart gar erst ins neue Jahrtausend. Obwohl also mehr ein Nachzügler, fand die Sitcom vor allem hierzulande rasch ihr Publikum und findet es dank unaufhörlicher Wiederholungen noch heute. Ob es wohl daran liegt, dass Doug ein Jedermann ist, der jeden Tag in der Frühe aufstehen muss, um seinen Wanst in eine Uniform zu schnüren? Oder doch mehr daran, dass sein Alltag zwischen Geldsorgen, kratzbürstiger Ehefrau (Leah Remini) und verrücktem Schwiegervater (Jerry Stiller) so gar nicht lustig sein dürfte, aber es dennoch ist - meistens für ihn selbst und noch öfter für die Zuschauer.

Die Frage ist doch: Wollen wir alle einen feuerroten Ferrari besitzen oder ihn einfach nur einmal für einen Tag Probe fahren? Doug und sein Kumpel Deacon (Victor Williams) nämlich werden in Folge 23 der 4. Staffel reich - zumindest für einen Tag. Durch eine gewonnene Wette, von der Dougs Ehefrau Carrie natürlich nichts erfahren darf, stehen den beiden Freunden 5000 Dollar zur Verfügung, mit denen sie den besten Tag ihres Lebens gestalten wollen. Ein teures Hummer-Frühstück, kubanische Zigarren und ein Ausflug mit eben jenem gemieteten feuerroten Ferrari bringen jedoch nur eins - Stress. Geld macht eben doch nicht glücklich, zumindest nicht dann, wenn man weiß, was Glück eigentlich bedeutet. Doug nämlich ist ein zufriedener Mensch, der seine Frau, sein Haus, seine einfache Arbeit und sogar den im Keller wohnenden Störenfried Arthur liebt.

Der ganz normale Wahnsinn


Sobald es daran geht, etwas an seinem Leben zu verändern, blockt er alle Versuche Carries, ihn zu einem Lebenswandel zu motivieren, mit allerhand (Un-)Geschick ab. Einen Managerposten will er nicht, als Barkeeper in einer Szene-Bar ist er heillos überfordert und das beschauliche Vorort-Queens ist sowieso besser als das flippige Downtown Manhattan, in das ihn seine Ehefrau zum Ende der Serie gar zwingen will. Doug aber stellt eher seine Ehe aufs Spiel, als Queens zu verlassen. Der lang gehegte Kinderwunsch des Paares geht aber dennoch in Erfüllung - wenn auch anders als man es sich vorgestellt hat.


Nur einen eigenen Sandwichladen würde er gerne noch eröffnen, sein eigener Herr sein und einen quadratischen Bagel namens Quagel verkaufen - eben der unerfüllte Traum eines beinahe jeden Mannes. Und dieser Traum ist es, der unerfüllt bleiben muss, um von seinem Vorhaben schwärmen zu können, ohne sich in die Gefahren der Unabhängigkeit zu begeben und von der Realität womöglich bitter enttäuscht zu werden. Auf dem heimischen Sofa ist es schließlich immer noch am schönsten (und lustigsten). Und das kann man in allen 9 Staffeln, die in einer praktischen DVD-Sammelbox (alle 9 Staffeln, unter anderem als Briefkasten, Bowlingkugel, IPS-Transporter oder Kühlschrank) (36 DVDs) zusammengefasst sind, immer wieder aufs Neue erfahren.


© Text: onyourscreen.de / TA


 
 
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