Ultimate Kickboxer Collection © Ascot Elite
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Artikel vom 18.04.2018 | Heimkino->Blu-Ray

Ultimate Kickboxer Collection



Kickboxer - Die Abrechnung Kickboxer - Die Vergeltung


„Ring frei“ ….."Round 2"…..Kurt Sloan is back. Mit Kickboxer 2 - Die Abrechnung, steht Alain Moussi erneut im Ring, nachdem er den Mörder seines Bruders Eric Sloan, „Tong Po" in einem spektakulären Finale besiegt hatte. Achtung: Dank Ascot Elite dürfen wir 1 x1 DVD sowie 1 x 1 Blu-ray an euch verlosen - mehr dazu am Ende des Reviews.

Ultimate Kickboxer Collection © Ascot Elite
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Cover der "Ultimate Kickboxer Collection"
War der erste Teil des „Kickboxens“ noch ein reguläres Remake, so ist die Fortsetzung ein eigenständiges Sequel, welches sich nur noch aus Versatzstücken an dem Erstling bedient. Jenes Original wurde aus Marketing-technischen Gründen in die Reihe der in Deutschland betitelten Karate Tiger Filme etabliert, da jene damals ordentlich Geld in die Kasse spülten. Kickboxer, so der eigentliche Titel, war „van Damme“ und seit jeher Sinnbild für ästhetischen Kampfsport, welcher sich storytechnisch auf viele Schablonen legen lässt, die im ähnlichen Fahrwasser schwimmen. Doch Karate Tiger 3 (Kickboxer) bot neben exotischen Kulissen und einem gut aufgelegten Jean Claude Van Damme in Bestform, auch ein brauchbares, wenn auch ausgesprochen „einfaches“ Storykonstrukt, um welches sich die Kampfsporteinlagen bestens eingliedern ließen. Die „Rache“-Story, verpackt mit dem unglaublich intensiven und leicht „trashig“ anmutenden 90iger Jahre Charme, kamen an bei Publikum, so dass jene Karate Tigers auch die ein oder anderen Fortsetzungen nach sich zogen, die aber sowohl qualitativ als auch inhaltlich, rein garnichts mehr mit dem ursprünglichen Kickboxer zu tun hatten.

Im direkten Remake, also dem ersten Teil des Kickboxer- Die Vergeltung von John Stockwell, schlüpft der Stunt-erfahrene Alain Moussi in die Rolle des Kurt Sloan, der seinen Bruder rächen will, welcher wie Eingangs erwähnt, von "Tong Po" getötet wurde. Anstelle des Thai-box erprobten Michel Qissi, ist es nun der nicht weniger physisch starke und körperlich überlegende Dave Bautista, der ja im weltweiten Wrestlingcircus kein umbeschriebenes Blatt ist und für die enorme physische Präsenz sorgt. Und jene Präsenz macht sich Bautista auch glaubhaft zu Nutze, so dass das etwaig- fehlendes "Know How" im Martial Arts-Bereich, geschickt und gekonnt kaschiert wird. Denn auch ohne "special moves", die ein Alain Moussi jederzeit und in jeder Situation abrufen kann, glänzt Bautista mit enormer physischer Präsenz und kombiniert seine Wrestlingsmoves im Ansatz mit Martial Arts, so dass in Summe schon ein harter Brocken von Endgegner zu verzeichnen ist.

Kickboxer - Die Vergeltung

Filmkurzbeschreibung

Sloan selbst reist nach Thailand in eine Kampfsportanlage und erspielt sich einen gewissen Respekt. In einer Rückblende erfahren wir, dass der ebenfalls dort ansässige „Tong Po“ dem Bruder unseres Protagonisten, das Genick gebrochen hat. Und nachdem es im Kampfsportlager gewisse Quengeleien und auch Ärger gab, macht sich Kurt Sloan auf und davon und trifft unweigerlich auf den Muay-Thai Trainer „Durand“ (J.C. van Damme), der ihm den letzten Schliff verpasst, bevor es in die Arena zum übermächtigen "Tong Po" geht.

Der erste Teil und somit das direkte Remake, ist ein sympathisches und auf endachziger/neunziger getrimmter „Klopper“, ein echter Charmebolzen also. Auch ist der Film in atmosphärische Bilder getränkt und bietet in gewissen Einstellung den Bezug zum Original. Wie im Original auch, brilliert der Film durch die gut choreografierten Trainingssequenzen, die eine gewisse Reminiszenz an den Ursprung des Originals bieten und schon einen Wiedererkennungswert inne haben. Aufgelockert wird das ganze Spektakel durch diverse Verfolgungsjagden und eingestreute Fightsequenzen, in denen Moussi ganz klar untermauert, dass ihm seine Erfahrungen als Stuntman zu Gute kommen. Zwar fehlt ihm vielleicht etwas die filigrane Eleganz eines Van Dammes oder das akrobatische „i-Tüpfelchen“ eines Scott Adkins, aber Moussi zeigt, dass er schon seine Berechtigung im Martial Arts Circus hat. Somit sind die blutigen Keilereien durchaus ansehnlich für das verwöhnte Martial Arts Volk inszeniert, die mit Kickboxer - Die Vernichtung, einen typisch auf 90iger geeichten „Klopper" um die Ohren gehauen bekommen, der tatsächlich bei Laune hält und sich dann doch wohltuend vom Einheitsbrei etwaiger Videotheken-C Ware abhebt. Und Bautista zeigt eindrucksvoll, dass er auch auf der anderen Seite der Bühne, durchaus Akzente setzen kann.

Kickboxer - Die Abrechnung

Filmkurzbeschreibung

Teil 2 hingegen, funktioniert auch ohne Vorkenntnisse des Erstlings. Zwar werden die Beweggründe Sloans hier und da immer noch angerissen, sind aber nicht mehr der primäre Status Quo. Doch worum gehts? Nachdem Kurt Sloan den mächtigen „Tong Po“ getötet hat, wird er von zwei angeblichen FBI Agenten verhört, entführt und zurück nach Thailand geschleppt. Im dortigen Gefängnis wird ihm der Mord an „Tong Po“ vorgeworfen. Dies jedoch, ist ein ausgemachtes Spiel vom Strippenzieher und Kampfsportpromoter Thomas Tang Moore (Christopher Lambert), der Sloan für seine Zwecke nutzen möchte und ihn zwingt, für ihn zu kämpfen. Und jenes mit nicht immer fairen Mitteln. Um Sloan zu überzeugen, dass es gesünder wäre, gegen Moores übermächtige Waffe „Mongkut" (den Iron Man of the Year, Hafþór Júlíus Björnsson) anzutreten, entführt Moore Sloans Frau Lui, um somit ein weiteres Druckmittel zu haben. Nach einigem „hin und her“ willigt Sloan ein und zieht unter Mithilfe des ihm vertrauten Trainers „Durand“ (J.C. van Damme) und mit Knastkollge „Briggs“ (Mike Tyson) in den Kampf.

Regisseur Dimitri Logothetis besinnt sich auf altbewährtes und wollte wohlmöglich etwas zuviel. Beginnt der Film noch „visuell“ recht eindrucksvoll mit einer starken „Traumsequenz“, in der Alain Moussi sein großes Leistungsspektrum, in und auf einem fahrenden Zug abruft, so flachen jene Aspekte im späteren Verlauf etwas ab. Viele Nachtaufnahmen und etwas triste Locations, die zum Großteil „nachts“ ihre Eindimensionalität zum Besten geben, sind kein Vergleich zu den exotischen Schauplätzen des Vorgängers. Zwar hat man in punkto „Action" eine ordentliche Schippe draufgelegt und Moussi ist im späteren Verlauf im Minutentakt in Dauerrotation, doch weiss man auch, dass jenes auf Dauer dann die gegenteilige Wirkung beim Betrachter hervorrufen kann. Zwar bekommen wir wieder die gewohnt sicher platzierten Roundhouse-Kicks von Moussi, der sein Spektrum vollends abrufen kann, aber irgendwie hinterlässt jener Aspekt den etwas faden Beigeschmack, dass man „wohlmöglich“ den zweifelsohne guten Vorgänger, in allen Belangen zu toppen versuchte.

Hafþór Júlíus Björnsson ist mit seinen weit über zwei Metern Körpergröße eine absolute Wand, aber auch agil wie drei Sack Steine. Zwar wirkt er durch seine Masse aus Fleisch und Muskeln fast schon zu übermächtig, hat aber nicht die bedrohliche Präsenz eines Bautista, der zumindest „kampftechnisch“ weit überlegen wirkte. Und ein Lambert ist inzwischen nicht mehr als ein Schatten seiner selbst. Jener agiert zwar noch recht solide, hat aber seine besten Zeiten hinter sich.

Grundsätzlich ist Kickboxer 2 - Die Abrechnung ganz gewiss kein schlechter Film. Nur muss er sich eben als Sequel auch die legitimen Vergleiche des Vorgängers gefallen lassen. Und dabei verliert er etwas an Fahrwasser. Zwar gibts "en masse“ Action und auch sauber ausgearbeitete Fights und ein tolles Kampfsportportfolio eines Alain Moussi zu bestaunen, doch am Ende wirkt alles etwas zu überfrachtet, ebenso wie der nicht enden wollende Endfight.
Alles in allem, eine immer noch sehr empfehlenswerte Martial Arts Schlachtplatte, die aber beim Verzehr etwas Magendruck beim Betrachter zurück lässt…..und jenes liegt nicht an Alain Moussi´s stets einwandfreier Performance.

Dennoch, da hier das Gesamtpaket stimmt und die Filme für sich genommen, mehr oder weniger zusammen gehören, ist die Anschaffung eine lohnende Sache, zumal man hier direkt das Doppelset mit beiden Teilen erwerben kann. Denn passend zur Erstveröffentlichung von Kickboxer - Die Abrechnung veröffentlicht die Ascot Eilte Entertainment Group zum gleichen Zeitpunkt die "Ultimate Kickboxer Collection" auf DVD und Blu-ray. In dieser befinden sich Kickboxer - Die Vergeltung sowie Kickboxer - Die Abrechnung. Bild und Ton der von un sgetesteten Bluray sind sehr gut. Zwar sind die Extras überschaubar, aber korrigiert dieses in sich stimmige Gesamtpaket nicht nachhaltig nach unten. Ascot Elite veröffentlicht sowohl Kickboxer - Die Abrechung als auch die Ultimate Kickboxer Collection am 27. April 2018 auf DVD und Blu-ray.


Fazit


Fans von Van Damme und Alain Moussi können bedenkenlos zugreifen. Und wer mal wieder einen gut aufgelegten und sich selbst spielenden Mike Tyson erleben will, der macht nix falsch. Alle anderen, die insbesondere das Original verehren, die kommen mit dem Erstling und dem Remake voll auf ihre Kosten, zumal es auch einen kurzen Cameoauftritt des original „Tong Po“, Michel Qissi gibt.

Gewinnspiel:
Ultimate Kickboxer Collection



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© Text: onyourscreen.de / Frank Deutscher Heister


 
 
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