Frankensteins Höllenmonster © Anolis Entertainment
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Artikel vom 10.09.2016 | Heimkino->Blu-Ray

Frankensteins Höllenmonster



Gothic-Grusel-Splatter


Das wird sicherlich nicht jeder Fan so sehen, aber mit Frankensteins Höllenmonster veröffentlicht Anolis (www.anolis-film.de) einen der für uns interessantesten, aber auch unterhaltsamsten Teile ihrer bisher zwölfteiligen Hammer Blu-ray Edition. Der siebte und letzte Frankenstein aus dem berühmt-berüchtigten Gothic-Horror-Studio liegt ab dem 9. September 2016 in HD und - wie üblich bei Anolis - mit üppigem Bonusmaterial als limitiertes Mediabook aber auch in der Standard-Blu-ray bei den Händlern.

Mediafacts
Frankensteins Höllenmonster © Anolis Entertainment
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Cover der Softbox
Titel: Frankensteins Höllenmonster
Originaltitel: Frankenstein and the Monster from Hell
getestete Version: Blu-ray
Cast: Peter Cushing, David Prowse, Shane Briant, Madeline Smith
Regie: Terence Fisher
Produktionsland: UK
Studio/Verleih: Anolis Entertainment
Erscheinungstermin: 2016
Produktionsjahr: 1972 (aufgeführt 1974)
Spieldauer: 95 Minuten
Sprache: Deutsch / Englisch DTS HD-MA 2.0 Mono
Regioncode: 2
FSK: ab 16 J.

Filmkurzbeschreibung


Dr. Karl Viktor praktiziert als Arzt in einer staatlichen Anstalt für Geisteskranke. In Wahrheit ist der allerdings der als hier verstorben geltende Baron von Frankenstein, welcher selbst einst Insasse dieser Einrichtung war. Durch für den Baron glückliche Umstände, hat er den eher an der Damenwelt interessierten Anstaltsdirektors in seiner Hand, der ihm dadurch die medizinische Betreuung der Patienten übergeben musste. So kann der von seinen Forschungen weiterhin Besessene zusammen mit Simon und der scheinbar stummen Sarah weiter an seinen berühmten aber auch unheiligen Experimenten arbeiten - die Ersatzteile für die Erschaffung seines künstlichen Lebewesens werden ihm in der Abgeschiedenheit der Anstalt ja frei Haus geliefert ... und sollte mal was fehlen, hilft man halt nach ...

Das meint onyourscreen.de zum Film


Im Gegensatz zum so immens einträglichen Frankensteins Fluch (OT: The Curse of Frankenstein) aus dem Jahre 1957, der ganz sicher sogar den Erfolg von Hammer als Horrorspezialist eingeläutet hatte, stellt Frankensteins Höllenmonster von 1972 so etwas wie den letzten Versuch der britischen Filmschmiede dar, diesem Ruf zu entsprechen und dem drohenden finanziellen Fiasko zu entgehen. Auch deshalb darf man in Frankenstein and the Monster from Hell (wie der siebte und letzte Hammer-Frankenstein im Original heißt) erstaunlich viele Eigenheiten und Besonderheiten entdecken. Die finanzielle Not erkennt man an teils wenig gelungenen Set-Modellen und engen, nicht immer passenden Szenerien. Im Gegensatz zu früheren Frankensteins ist auch die Maske des Ungeheuers weniger aufwendig und eher starr angelegt - aufgrund ihrer zwar anderen aber intensiven Wirkung verbuchen wir persönlich das aber nicht als Nachteil. Das doch recht geringe Budget merkt man dem Streifen übrigens weder beim Cast noch der Crew an. Natürlich spielt auch hier Peter Cushing in wiedermal intensiver Art und Weise die Titelfigur. Doch auch die Co-Stars sind klasse besetzt: Shane Briant als Simon wirkt erfrischend und Madeline Smith als Sarah ist eine echte Augenweide. Selbst die Nebenrollen sind durch die Bank passend besetzt sind, was zur stimmigen Wirkung dieses Monsterfilms enorm beiträgt. Dass der spätere Darth Vader-Darsteller David Prowse auch hier unter der Maske des Monster nicht zu erkennen ist, ist wohl irgendwie Schicksal, aber ebenso ein kleines, feines Detail für Filmfans.

Frankensteins Höllenmonster © Anolis Entertainment
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Das Monster hinter Gittern

Mit Anthony Hinds sorgte man für Qualität am Drehbuch, für die Regie holte man sogar Terence Fisher aus dem Ruhestand zurück ins Hammer-Boot. Ob diese alten Herren dann tatsächlich den für damalige Zeiten recht hohen Splattergehalt so super fanden ist fraglich, dem per se schon unterhaltsamen Film hat das allerdings nicht geschadet. Geschadet hat ihm wohl sein ansonsten sehr traditionelles Setting und die Tatsache, dass er erst zwei Jahre nach seiner Fertigstellung überhaupt aufgeführt wurde ... und da konkurrierte er dann mit so modernen und werbetechnisch hochgepushten Werken wie Der Exorzist. Kein Wunder also, dass Frankensteins Höllenmonster floppte bzw. in vielen Ländern erst garnicht oder nur geschnitten aufgeführt wurde. So entstand beispielsweise die deutsche Synchro erst 2004 anlässlich der ersten hiesigen DVD-Publikation.

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Limitiertes Mediabook

Das meint Onyourscreen.de zur Blu-ray


Wie bereits gewohnt liegt auch der 12. Eintrag in der Hammer-Blu-ray-Edition als limitiertes Mediabook mit zusätzlichem Booklet und in der Standard-Softbox vor. Doch egal wofür an sich entscheidet, man bekommt Qualität: "Für unsere DVD-Veröffentlichung aus dem Jahre 2004 – für die der Film übrigens erstmalig synchronisiert wurde und hierfür auch Friedrich Schoenfelder als Stammstimme Peter Cushings verpflichtet werden konnte – konnten wir den Film fast gänzlich restaurieren. Und mit dem neuen HD-Master ist er jetzt endlich zu 100% vollständig." (Zitat: Anolis).
Und selbstverständlich gibts auch richtig ordentlich Bonusmaterial: Neben dem obligatorischen Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad wartet ein Kommentar mit Hauptdarsteller Shane Briant und Madeline Smith zusammen mit Marcus Hearn! Außerdem wurde speziell für die Blu-ray-Editionen ein Making-Of sowie eine Dokumentation über Regisseur Terence Fisher produziert. Komplettiert wird das ganze von Trailern und einigen Bildergalerien.

onyourscreenSHOTs

Bild links Bild rechts
  • Frankensteins Höllenmonster<br>© Anolis Entertainment
  • Frankensteins Höllenmonster<br>© Anolis Entertainment
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Das Onyourscreen.de-Fazit zu FRANKENSTEINS HÖLLENMONSTER


Während Frankensteins Höllenmonster in Deutschland erst gar nicht in die Kinos kam, wurde er in vielen Ländern nur geschnitten veröffentlicht. Nun aber liegt eine mehr als gelungene, toll synchronisierte und üppig ausgestatte HD-Variante vor. Hier dürfen wir Peter Cushing das letzte Mal als Baron von Frankenstein erleben, das eine oder andere mal aufgrund der - zumindest zur damaligen Zeit - gewagt-blutigen OP-Szenen wegschauen oder einfach dem trotz geringerem Budget so einnehmenden Hammer-Gothic-Charme erliegen. Ein toller Streifen in großartiger Aufmachung und ein mehr als würdiger Vertreter der Hammer Blu-ray Edition von Anolis.

Die sieben Frankenstein-Verfilmungen von Hammer

Frankensteins Fluch (The Curse of Frankenstein) [1957]
Frankensteins Rache (The Revenge of Frankenstein) [1958]
Frankensteins Ungeheuer (The Evil of Frankenstein) [1963]
Frankenstein schuf ein Weib (Frankenstein created Woman) [1966]
Frankenstein muss sterben! (Frankenstein Must Be Destroyed) [1969]
Frankensteins Schrecken (The Horror of Frankenstein) [1970]
Frankensteins Höllenmonster (Frankenstein and the Monster from Hell) [1972]


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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