Errors of the Human Body © Pandastorm Pictures
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Artikel vom 20.11.2013 | Heimkino->Blu-Ray

Errors of the Human Body



Science-Thriller mit Michael Eklund


Gerade in der medizinischen Forschung stecken neben dem hehren Wunsch anderen Heilung von ihrem Leid zu verschaffen, auch immer viel Geltungsdrang und Gier nach Ruhm und Geld. Da macht die Genetik sicherlich keine Ausnahme. Dieser ständige Wettbewerb unter den Wissenschaftlern ist Grundbestandteil des Bio-Thriller Errors of the Human Body von Regisseur Eron Sheean, ein weiterer die Zerrissenheit der Hauptfigur, gespielt von Michel Eklund.

Mediafacts
Errors of the Human Body © Pandastorm Pictures
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Cover: Errors of the Human Body
Titel: Errors of the Human Body
Originaltitel: Errors of the Human Body
getestete Version: Blu-ray
Cast: Michael Eklund, Karoline Herfurth, Tómas Lemarquis
Regie: Eron Sheean
Produktionsland: USA/D
Studio/Verleih: Pandastorm
Erscheinungstermin: 2013
Produktionsjahr: 2012
Spieldauer: 101 Minuten
Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
Regioncode: 2
FSK: ab 16 J

Filmkurzbeschreibung


Genforscher Geoff Burton (Michael Eklund) sucht seit dem Tod seines Sohnes durch einen Gen-Defekt, nach Ursachen für diese Krankheit. Seine in den Staaten umstrittene Forschung glaubt er, nach Einladung des Genetik Instituts Dresden in Deutschland, fortführen zu können. Dort trifft er auf seine ehemalige Assistentin Rebekka (Karoline Herfurth), die vor einer bahnbrechenden Entdeckung steht: Ein Regenerations-Gen, Oster-Gen genannt, welches die Menschheit von Krankheit und Altern befreien könnte. Doch ihre Forschung steckt in einer Sackgasse, Hilfe erhofft sie sich von Geoff. Doch der befürchtet, dass ihr skrupelloser Kollege Jarek (Tómas Lemarquis) die Oster-Gen-Ergebnisse missbraucht, um sich selbst als Entdecker feiern und bezahlen zu lassen. Geoff verstrickt sich dabei immer tiefer in seiner eigenen Trauer, Frustration, Wahnvorstellungen, Paranoia und Intrigen und ist sich schon recht schnell nicht mehr sicher, ob er nicht selbst längst zum Versuchsobjekt geworden ist …

Geoff (Michael Eklund) trifft im Institut auf seine ehemalige Assistentin und Geliebte Rebekka (Karoline Herfurth)
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Die drei Hauptpersonen des Films sind Genforscher Geoff Burton, Rebekka und ...

Das meint Onyourscreen.de zum Film


Interessant das der amerikanische Low-Budget.-Streifen ausschließlich an Originalschauplätzen in Dresden, speziell sogar im "Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik" gedreht wurde. Diese Zusammenarbeit basiert darauf das Regisseur und Autor Eron Sheean dort einige Jahre künstlerischer tätig war. Da das Institut aber selbstverständlich weder in Teilen noch ganz für das Projekt geschlossen werden konnte, musste das Team um die eigentlichen Arbeitszeiten der Wissenschaftler herum produzieren.
Die benutzen Gebäudeteile, Flure und Keller des Max-Planck-Institut, aber auch die gewählten, extra tristen Szenerien während der winterlichen Aussenaufnahmen in Dresden, sorgen für den klinischen, unbarmherzigen, kalten Look des Films. Was allerdings auch ein Nachteil ist, denn auf Dauer wirkt dieser immer gleich optische Aufbau doch ziemlich langweilig. Aber mit einer gewissen Langweiligkeit bzw. Langatmigkeit hat Errors of the Human Body sowieso zu kämpfen. Gegen die Spannungslosigkeit des Drehbuchs über nahezu Dreiviertel des Films reicht auch das ansehnliche Spiel von Michael Eklund nicht aus. Vermutlich liegt es daran, das sich der Science-Fiction nicht so ganz entscheiden kann, was er denn sein will. 50% dramatische Charakterstudie und 50% Thriller machen daraus eben nichts halbes und nichts ganzes.

Aber auch wenn uns der Streifen nicht wirklich begeistern konnte, sprechen die diversen Auszeichnungen dafür, das wir da nicht unbedingt Recht haben müssen:

  • Leo Awards 2013 - Bester Hauptdarsteller Michael Eklund
  • Trieste Science Fiction Film Festival – Asteroid Award Bester Film
  • Fantastic Fest 2012 - Bester Schauspieler Michael Eklund
  • Offizieller Beitrag 2012: Frightfest London, Fantasia, Melbourne International Film Festival


Geoff (Michael Eklund) will verhindern, dass Jarek (Tómas Lemarquis) weiter an dem tödlichen Gen forscht - Errors of the Human Body © Pandastorm Pictures
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... und natürlich Jarek.

Das meint Onyourscreen.de zur Blu-ray


Als Bonusmaterial haben sich auf die Blu-ray neben dem Originaltrailer und einer Trailershow, ein witzig animiertes Interview mit Regisseur Eron Sheean geschlichen. Das interessante, die Hintergründe beleuchtende Gespräch zeigt den Interviewer als freakige, quieckende Monstermatsche und den antwortenden Regisseur als fiepende Labormaus. Das Gespräch ist deutsch untertitelt und tatsächlich aufschlussreich. An der Bild- und Tonqualität gibts nichts zu mäkeln, die unterkühlten Farbtöne des Films sind so gewollt.

onyourscreenSHOTs

Bild links Bild rechts
  • Starforscher Geoff Burton (Michael Eklund) ist besessen davon, eine Heilung für die tödliche Krankheit zu finden - Errors of the Human Body<br>© Pandastorm Pictures
  • Geoff’s Ex-Frau Sarah (Caroline Gerdolle) erscheint ihm in seinen Träumen - Errors of the Human Body<br>© Pandastorm Pictures
  • Geoff Burton (Michael Eklund) versinkt immer tiefer in einem Sumpf aus Paranoia und Intrigen
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  • Rebekka (Karoline Herfurth) entdeckt das ihre Forschungsergebnisse gestohlen wurden  - Errors of the Human Body<br>© Pandastorm Pictures
  • Jarek (Tómas Lemarquis) will Rebekkas Werk auf illegale und höchst gefährliche Weise vollenden
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  • Ein unheimliches Wesen verfolgt Geoff in seinen Träumen - Errors of the Human Body<br>© Pandastorm Pictures
  • Instituts-Chefs Samuel Mead (Rik Mayall) - Errors of the Human Body<br>© Pandastorm Pictures
  • Rebekka (Karoline Herfurth)
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Onyourscreen.de-Fazit zu ERRORS OF THE HUMAN BODY


Thema und Location von Errors of the Human Body sind gut gewählt, doch kommt die Dramatik und Spannung einfach zu kurz. Auch der Hauptfigur des in sich selbst gekehrten, verzweifelten und vom Schicksal in den Allerwertesten getretenen Wissenschaftler kommt man, trotz der Intensität mit der Michael Eklund diese verkörpert, nicht nah genug. Nicht nah genug um mit ihr zu fühlen, zu leiden oder zu hoffen. Das macht aus Errors of the Human Body keinen schlechten Film, aber nach Ende des Streifens fühlt man sich irgendwie unbefriedigt.
Wer die Verquickung von Wissenschaft und Fiction im Film mag, sollte sich die bemühte Produktion einmal selbst ansehen. Seit dem dem 24. September 2013 ist der Film im Handel und im Verleih.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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