Fat Actress, KIrstie Alley
Artikel vom 04.06.2011 | Heimkino->Serien

FAT ACTRESS



Klopsiger aber seltsam verfilmter Miniserienspaß


Wenn eine Serie über Staffel 1 nicht hinauskommt oder so wie im Falle von Kirstie Alley's Fat Actress nach sieben Folgen Schluss ist, darf man sich fragen woran es gelegen hat. Die Idee der Serie ist provokant, die Darsteller alle geübt und die Hauptdarstellerin fast eine Ikone - und trotzdem ... wir werden es vermutlich nie herausfinden, aber über das vorhandene Material haben wir uns zumindest ein Urteil gebildet.

Kurze Serienbeschreibung


Kirstie Alley, eine ehemals erfolgreiche Schauspielerin hat sich einiges zuviel an Pfunden zugelegt und seitdem Probleme neue Rollen an Land zu ziehen. Vorbei sind die Zeiten von Serien wie Cheers oder dem zwar dämlichen aber erfolgreichen Kuck mal wer da spricht und seinen Sequels.
Kirstie versucht mit ihre Stylistin Kevyn und ihrem Assistenten Eddie, der übrigens selber scharf auf eine erste größere Rolle ist, an die Erfolge aus alten Zeiten anzuknüpfen. Dazu sollen skurrile Kontakte, alte Weggefährten aber auch wahnwitzige Diätideen verhelfen. Das jeder Versuch dabei im Chaos und meist neuen Fressattacken endet darf man ruhig verraten.

Mediafacts
Fat Actress, KIrstie Alley
Cover: Fat Actress
Serientitel: Fat Actress
Originaltitel: Fat Actress
Cast: Kirstie Alley, Bryan Callen, Rachael Harris, Kelly Preston
Produktion: Scott Butler
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: M.I.B. - Medienvertrieb in Buchholz
Produktionsjahr: 2005
Spieldauer je Folge: ca. 30 Minuten
Folgen insgesamt: 7
Sprache: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
Regioncode: 2
Format: 16:9 - 1.77:1

Das meint onyourscreen.de zur Serie


Wenn man die handwerkliche Machart der Serie positiv beschreiben will, bezeichnet man den Stil wohl als "semidokumentarisch". Ob gewollt oder nicht vermittelt die Kameraführung, der Ton aber auch der Schnitt den Eindruck von "die Kameras begleiten Kirstie auf Schritt und Triit und nichts ist gestellt". Das ist an und für sich ok, funktioniert aber leider nicht wirklich gut. Im Gegenteil - die Aufmerksamkeit des Zusehers wird dadurch ab und an schon strapaziert, es wirkt manchmal arg künstlich und aufgesetzt und oftmals gute Gags gehen dadurch unter. Vielleicht mit ein Grund für die frühe Einstellung der Serie? Einen Hinweis darauf, das von vorneherein nur dieses Miniserienformat geplant war, haben wir zumindest nicht gefunden.
Doch kommen wir zum positiven. Kirstie Alley hats ohne Frage drauf. Die Idee sich selbst und ihr von gewichtigen Problemen zerrüttetes Leben in den Mittelpunkt einer Serie zu stellen, darf man schon als mutig bezeichnen. Das es ihr gelingt sich selbst zu persiflieren, darf man Miss Alley sicher hoch anrechnen. Das sie und Produzent Scott Butler es geschafft haben zig namhafte Personen zu Cameo-Auftritten zu überreden ist auch aller Ehren wert. Da wird John Travolta um eine weitere Fotsetzung von Kuck mal wer da spricht angebettelt, Kid Rock zum Ex-Lover, Gwen Stefani zur Joggingpartnerin, Merv Griffin zum Kuppler aber auch Jeff Zucker zum gleichgültigen Geschäftsführer von NBC Universal. Halt stop, Jeff Zucker ist der damalige GF von NBC. Aber der eigentliche Witz der Serie beruht fast ausschließlich auf den Körpermaßen der guten Kirstie Alley. Deswegen bekommt sie keinen Job (bzw vermasselt ihn wenn sie einen bekommt). Deswegen bekommt sie nicht Kid Rock. Deswegen wird sie (natürlich immer nur hinter vorgehaltener Hand) gedemütigt. Deswegen probiert sie eine Diät nach der anderen - ohne sie natürlich jemals ernsthaft anzugehen. Abnehmtheorien wie "umgib dich mit dünnen Sachen um dünn zu werden", "besorg die einen Parasiten" aber auch der brüderliche Rat "Crack rauchen macht schlank" sind Highlights der Miniserie.



Das meint onyourscreen.de zur DVD


Nun ja, sieben Folgen a 30 Minuten auf 2 Silberlinge zu pressen ist ja fast schon Verschwendung. Aber die Macher haben zumindest eine weitere Tonspur mit Kommentaren der Produzenten und Schauspieler, Slideshows, Gagreels und Trailershows hinzugepackt. Verpackt ist das ganze in zwei Amarays und einem umgebendem Schuber (der leider unserer Version nicht beilag ...). Nicht viel, aber vermutlich haben die Macher der DVD nicht mehr Erfolg zugetraut als der Serie an sich ...

Onyourscreen.de-Fazit zu FAT ACTRESS


Gute Ideen, gute Darsteller, prima Gastauftritte in leider nur mittelmäßiger Produktion. Irgendwie will trotz zwischenzeitlich guten Gags der Sitcom-Funke nicht so recht überspringen. Man hat nie so wirklich das Gefühl direkt die nächste Folge sehen zu wollen. Schade, da wäre sicherlich mehr drin gewesen.


© Text: onyourscreen.de / AS

 

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