Artikel vom 07.09.2019 | Themen

Das große IFD Special



Ninjas, Soldaten, Kickboxer: das weite Feld, rund um die Schattenkrieger ...der etwas anderen Art!


Das große weite Feld der glorreichen 1980iger Jahre ... das hat uns so manchen Schlaf geraubt, in Zeiten in denen wir vor den Videothekenregalen standen, und uns für das kommende Wochenende eindeckten. Bunte und illustre Cover prangten auf den Hüllen der seligen VHS Kassetten, eines wilder wie das nächste. Insbesondere die facettenreichen und oft überspitzten Coverarts der ein oder anderen Ninja-Filme, fielen immer direkt ins Auge. Und mit jenen wollen wir uns nun auch in diesem Special etwas ausführlicher befassen.


Wenn man das Wort „Ninja“ hört, assoziiert der geneigte Fan und Freund aber in der Regel zunächst die glorreichen Klopper mit Sho Kosugi, die handwerklich zumindest doch recht solide umgesetzt und unter anderem auch mit namhaften Cast versehen wurden. In der schieren Masse jedoch gab es zwei namhafte Firmen, die für den Erfolg der Ninja-Welle maßgeblich verantwortlich waren. Das war zum einen die "IFD Film & Arts Ltd." von Joseph Lai, zum anderen die "Filmark International"-Schmiede von Tomas Tang. Trotz ähnlicher Vorgehensweise bei der Umsetzung der Filme unterschieden sich die beiden Companies in ihrer Herangehensweise, doch dazu später mehr.

"IFD Films & Arts Ltd." wurde 1974 gegründet und glaubt man deren Aussagen, haben sie mehr als 40 Filme selbst produziert und weit über 30 weitere Filme gedreht, wovon der Großteil die Ninja-Filme von Godfrey Ho waren. Godfrey Ho selbst lernte im Jahre 1973 Joseph Lai kennen und verkaufte ihm damals seine Rechte an dem Film Paris Killers. Jahre später machte sich Ho für "IFD Films" an die Arbeit und drehte die ersten Filme unter diesem Label. Um den Erfolg auch über den Asiatischen Kontinent hinaus zu sichern, riet im Lai, mehr amerikanische Schauspieler zu engagieren, damit die Filme auch international vermarktet werden konnten.
Da die Filme in relativ kurzer Zeit und ohne konkrete und nicht immer existente Drehgenehmigung (oft in städtischen Parks, wie den Kowloon Park in Hong Kong) zusammen geschustert wurden, kann man durchaus von Fließbandproduktionen sprechen. Der Clou war simple: ein alter, oft thailändischer Film wurde mit selbst gedrehten Szenen der amerikanischen Akteure angereichert und neu mit einer durchgängigen Synchro zusammen geschnitten. Somit sollte ein homogener, durchgehendes Gesamtbild entstehen, was aber natürlich nicht funktionieren konnte. Dennoch sind und waren die neu gedrehten Szenen in ihrer Umsetzung recht solide, da die Stunt-Akteure auch auf sehr gut choreografiertes Portfolio zurückgreifen können. Insbesondere die Ninja-Szenen wurden mittels Double und den gut getricksten Übergängen auf die amerikanischen Akteure, souverän gelöst.

Visitenkarten der beiden Unternehmen

Im Gegensatz zu den Ninja- und Action Filmen aus dem Konkurrenzlager „Filmark International“, wurde bei "IFD" wenig Wert darauf gelegt, dass die neu gefilmten Sequenzen filmtechnisch mit der Story des alten Films zu großen Teilen harmonierten. Dafür waren aber die essentiellen Ninja-Fights in Summe deutlich agiler in der Umsetzung und die Anzüge der Protagonisten saßen immer wie angegossen und erfreuten sich der schöneren Optik.
In Sachen „Interaktion“ mit dem „alten“ Hauptfilm war "Filmark" also deutlich bemühter und betrieb mehr Aufwand um die neu gedrehten Teile und Zweit-Story des Ursprungsfilms harmonisch zu verschmelzen. Mitunter arrangierte man sogar die alten Darsteller von früher (Vampire Raiders / Ninja Queen) um das homogene Gesamtbild zu forcieren ... dafür waren die zwar ähnlich gelagerten Ninja-Kämpfe in der Umsetzung hier und da etwas „schlampig“ ... auch die Anzüge waren nicht immer „State of the Art“, wenn man die Produktionen mit Alexander Lou mal außen vor lässt.

Doch zurück zu "IFD". "IFD" war recht erfolgreich und fuhr einen nicht umbeachtlichen Gewinn ein. Im Jahre 1993 verließ Godfrey Ho das Unternehmen. Joseph Lai jedoch, verwendete die erfolgreich angewendete "Copy and paste"-Methode für weitere Filme, gerne auch im Animationsbereich, in dem „Space Thunder Kids“ wohl sein bekanntester war.

Im Jahre 1996 zerstörte ein Brand im Garley Building, wo sowohl "IFD Films Ltd." als auch "Filmark International" ihre Büros hatten, die Räumlichkeiten, einschließlich sämtlicher Papiere und Masterprints vieler Filme. Joseph Lai überlebte das Feuer, jedoch kam Tomas Tang bei diesem Brand ums Leben. "IFD Films" jedoch eröffnete wieder die Pforten, ohne allerdings neue Filme vorweisen zu können. Poster und Trailer wurden aber weiterhin an alle interessierten ausgegeben ... und angeblich ist auch heute noch das Büro geöffnet!

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Die Zeit vor IFD und FILMARK


Doch es gab noch eine Zeit vor "IFD" und "Filmark". Die Rede ist von "Asso Asia Films". Im Jahre 1977 erbte Joseph Lai eine kleine Firma und schloss sich mit Tomas Tang zusammen und gründete mit ihm die "Asso Asia Films". Immerhin wollte man die Filme global vermarkten. Da es keinen große Menge an Filmunternehmen in Hong Kong gab, bot sich für beide diese Option an ... und zahlte sich aus. Mit Unterstützung von Godfrey Ho produzierte "Asso Asia" in dem Zeitraum von 1977 bis 1982 ganze 15 Filme. Darunter auch Ninja vs Ninja, der schon spätere Filmark International Produktionen erkennen lies. Schon damals waren die für den Fan durchaus bekannten Akteure Eric Neff und Pedro Ernyes als Ninjas dabei, die später unter anderem in den Filmarkproduktionen Silver Dragon Ninja und Clash of the Ninjas, um nur mal zwei zu nennen, agierten. Aber die Akteure gaben sich ohnehin in sämtlichen Produktionen aller beteiligten Firnen, oftmals die Klinke in die Hand. Gedreht wurden die Filme in Südkorea, wo man auch auf einheimische Akteure zurück griff, wie beispielsweise Elton Chong.

Zeitgleich war Joseph Lai dann auch Präsident der "IFD Film &Art Ltd". Zwar arbeiteten beide Männer für die Unternehmen des anderen, aber die Spannungen zwischen den beiden wuchsen. Was dazu führte, dass Tomas Tang "Asso Asia" verließ und 1983 seine eigene Firma, „Filmark International“ gründete. Joseph Lai schloss daraufhin "Asso Asia Films" und widmete sich komplett seiner "IFD Film & Arts Ltd." Trotz der Differenzen , die beide hatten, führte man aber dennoch eine zweckmäßige Geschäftsbeziehung. Tomas Tang fungierte als Co-Produzent mehrerer Filme von Lai, selbiges machte Lai für "Filmark". Tragisch nur, dass der Streit nie richtig beigelegt wurde und Tomas Tang im Jahre 1996 wie oben erwähnt, bei einem Brand ums Leben kam. Abschließend sollte man noch erwähnen, dass Ende der 1980iger Jahre die Firmal „My Way Films Company“ im Dunstkreis von Godfrey Ho auftauchte. Diese veröffentlichten Lethal Panther, Angel on Fire und die umstrittene Maruta 3 - Destroy all Evidence. Angeblich ist das Unternehmen immer noch im Geschäft.

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Doch kommen wir zu Godfrey Ho selbst, dem wir einen Großteil der Ninja Filme verdanken. Ho wurde 1948 als Ho Chi Keung geboren. Um das Jahr 1970 wurde er stellvertretender Direktor von Chang Cheh's „Shaw Brothers Studio“ und arbeitete unter anderem mit John Woo zusammen. Sein erster Film war der 1971 veröffentlichte „The Deadly Duo“. Zwischen den Jahren 1971 und 1979 war Ho der Co -Regisseur von 16 "Shaw Brothers"-Produktionen.
Während er 1974 mit Kwok Ting Hung an Paris Killers arbeitete, wurde er dem Filmverleiher Joseph Lai vorgestellt, der zu diesem Zeitpunkt noch keine eigene offizielle Firma besaß. Ho verkaufte wie Eingangs erwähnt die Rechte von Paris Killers an Lai und arbeitete weiter bei den "Shaw Brothers", bis er später dann bei "IFD" einstieg.
Zwischen 1977 und 1983 drehte Godfrey Ho 24 Filme für Joseph Lai und veröffentlichte einige über "Asso Asia Films", welche ja 1977 von den beiden gegründet wurde. Auch Tomas Tang war Produzent der Filme, bis sich 1983 alles grundlegend änderte. Der erwähnte Streit führte ja dazu, dass jeder seine eigene Firma gründete ...
Godfrey Ho ging jedoch zunächst mit Joseph Lai und riet ihm, amerikanische Akteure zu casten, anstatt die einheimischen, um das ganze größer vermarkten zu können. Lai gefiel dies und er begann zusammen mit Ho sein „Copy and paste“-Verfahren und kreierte somit die allseits bekannten Ninja Filme - die übrigens aufgrund ihrer Machart auch „Ninja-Flicks“ genannt wurden.
Godfrey Ho drehte parallel aber auch für "Filmark", sodaß er zwischen den Jahren 1983 und 1992 insgesamt 81 Filme für beide Unternehmen drehte. 1993 verließ Godfrey Ho seinen Kumpel Joseph Lai und Tomas Tang, um für "Filmswell International" zu arbeiten. Dort realisierte er Honour and Glory und Undefeatable, die streng genommen zu seinen „normalsten“ Filmen gehören. Jedoch kehrte er schnell zurück zu seinen Wurzeln und drehte für IFD den Film Catman in Boxers Blow, bevor er dann final zu „My Way Films“ wechselte um dort seine letzen 5 Filme zu realisieren. Godfrey Ho zog sich im Jahre 2000 offiziell vom Filmbusiness zurück und umgab sich mit Filmstudenten, die er in Sachen „Filme“ unterrichtete. Glaubt man den Gerüchten arbeitet er insgeheim auf Wunsch eines amerikanischen Regisseurs an einem Film namens Ninja Holocaust, der eine Hommage an seine Ninja-Ära erinnern soll ... aber bestätigt ist das final nicht.

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Zusammenfassend treffen wir im weitläufigen Feld des Ninja-Zirkus rund um "IFD" und "Filmark" immer wieder auf folgende Personen:

Joseph Lai: Filmverleiher, der seit Anfang 1970 in Hong Kong tätig ist. Gründer und Inhaber der "IFD Film & Arts Ltd." Das Unternehmen ist noch aktiv, jedoch wurden seit 2011 keine Filme mehr produziert und man beschränkt sich auf den Verkauf noch vorhandener Lizenzen. Zuletzt war er selbst im Bereich einer Bildungsfernsehserie für Kinder tätig.

Betty Chan: Co-Produzentin vieler Filme von "IFD Film &Arts Ltd." und laut einem Interviewauszug geführt mit Godfrey Ho, mit Joseph Lai verheiratet.

Tomas Tang: Filmproduzent und Inhaber von "Filmark International". Tang produzierte alle "Filmark"-Veröffentlichungen von Godfrey Ho und war Co-Produzent von "Asso Asia" und "IFD Films".
Angeblich im Feuer des Harley Buildings 1996 gestorben, wurde aber nie offiziell identifiziert. Godfrey Ho selbst schweigt in dieser Sache und alle Beteiligten die mit Ho's Filmen in Verbindung gebracht werden, schweigen und leugnen, Tang je getroffen zu haben. Die Tatsache, dass Tomas Tang nicht sein echter Geburtsname war, erschwert die Sache.
Gerüchte besagen, dass Tomas Tang „nur“ einer von Godfrey Ho´s vielen Pseudonymen war, welche als Steuerhinterziehungsplan dienten. Dies wäre einer der Gründe, warum Godfrey Ho selbst in dieser Sache schweigt, aber das sind nur Vermutungen, die mal geäußert wurden. Auch dass das Feuer im Garley Building eine Brandstiftung war, machte die Runde. Beweise für die Zusammenhänge der Steuerhinterziehung sollten so vernichtet werden, aber auch das natürlich unbestätigt.
Filmark soll ebenfalls gerüchteweise an der TRIAD Bande beteiligt gewesen sein. Sollte dies sich irgendwann einmal bewahrheiten, könnte es das rasche Verschwinden von Tomas Tang erklären. Es liegt jedoch eher der Verdacht nahe, dass Tomas Tang lediglich das Pseudonym für jemanden war, der im Feuer umgekommen war, so dass Tang die Möglichkeit genutzt hat um zu verschwinden , um der Steuerhinterziehung und der Anklage zu entgehen, denn "Filmark" wurde zu diesem Zeitpunkt untersucht. Aber das wird man wohl nie erfahren und ist unbestätigt.

TRIADS: Edowan Bersmea erinnerte sich in einem Interview daran, dass er selbst einmal Triadenmitgliedern begegnete, als er einen Film für "Filmark" drehte. Diese Triaden kontrollierten viele Drehorte von Godfrey Ho, einschließlich eines Waldstückes, in dem viele Ninja-Szenen gedreht wurden. Das könnte darauf hinweisen, dass Ho mit den Triaden zu tun hatte. Jedoch sagte Andy Chworowsky damals, dass alles sauber ablief und er das nicht bestätigen könnte und die Vermutung aus der Luft gegriffen sei.

Eagle Leung: Martial Arts-Choreograf, der für viele Ninja-Filme zusammen mit Philip Ko tätig war. Er war für mindestens zwwi Filme von Godfrey Ho auch selbst vor der Kamera.

Norton Wong: Er ist der anerkannte Cutter in fast allen Ninja-Filmen, der die Fights mit den Doubles und den amerikanischen Darstellern perfekt zusammen schnitt. Entgegen vielen Behauptungen, hat, nicht wie so oft vermutet, Godfrey Ho den Schnitt gemacht, sondern Wong. Wong war somit der Filmredakteur in Ho´s eigenem Stab und schnitt die Szenen der Ninja-Fights zusammen. Norton Wong: ist so gesehen die Handschrift des Unternehmens.

AVV bringt uns das IFD-Universum näher in ihrer IFD Legacy-Reihe

Mehr als Ninja-Flicks


Es ist ein Feld für Fans und solche, die es noch werden wollen. Keine leichte Kost für den „Otto-Normal“-Konsument, der etwas Martial Arts neben der Reihe sehen will, dafür ist das IFD/Filmark-Uuniversum zu speziell und bedient sich seit eher einer Basis von Fans, die jene Ära miterlebt haben, als in den 1980igern die ganze Welle in die heimischen vier Wände schwappte. Aber auch die Ninja Filme wurden dann etwas weniger und beide Firmen wechselten das Feld und orientieren sich am Genre des Kriegsfilmes, welches seit Platoon ja ständig präsent war. So wurden dann Filme wie Hitman the Cobra oder die American Commando-Reihe, welche aber später als Advent Commando neu konzipierte wurde, realisiert, die man in westliche Gefilde verkaufen wollte um dort nochmal Kasse zu machen. Nebenher gab es dann noch die War City- und die berüchtigte Official Exterminator- Reihe ... letztere könnten parallel auch noch als Ninja-Filme vermarktet werden, da die bunten Schattenkrieger um Mark Watson auch hier ihre Schwerter wetzten und es immer wieder schwertlastige Kampfeinlagen gab. Mark Watson wurde jedoch kein großer Star am Firmament des "IFD"-Himmels, da man ihn wegen seiner Überheblichkeit nach vier Filmen an die Luft setzt und durch Marko Ritchie ersetze. Neben den Official Exterminator-Filmen war er noch im "IFD"-Klassiker Platoon - The Warriors zu sehen ... jener wäre nicht nur aufgrund des üblichen Cast mit Mike Abbott ein weiterer Kandidat für die Official Exterminator-Reihe, es gab auch hier wieder die obligatorische und fulminante Ninja-Eröffnungssequenz. Ohnehin war Platoon the Warrior ein recht ansehnlicher Film, der mit den bekannten Gesichtern aufwartet, die man aus diversen anderen "IFD"-Filmen her kennt und den typisch überzogenen Kampfeinlagen …Ninjas, Rauchbomben, Mike Abbott und Watson als Endgegner ... das alles ist schon von einem essenziellen Unterhaltungswert.

Es würde den Rahmen sprengen, wenn man jegliche Genreverwendung, die "IFD" sich zunutze machte, hier explizit ausführen würde ... dafür ist das Feld echt zu groß. Nachdem man jedenfalls mäßig Westen verkauft hatte, versuchte man sich noch an diversen Kickboxfilmen, da ja van Damme mit seinem Bloodsport für mächtig Fuore sorgte und man auch hier gute Chancen sah, die Kassen klingeln zu lassen. Kickboxer King, Dragon Master, Blood Killer, Year of the Kingboxer ... das waren alles solche illustren Namen, in denen sich Wayne Archer und Kollegen die Köppe einschlugen.
Aber auch das Feld der Superhelden wollte man bedienen…..so erschuf "IFD" die Catman-Serie , in der Jonathan Ishgar als „Superheld“ in einem eher lächerlichen Outfit die bösen Jungs vermöbelte. Natürlich darf aber auch das „Horrorpublikum“ nicht leer ausgehen, womit man dann bei der Zodiac America-Reihe ankam, in denen sich Pierre Kirby, Edowan Bersmea, Mark Houghton und Steve Brettingham die Klinke in die Hand gaben. Zombie Rivals mit Pierre Kirby und Edowan Bersmea, war dabei noch ein waschechter Ninja Klopper der bekannten Machart und sogar recht brauchbaren Kämpfen an den berüchtigten Drehorten. Hätte auch als separater Ninja-Film durchaus so vermarktet werden können, was man in England unter Zombie vs Ninja auch tat.

Aber auch das vermischen sämtlicher Genrekonventionen brachte dann langfristig nicht mehr den erhofften Erfolg, da man zuvor mit der Ninja Operations-Serie und den Official Exterminator-Filmen, so gut wie alles abgefrühstückt hatte. Zwar war man bemüht, weitere Filme im ähnlichen Stil zu realisieren, indem man auf kompaktere Handlungen zurückgreifen wollte - wie man es bei der „Warriors of America“-Reihe dann auch im Ansatz versuchte -, aber auch das wollte dann im westliche Raum nicht so recht Anklang finden, so dass man sich schlussendlich mit dem 1994 erschienenen Royal Destiny verabschiedete. Mit Titeln wie Big Boss Untouchable, Hero the Great, Phönix from Shaolin, sowie Dragon Master, drehte man noch ein paar eher klassische Martial Arts-Filme. Die berühmten Ninja-Flicks wurden alle noch einmal gestrafft und als "Ninja Myth“-Serie offeriert, aber das wars dann auch schon.

"IFD" ist und bleibt somit Kult und wir Fans verbinden mit jener Epoche nur die besten Erinnerungen aus alten Videothekentagen. Dank Carsten Weissenberg und seinem Label "AVV" ist es aber fortan möglich, all jene großartigen und fan-geliebten Filme erneut zu erleben. Denn mit der "IFD Legacy" kommen in regelmäßigen Abständen immer wieder neue Filme aus dem "IFD"-Universum, welche aufwändig restauriert wurden und auch stellenweise erstmalig auf Bluray veröffentlicht werden. Die ersten fünf Titel der "IFD Legacy"-Reihe sind bereits erschienen und wir werden Stück für Stück jeden einzelnen und all das was folgt, ausführlich vorstellen.

Wir hoffen, wir konnten euch schonmal einen kleinen Einblick in das gewähren, was "IFD" so einzigartig macht. In dem Sinne wünschen wir viel Spaß und allen Neueinsteigern, die jenes noch nicht kennen, viel, viel Spaß beim entdecken ... denn es gibt sooooo wahnsinnig viel zu entdecken ...

NINJAAAAAAAAAAAAAAAA


© Text: onyourscreen.de / Frank Deutscher-Heister