Good Vibrations © Rapid Eye Movies
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Artikel vom 16.10.2014 | Heimkino->Blu-Ray

Good Vibrations



Pop, Punk und Bombenstimmung


"NEW YORK HAS THEIR HAIRCUTS, LONDON HAS THE TROUSERS, BUT BELFAST HAS THE REASON!", schreit Terri Hooleys während dem legendären, von ihm veranstalteten Punk-Konzert von der Bühne, wird bejubelt, gefeiert, ist zufrieden mit dem was ihn umgibt, was ihn ausmacht und ... ist völlig pleite. Die wahre Geschichte des "Goodfather of Punk" ist ein Musikfilm wie es lange keinen gegeben hat - ein Film mit Herz, Verstand, Poesie, toller Musik und Good Vibrations.

Good Vibrations © Rapid Eye Movies
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Hier gehts lang zu Good Vibrations ...

Mediafacts
Good Vibrations © Rapid Eye Movies
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Cover: Good Vibrations
Titel: Good Vibrations
Originaltitel: Good Vibrations
getestete Version: Blu-ray
Cast: Richard Dormer, Jodie Whittaker, Michael Colgan, Adrian Dunbar, Karl Johnson, Dylan Moran
Regie: Lisa Barros D’Sa & Glenn Leyburn
Studio/Vertrieb: Rapid Eye Movies
Produktionsland: GB / Irland
Erscheinungstermin: 2014
Produktionsjahr: 2013
Spieldauer: 102 Minuten
Regioncode: 2
FSK: ab 6 J

Filmkurzbeschreibung


Als Glasaugenträger Terri Hooley (Richard Dormer) in den gefährlichen 70ern mitten im umkämpften Belfast einen Plattenladen - das Good Vibrations - eröffnet ist das kein Selbstläufer. Erst als er den Punk entdeckt wird sein Laden Treffpunkt der nordiischen Underground-Szene, von Nerds, Punks und Rebellen. Hier wächst über die aufkeimende Punk-Bewegung neue Hoffnung für einen geistigen Widerstand. Terri Hooley wird zum geliebten und gehassten Förderer von Bands wie den The Outcasts oder Rudi, gründet ein Label und veranstaltet brechend volle aber wenig lukrative Konzerte. The Undertones werden gar richtig erfolgreich, doch Terri Hooley verkauft seine Entdeckung völlig unter Wert - 500 Pfund und ein signiertes Foto der Shangri-Laas sollen sein Lohn sein. Seine private Existenz, seine Familie lässt er dabei völlig aussen vor und bleibt sich dennoch immer treu. Eine wahre Geschichte.

Das meint Onyourscreen.de zum Film


Good Vibrations: ein Musikfilm basierend auf der nicht nur in der Belfaster Punk Scene prominenten Figur Terri Holey, seines Zeichens Gründer des "Good Vibrations"-Plattenladen, aber auch dem Label "Good Vibrations. Ein Film der das Leben des Musik begeisterten, liebenswert verschrobenen Enthusiasten Holey in den 1970er und 1980er Jahren begleitet. Dabei erzählt er uns oft mit einem neckischen Seitenhieb, die wenig lustigen politischen Randereignisse seiner Zeit aus dem Off, präsentiert (Bomben-) Stimmungen aus Nordirland mit historischen Bilddokumenten, um uns dann wieder mit seiner Begeisterungsfähigkeit für die Kraft der Musik anzustecken (und selbst Punk-Hater fast zum Pogo zu verleiten). Es ist schon herrlich mitanzusehen, wie dieser völlig naive Gutmensch den nordirischen Punk entdeckt und ohne Plan zum Förderer, Manager und Plattenproduzent diverser Bands wird. Dass er dabei seine Familie nahezu vergisst und zuviel trinkt, nimmt man ihm niemals übel. Im Gegenteil. Wenn er der Polizeiwillkür trotzt, gewaltbereiten Skins die Stirn mit einem Witz auf den Lippen bietet oder mit Anlauf in die finanzielle Pleite schlittert - man leidet, lacht, tanzt, singt und feiert mit Terri Hooley.

Good Vibrations © Rapid Eye Movies
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Im Plattenladen zum Produzenten ...

Das meint Onyourscreen.de zur Blu-ray


Hey, ein Musikfilm bei dem man nicht die Fernbedienung in die Hand nehmen muss um die Lautstärke zwischen Dialogen und Songs einzupegeln. Danke. Das Bild ist auch in Ordnung, was anderes ist bei einem recht neuen Film auch nicht zu erwarten. Die rund 48 Minuten Extras (B-Roll, Interviews, Kinotrailer) hätten vielleicht ein wenig üppiger ausfallen können, dafür entschädigt das interessante, 16-seitige Booklet, das der Wendecover bestückten Standard-Blu-ray-Hülle beiliegt.

Good Vibrations © Rapid Eye Movies
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... nur die Punks in Belfast haben wirklich einen Grund

Das Onyourscreen.de-Fazit zu GOOD VIBRATIONS


Nicht nur die "Kinder seiner Zeit" kann Good Vibrations begeistern. Die Liebe zum Detail, die exzellenten Darsteller, die Musik, die visuelle Darreichung - all das macht ihn zu einem Wohlfühlmovie für Musikinteressierte. Dabei muss man kein Punk-Fan sein (sind wir nicht) um zu verstehen, was diesen Mann damals so begeistert und mitgerissen hat. Wie sagt das Begleitheft doch so schön? "Good Vibrations ist ein liebevolles Plädoyer für die Kraft der Musik und den geistigen Widerstand, euphorisierend wie der erste Partyrausch".
Schönes Ding, kaufen!


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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