Green Hornet
Artikel vom 23.05.2012 | Heimkino->DVD

GREEN LANTERN



Gelungenes Debut eines Superhelden? Nö!


Wir hier, unser einer, die Redaktion, alle Mann sind durch die Bank Fans von Comicverfilmungen. Das sind einfach großartige Vorlagen für effektreiche, überzeichnete Filmabenteuer. Wie mit der DC Comics-Vorlage "Die Grüne Laterne" (im Original Green Lantern), die übrigens bereits seit 1940 die gezeichneten Panels in amerikanischen Comics unsicher machte, in der Verfilmung Green Lantern umgegangen wurde, wollen wir hier be"leuchten".

Mediafacts
Green Hornet
Cover: Green Lantern
Titel: Green Lantern
Originaltitel: Green Lantern
getestete Version: DVD
Cast: Ryan Reynolds, Blake Lively, Peter Sarsgaard, Tim Robbins
Regie: Martin Campbell
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: Warner Home Video
DVD-Release: 2012
Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: 110 Minuten
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Französisch (DD 5.1), Spanisch (DD 5.1)
Regioncode: 2
Format: 16:9 - 2.40:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Filmkurzbeschreibung


Im Universum existiert seit ewig eine schlagkräftige Eliteeinheit, die für Gerechtigkeit im gesamten All eintritt: das Green Lantern Corps. Jede einzelne Green Lantern ist verpflichtet, in der Galaxis Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten. Zu diesem Zweck trägt jede Grüne Laterne einen Ring, der ihr übernatürliche Kräfte verleiht. Als mit Parallax ein übermächtiger Gegner auftaucht, droht das Gleichgewicht der Kräfte im Universum zu kippen. Zufällig in diesen Zeitraum fällt die vom Corps nicht gern gesehene Erwählung der ersten menschlichen Grünen Laterne - Hal Jordan. Trotz fehlender Unterstützung durch das Corps ist Testpilot Hal scheinbar das fehlende Glied im Kampf gegen Parallax, denn neben seiner Hartnäckigkeit und Willensstärke ist er den anderen Mitgliedern des Corps in einem Aspekt überlegen: in seiner Menschlichkeit. Und so nimmt er fast alleine den Kampf mit dem übermächtigen Gegner auf, ohne sich vollständig seiner eigenen Kräfte bewusst zu sein.

Das meint onyourscreen.de zum Film


Juchu, schon wieder ein Superheldenfilm. Ja, wir freuen uns drüber. Wo andere mompern das Hollywood die Ideen ausgehen und sie deshalb auch den letzten Comicheld aus der Versenkung holen, stehen wir voll drauf. Echt jetzt. Ok, es ist DC, aber auch die haben ja den einen oder anderen interessanten mit Superkräften bestückten Charakter - und an und für sich ist Green Lantern garnichtmal die schlechteste Wahl. Aber, und ja, es gibt ein megagroßes aber: Was zum Teufel hat hier die Macher geritten? Warum zum Teufel macht man aus einem ansehnlichen Helden eine Mischung aus Computerspiel und Bravo-Starschnitt? Wer sollte denn für diesen filmischen Dünnschiss (sorry) hier bitteschön die Zielgruppe sein? 12 bis 14 jährige Mädchen oder nur leicht ältere, schüchterne Pickelbubies? Meine Fresse, das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der schlechteste Superheldenfilm seit Electra - und der hatte einen Vorteil: er war kurz. Eigentlich sollte man bei jemand wie dem neuseeländischen Regisseur Martin Campbell (u.a. Die Maske des Zorro, Die Legende des Zorro, James Bond 007: Casino Royale) etwas mehr erwarten. Auch der Cast liest sich auf den ersten Blick ganz in Ordnung: Ryan Reynolds, Blake Lively, Peter Sarsgaard, Tim Robbins. Aber alle Charaktere die hier dargestellt wurden, bleiben von Anfang an flach und völlig uninteressant. Eigentlich gibt die Geschichte einen ähnlichen Zwiespalt wie bei Spiderman/Peter Parker her, aber das ist nichtmal im Ansatz ordentlich oder gar spannend gelöst.
Das zusätzlich noch viele Szenen zwischen albern und öde tendieren und auch optisch nichts von einer Brillianz moderner Kinotechnik zu sehen ist, taugt nicht um eine "Muss man sich ansehen"-Wertung abzugeben.


Das meint onyourscreen.de zur DVD


Gut, da wir vermuteten was uns erwartet, haben wir uns nur die normale DVD gekrallt - und die strotzt geradezu vor gähnender Leere. Zwar gibts die Synchros in Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch, aber an Extras warten nur Werbetrailerschen zu "Green Lantern: The Animated Series" und zur neuen Comic Serie "Justice League Nr. 1" auf den Superhelden-Fan. Toll.
Bild und Ton sind soweit ok, das Titelbild der Hülle sieht aus wie der Film - lieblos. Das noch nichtmal ein Wendecover existiert, erfreut den Sammler dann auch nicht gerade.

Onyourscreen.de-Fazit zu GREEN LANTERN


Wenn ihr nicht gerade Superheldenfilme sammelt, lasst die Finger von Green Lantern. Viel mehr kann und will man garnicht mehr sagen zu dem uninspirierten Kram den sich Warner anscheinend 200 Millionen US-Dollar hat kosten lassen. Der wohl einzige noch schlechtere Comic-Streifen der letzten Jahre war dann wohl Ghost Rider, der gerade mit Teil 2 in die Kinos kommt. Hoffentlich bleibt uns eine zweite Grüne Laterne erspart.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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