© Ascot Elite Home Entertainment
© Ascot Elite Home Entertainment
Artikel vom 05.11.2012 | Heimkino->Blu-Ray

ID:A - Identität anonym



Schicker dänischer Verschwörungsthriller


Skandinavische Literatur-, Film- und Fernsehwerke stehen hierzulande bekanntermassen hoch im Kurs, nicht erst seit "Kommissar Wallander" oder den Verfilmungen der Stieg Larsson "Millennium-Trilogie". Da im speziellen dänische Film-Produktionen sehr oft für Originalität und hohe erzählende Qualität stehen, freut sich der Moviefan in der Regel über jeden Film aus unserem Nachbarland, der gut synchronisiert im DVD-Regal des Lieblingshändlers auftaucht. Ob man sich auf ID:A – Identität anonym freuen kann, der am 20.11. im Verkauf landet, wollen wir euch hier vermitteln.

Mediafacts
 © Ascot Elite Home Entertainment
© Ascot Elite Home Entertainment
Cover: ID:A – Identität anonym
Titel: ID:A – Identität anonym
Originaltitel: ID:A
getestete Version: Blu-ray
Cast: Tuva Novotny, Flemming Enevold, Carsten Bjørnlund, Arnaud Binard
Regie: Christian E. Christiansen
Produktionsland: Dänemark
Studio/Verleih:Ascot Elite Home Entertainment
DVD-Release: 2012
Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: 104 Minuten
Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
Regioncode: 2
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren

Filmkurzbeschreibung


Eine junge Frau erwacht in den kalten Fluten eines südfranzösischen Flusses in völliger Amnesie, sie weiß nichts, aber auch gar nichts mehr. Sie hat keine blasse Ahnung wer sie ist, woher sie stammt, warum sie eine frische Narbe am Bauch hat oder wie der Seesack voller Geld samt Pistole zu ihr gelangt ist. Notdürftig versorgt und untergekommen entdeckt sie recht schnell, das sie verfolgt wird. Ist sie etwa in das Attentat verwickelt, das ganz in der Nähe des Ortes passiert ist, an dem sie erwacht ist? Aliena – so nennt sie sich erstmal - begibt sich auf die Suche nach ihrer wahren Identität. Die Spur führt sie nach Dänemark, dort findet sie ihren wahren Namen, ihren berühmten Ehemann und ein kultiviertes, luxuriöses drumherum dessen Fassade aber sehr schnell ein- und über Aliena - die nun Ida heißt - hereinstürzt. Doch die lässt sich nicht unterkriegen und tastet sich langsam an das scheinbar blutige Geheimnis aus Terror, Geldgier und alten Seilschaften heran ...

Das meint onyourscreen.de zum Film


Regisseurs Christian E. Christiansen könnte dem ein oder anderen Filmbegeisterten durch die Oscarnominierung seinens Kurzfilms At Night (OT: Om natten) bekannt sein. Aus der Besetzungsliste von ID:A – Identität anonym ragt Hauptdarstellerin Tuva Novotny heraus, die einem fast sicher schonmal über den cineastischen Weg gelaufen ist. Witzigerweise kam es uns so vor, als wenn man dem kompletten Cast schon öfter auf dem heimischen Flatscreen begegnet ist, die Wahrscheinlichkeit ist bei dem bescheidenen Bekanntheitsgrad der Akteure allerdings gering. Irgendwie bekannt wird einem auch die Storyline vorkommen, denn eine Handlung um die Amnesie einer einzelnen Person zu stricken, ist nicht erst seit der ersten Bourne-Verfilmung bekannt. Aber es ist ja grundsätzlich nicht falsch, ein bewährtes Ideenkonzept aufzugreifen – so lange man es schafft, den Zuseher zu fesseln. Und siehe da, das gelingt dem Film mit dem doppeldeutigen Titel, der übrigens von Lars von Triers Firma "Zentropa" produziert wurde. Der Handlungsplot baut sich zwar eher zurückhaltend auf und lässt anfangs viel Spielraum für eigene Mutmaßungen, doch schnell nimmt einen die Hauptfigur für sich ein. Man fühlt mit ihr, man leidet mit ihr, man rätselt mit ihr, man läuft mit ihr weg und drückt ihr die Daumen. Für angenehme, dauerhafte Spannung ist also gesorgt, auch dann, wenn im Mittelteil der Handlungsstrang weit hinter den Anfang des Films zurückspringt um die rätselhaften Vorgänge in logische Bahnen zu lenken. Sowohl die eher ungeschickt eingeflochtene Story um die angebliche Aktivistengruppe der Ida's Bruder und Ehemann angehörten, als auch der Tod des schwulen niederländischen Politikers, sollen dem ganzen wohl einen politisch-kritischen Touch geben – das gelingt nicht wirklich, stört aber auch nicht. Der stylishe, nur ab und an action-orientierte Thriller erzeugt seine ganz eigene Spannung, nimmt den Zuschauer und die ausdruckstarke Hauptfigur mit an gelungene Schauplätze und gut ausgewählte Sets. Hier ist zwar kein neues filmisches Highlight des skandinavischen Kinos entstanden, aber den Großteil ähnlich angelegter Movies lässt ID:A locker hinter sich.


Das meint onyourscreen.de zur Blu-ray


Fangen wir mal positiv an: die blaue Amray der Blu-ray-Disk hat ein Wendecover, das Bild ist ordentlich (auch wenn es bei dunklen Szenen schon etwas rauscht), der Ton ist gut. Was überhaupt nicht gut ist, ist das die Extras ihren Namen nicht verdient haben (es gibt ausschließlich einen deutschen und den Originaltrailer) und vor allem ist es unfassbar ärgerlich, wenn man vor der Anzeige des Diskmenus zwanghaft Werbetrailer schauen muss. Wir dachten eigentlich, das diese Zeiten vorbei sind? Glücklicherweise kann man wenigstens (dreimal) skippen, sodaß man es schafft, dann doch irgendwann zum Hauptmenu vorzudringen. Lieber Distributor: so bitte nicht!

Onyourscreen.de-Fazit zu ID:A


Auch wenn einem die Blu-ray-Verpackung suggeriert einen politischen Thriller à la Millennium-Trilogie in den Händen zu halten und einige von Ähnlichkeiten zur Bourne-Geschichte schreiben, so ist ID:A – IDENTITÄT ANONYM doch eigenständig genug und weiß zu überzeugen. Der dänische Film nimmt einen schnell gefangen und führt den Zuseher gelungen durch überraschende Wendungen bis zum befriedigenden Ende. Wir können ID:A fast uneingeschränkt empfehlen – der Verkauf der DVD und Blu-ray startet am 20.November.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
© Anolis Entertainment

© ©Senri Akatsuki-SB Creative Corp./Undefeated Bahamut Partners ©SA-SBCr/UBP

© Pandastorm

© Anolis Entertainment